Bundesliga 2011/12, 17. Spieltag
15:37 - 7. Spielminute

Tor 0:1
Lewandowski
Rechtsschuss
Vorbereitung Kagawa
Dortmund

16:05 - 34. Spielminute

Tor 1:1
Rosenthal
Rechtsschuss
Vorbereitung Putsila
Freiburg

16:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Rosenthal
Freiburg

16:15 - 44. Spielminute

Tor 1:2
Gündogan
Linksschuss
Vorbereitung Blaszczykowski
Dortmund

16:47 - 59. Spielminute

Tor 1:3
Großkreutz
Rechtsschuss
Vorbereitung Lewandowski
Dortmund

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Owomoyela
für Schmelzer
Dortmund

16:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Reisinger
für Rosenthal
Freiburg

16:58 - 70. Spielminute

Tor 1:4
Lewandowski
Linksschuss
Vorbereitung Großkreutz
Dortmund

17:00 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Perisic
für Felipe Santana
Dortmund

17:06 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Lewandowski
Dortmund

17:10 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Dembelé
für Caligiuri
Freiburg

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Barrios
für Lewandowski
Dortmund

SCF

BVB

BVB seit elf Spielen ungeschlagen - SC überwintert als Letzter

Gündogan bestraft unaufmerksame Freiburger

Lewandowski (2.v.li.) jubelt gemeinsam mit Piszczek und Großkreutz

BVB-Freude: Lewandowski (2.v.li.) jubelt gemeinsam mit Piszczek und Großkreutz. Getty Images

Freiburgs Trainer Marcus Sorg wechselte nach der 0:4-Niederlage in Köln zweimal: Ferati und Caligiuri spielten für Butscher und Schuster (Gelb-Sperre). Dortmunds Coach Jürgen Klopp beließ es nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern bei einer Änderung: Kapitän Kehl kehrte nach seiner Gesichtsverletzung in die Startelf zurück und verdrängte da Silva auf die Bank.

Bei strömendem Regen ergriffen die Dortmunder vom Anpfiff weg das Kommando und legten den Vorwärtsgang ein. Der BVB tat mehr für Spiel und hatte auch mehr davon, die erste erstklassige Chance verbuchten jedoch die Freiburger für sich. Weil aber Putsila aus 16 Metern völlig unbedrängt neben das Tor schoss (4.), blieb es vorerst beim 0:0. Allerdings nur für weitere drei Minuten: Nach einem Doppelpass mit Gündogan hatte Kagawa das Auge für den besser postierten Lewandowski. Aus kurzer Distanz beförderte der Pole die Kugel ins Netz und brachte den Meister damit in Führung.

Der 17. Spieltag

Auf den Tribünen machte sich rasch Unmut breit, Pfiffe ertönten im weiten Rund. Nicht gerade förderlich für die Breisgauer, die sichtlich verunsichert waren, es aber dennoch versuchten. Die Freiburger kamen jedoch kaum über Ansätze hinaus und mussten zudem einige gefährliche Konterchancen der Westfalen überstehen. Kehls Schuss wurde geblockt (17.), während Lewandowski in letzter Sekunde von Ferati gestoppt wurde (21.).

Im Großen und Ganzen hatten die Borussen das Spiel in dieser Phase im Griff, wie schon gegen Lautern drängten sie dabei aber nicht konsequent auf das 2:0. Und das sollte Folgen haben, denn die Freiburger kämpften sich zurück und glichen urplötzlich aus. Wenig meisterlich präsentierte sich die gesamte BVB-Hintermannschaft, als Rosenthal nach einem einfachen Doppelpass mit Putsila alleine vor Weidenfeller auftauchte. Der 25-Jährige nutzte das und netzte aus zehn Metern trocken ein (34.). Kurz darauf hätte Cissé den Spieß komplett umdrehen können, der Senegalese schloss aber einen Konter zu ungenau ab (37.).

Lewandowski bedient Großkreutz, Großkreutz bedient Lewandowski

Schmid, Putsila und Rosenthal (v.li.) nach dem 1:1

Hoffnungsschimmer: Schmid, Putsila und Rosenthal (v.li.) nach dem 1:1. Getty Images

Kurz vor dem Pausenpfiff gingen die Westfalen dann aber doch wieder in Führung - und das auf kuriose Weise: Rosenthals schlimmer Pass landete bei Kuba. An der Seitenlinie hob Michael Emmer die Fahne hoch, doch Schiedsrichter Günter Perl überstimmte seinen Assistenten und ließ weiterspielen. Die Freiburger bekamen das nicht mit und blieben allesamt stehen. Kuba spurtete los und schob dann rüber zu Gündogan, der locker zur 2:1-Halbzeitführung vollendete (44.).

Verunsichern ließen sich Breisgauer von dem erneuten Rückschlag nicht. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der Sportclub bissig und engagiert. Die Sorg-Elf drängte gleich auf den neuerlichen Ausgleich und setzte durch Caligiuris Kopfball ein erstes dickes Ausrufezeichen (47.). Die Treffer machten aber die auf Konter lauernden Borussen: Zuerst bediente Lewandowski Großkreutz, der sehenswert aus 18 Metern unter Mithilfe des rechten Innenpfostens auf 3:1 erhöhte (59.). Kurz darauf revanchierte sich Großkreutz bei Lewandowski und legte nun seinerseits für den Polen auf - 4:1 (70.).

Damit war die Entscheidung endgültig gefallen. Einen Rückschlag musste der Meister dann aber doch einstecken: Nach einem Foul von Rosenthal an Santana lief der Brasilianer nicht mehr rund und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden (71.). Doch auch ohne den 25-Jährigen brachte die Borussia den klaren Erfolg relativ mühelos über die Zeit.

Spieler des Spiels

Shinji Kagawa Mittelfeld

2
Spielnote

Hoher Unterhaltungswert, ordentliches Tempo und sehenswerte Tore - allerdings begünstigt durch defensives Fehlverhalten.

2,5
Tore und Karten

0:1 Lewandowski (7', Rechtsschuss, Kagawa)

1:1 Rosenthal (34', Rechtsschuss, Putsila)

1:2 Gündogan (44', Linksschuss, Blaszczykowski)

1:3 Großkreutz (59', Rechtsschuss, Lewandowski)

1:4 Lewandowski (70', Linksschuss, Großkreutz)

Freiburg

Baumann 3 - Schmid 5, Krmas 5, Ferati 5, Bastians 5 - Flum 4,5, Caligiuri 4 , Rosenthal 4 , Makiadi 5, Putsila 4 - Cissé 4,5

Dortmund

Weidenfeller 2,5 - Piszczek 3,5, Felipe Santana 4 , Hummels 3, Schmelzer 4 - Gündogan 2,5 , Kehl 3,5, Blaszczykowski 3, Kagawa 2, Großkreutz 3 - Lewandowski 2

Schiedsrichter-Team

Günter Perl Pullach

3,5
Spielinfo

Stadion

Badenova-Stadion

Zuschauer

24.000 (ausverkauft)

Die Freiburger verabschieden sich damit in die Winterpause und können sich nun in aller Ruhe auf das Sechs-Punkte-Spiel zum Auftakt der Rückrunde am Samstag, den 21. Januar 2012, gegen Augsburg vorbereiten. Die Dortmunder hingegen sind am kommenden Dienstag im Pokal-Achtelfinale in Düsseldorf gefordert. In der Bundesliga wird's für den BVB am Sonntag, den 22. Januar, in Hamburg wieder ernst.