Bundesliga 2011/12, 22. Spieltag
15:41 - 9. Spielminute

Tor 0:1
Herrmann
Rechtsschuss
Vorbereitung de Camargo
Gladbach

15:46 - 14. Spielminute

Tor 0:2
Arango
Linksschuss
Vorbereitung Reus
Gladbach

15:48 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Sahan
K'lautern

16:10 - 38. Spielminute

Spielerwechsel
Leckie
für Herrmann
Gladbach

16:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Derstroff
für De Wit
K'lautern

16:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Sukuta-Pasu
für Sahan
K'lautern

16:49 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Wagner
K'lautern

16:50 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Kouemaha
für Swierczok
K'lautern

16:53 - 63. Spielminute

Tor 1:2
Jessen
Linksschuss
Vorbereitung Wagner
K'lautern

17:10 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Brouwers
Gladbach

17:11 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Wendt
für Leckie
Gladbach

17:18 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Dick
K'lautern

17:23 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Cigerci
für Reus
Gladbach

FCK

BMG

Venezuelaner mit Traumtor zum 2:0

Herrmann und Arango sorgen für den Blitzstart

Borussia Mönchengladbach

Auch beim Feiern spitze: Borussia Mönchengladbach bejubelt das 2:0. getty images

Lautern-Coach Marco Kurz stellte seine Mannschaft nach der 0:2-Niederlage bei Bayern München auf fünf Positionen um. Rodnei und Simunek ersetzten das Innenverteidiger-Duo Abel und Yahia. Außerdem bekamen Swierczok, Borysiuk und de Wit den Vorzug vor Sukuta-Pasu, Fortounis und Petsos.

Gladbachs Trainer Lucien Favre musste seine Startelf im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Schalke 04 im Sturm verändern: Der zuletzt formstarke Hanke (grippaler Infekt) fehlte erkrankt. Für ihn durfte de Camargo beginnen.

Herrmann schnell - Arango traumhaft

Kaiserslautern hatte sich viel für die Partie gegen die favorisierten Gladbacher vorgenommen und generierte Sicherheit durch Ballbesitz und Kurzpässe. Davon unbeeindruckt zog die Borussia ihr überfallartiges Spiel auf und glänzte mit Ein-Kontakt-Fußball im Mittelfeld. Die erste Chance hatte Arango nach nicht einmal vier Minuten: Nach einem Einwurf stand er völlig frei an der Strafraumgrenze und jagte das Leder haarscharf über die Latte (4.).

Wenig später hatte de Camargo das Auge für den gestarteten Herrmann. Der klasse Pass des Stürmers landete direkt im Lauf des Flügelflitzers, der seinen Bewachern entwischte und zum 1:0 einschob (9.). Lautern war sofort um eine passende Antwort bemüht. Zum Ausgleichstreffer fehlten de Wit bei seinem 20-Meter-Freistoß nur Zentimeter, denn das Leder klatschte auf die Latte.

Stattdessen zeigte Gladbach effektiven Kombinationsfußball: Reus spielte den perfekten Pass durch drei Gegenspieler hindurch auf Arango. Der Venezuelaner schlenzte den Ball direkt mit dem Außenrist ins lange Eck (14.). Ein Traumtor!

Lautern ließ den Kopf trotz dieses Blitzstartes nicht hängen. Spielerisch fehlte es den "Roten Teufeln" aber an kreativen Impulsen. Vor allem über die rechte Seite kam von den Pfälzern nichts. Gefahr entstand nur nach Standard-Situationen oder durch Einzelaktionen von de Wit oder Tiffert. Hier zeigte Borussen-Keeper ter Stegen exzellente Strafraumbeherrschung und strahlte Sicherheit aus.

Dennoch hatten die "Fohlen" noch einen Schock zu verkraften: Herrmann prallte in einem Zweikampf mit Dick zusammen (35.) und wurde minutenlang auf dem Feld behandelt. Der Flügelflitzer musste mit einer Trage vom Platz getragen werden und wurde mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert.

Jessens Hammer landet im Kreuzeck

Der 22. Spieltag

Kurz wollte sich mit dem 0:2 aber nicht abfinden und brachte zur Halbzeit mit Sukuta-Pasu und Derstroff gleich zwei Stürmer. Diese Maßnahme schien zunächst zu verpuffen: Gladbach investierte kaum mehr in die eigene Offensive, zog sich zurück und verwaltete das Ergebnis.

Das ließ Kaiserslautern immer mehr aufkommen. Schließlich war es Jessen, der die Passivität der Borussen bestrafte: Wagner legte für den dänischen Linksverteidiger ab. Dessen Hammer vom linken Strafraumeck flog unhaltbar in den rechten Winkel (63.). Der Treffer wirkte als Initialzündung für die Hausherren. Die bis dahin solide und sichere Borussen-Abwehr wackelte verdächtig. Borysiuk (66.) und zweimal Kouemaha (68., 69.) suchten den Abschluss, konnten ter Stegen aber nicht überwinden.

Fortan hielt Gladbach wieder besser dagegen und beschäftigte die Pfälzer schon weit vor dem eigenen Strafraum. So sahen die 45.661 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion hauptsächlich Mittelfeldgeplänkel statt Torraumszenen. Am Ende fehlte dem FCK schlichtweg die Qualität, um die massierte Borussen-Defensive zu knacken.

Kaiserslautern fährt am Samstag (15.30 Uhr) nach Mainz. Gladbach spielt schon am Freitag (20.30 Uhr) zu Hause gegen den HSV.