Bundesliga 2011/12, 21. Spieltag
15:56 - 24. Spielminute

Tor 1:0
Ibisevic
Rechtsschuss
Vorbereitung Niedermeier
Stuttgart

15:55 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Morales
Hertha

15:59 - 28. Spielminute

Tor 2:0
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Ibisevic
Stuttgart

16:01 - 30. Spielminute

Rote Karte
Ottl
Hertha

16:03 - 32. Spielminute

Tor 3:0
Okazaki
Kopfball
Vorbereitung Boulahrouz
Stuttgart

16:12 - 41. Spielminute

Tor 4:0
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Boulahrouz
Stuttgart

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Janker
für Morales
Hertha

16:46 - 58. Spielminute

Tor 5:0
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Gentner
Stuttgart

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Schieber
für Gentner
Stuttgart

16:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Djuricin
für Lasogga
Hertha

16:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Cacau
für Harnik
Stuttgart

17:09 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Tasci
Stuttgart

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Kuzmanovic
für Boulahrouz
Stuttgart

VFB

BSC

Hertha im neuen Jahr weiter ohne Punktgewinn

Ibisevic leitet Berliner Horror-Minuten ein

Knifflige Szene: Ibisevic (re.) ist ein Tick vor Hertha-Keeper Kraft am Ball, allerdings mit sehr hohem Bein

Knifflige Szene: Ibisevic (re.) ist ein Tick vor Hertha-Keeper Kraft am Ball, allerdings mit sehr hohem Bein. Getty Images

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia wechselte nach der 0:2-Heimschlappe im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München dreimal: Für den rot-gesperrten Molinaro begann Sakai links in der Viererkette. Schieber und Cacau nahmen auf der Bank Platz, Hajnal und Harnik standen in der Startelf.

Nach vier Niederlagen in vier Spielen seit Michael Skibbes Amtsantritt in Berlin wog das Pokal-Aus gegen Mönchengladbach (0:2 n.V.) natürlich schwer. Dennoch verzichtete der Trainer auf große Umstellungen. Einzig Neuzugang Bastians ersetzte Lustenberger.

Ein Punkt in der Rückrunde gegen null Punkte im neuen Jahr. Pokal-Aus gegen Pokal-Aus. Beiden Mannschaften war die Verunsicherung in den ersten Minuten deutlich anzumerken. Während sich die Berliner zu Beginn erst einmal abwartend zurückzogen, war der VfB bemüht, Sicherheit in seine Aktionen zu bringen. Was in der Vorwärtsbewegung zunächst nur bedingt gelingen wollte, setzte die Labbadia-Elf im Spiel gegen den Ball umso besser um. Dort schufen sie stets Überzahlsituationen, so dass die Hertha nicht einmal in Ansätzen gefährlich nach vorne zu kombinieren vermochte.

Über die konzentrierte Defensive fand nach einer Viertelstunde auch die Offensive der Schwaben immer besser in die Partie. Zunächst scheiterten Gentner und Harnik noch beim Versuch, die Kugel aus neun respektive sechs Metern gefährlich in Richtung Tor zu bringen (16.), ehe Hajnals Freistoßflanke verrückte acht Minuten einleitete: Niedermeier legte die Hereingabe des Ungarn per Kopf für Ibisevic auf, der artistisch einen Tick vor Kraft am Ball war und auf 1:0 stellte. Allerdings hatte der Bosnier das Bein dabei sehr weit oben. Glück also für den VfB (24.).

Nun ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Ottl das Leder im Mittelfeld an Ibisevic verloren hatte, der wiederum Harniks 2:0 durch einen schönen Pass in die Spitze mustergültig einleitete (28.), erwies der Ex-Bayer seinem Team nur kurz darauf einen weiteren Bärendienst. Völlig übermotiviert rauschte er in der neutralen Zone von hinten in Hajnal hinein und sah zu Recht die Rote Karte (30.). Und der VfB hatte noch nicht genug. Abermals nur zwei Minuten später verwertete Okazaki Boulahrouz‘ Flanke per Kopf zum 3:0 (32.).

Völlig konsterniert ergaben sich die Berliner nun in ihr Schicksal. Hinten weiter unkonzentriert. Nach vorne nicht existent. Die Schwaben hatten, ob des klaren Spielstandes wenig verwunderlich, kaum noch Schwierigkeiten, die Verunsicherung war wie weggeblasen. Kurz vor der Pause sorgte Harnik mit seinem Treffer zum 4:0 aber noch für das vorläufige Highlight der Partie: Rechts im Strafraum nahm der Österreicher den Ball volley und ließ Kraft mit seinem strammen Schuss ins lange Eck keinerlei Abwehrchance (41.).

Der 21. Spieltag

Kaum verwunderlich begann der zweite Durchgang nur wenig temporeich. Der VfB kontrollierte locker das Geschehen, während die Hertha lediglich auf Schadensbegrenzung aus war. Ganz gelingen wollte dies den dezimierten Hauptstädtern freilich nicht: Nachdem Gentners Hereingabe von links unbehelligt durch den Berliner Strafraum gesegelt war, flogen Kobiashvili und Harnik am zweiten Pfosten gemeinsam heran. Der eine, um zu klären, der andere,um zu treffen. Und der Österreicher behielt die Oberhand. Von Harniks Fußspitze rutschte das Spielgerät über die Linie - 5:0 61.).

Inzwischen mutete die Partie eher wie ein Trainingsspiel an. Ohne große Gegenwehr schoben die Gastgeber das Leder in der Berliner Hälfte hin und her, ließen nun allerdings ihrerseits den letzten Zug in ihren Angriffsaktionen vermissen. Dennoch hatte Okazaki sogar das 6:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend reagierenden Kraft (66.).

Damit ließen es dann auch die Hausherren bewenden. Bruno Labbadia wechselte noch einmal munter durch, brachte Schieber, Cacau und Kuzmanovic in die Partie. Viel wichtiger aber: Der VfB beendete seine sieben Spiele währende Serie ohne Sieg. Die Hauptstädter warten unter Michael Skibbe indes weiter auf den ersten Punktgewinn.

Während es für die Stuttgarter erst am Sonntag, den 19. Februar, in Hannover wieder ernst wird, empfangen die Berliner am Samstag zuvor Meister Borussia Dortmund.