Bundesliga 2011/12, 14. Spieltag
16:16 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Tasci
Stuttgart

16:36 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Gentner
für Kuzmanovic
Stuttgart

16:48 - 57. Spielminute

Tor 1:0
Hunt
Linksschuss
Vorbereitung Fritz
Bremen

16:47 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Gentner
Stuttgart

16:52 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Gebhart
für Okazaki
Stuttgart

16:52 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Cacau
für Pogrebnyak
Stuttgart

16:56 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Boulahrouz
Stuttgart

16:58 - 67. Spielminute

Tor 2:0
Naldo
Rechtsschuss
Bremen

17:05 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Wagner
für Rosenberg
Bremen

17:09 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Ekici
für Marin
Bremen

17:18 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Trinks
für Arnautovic
Bremen

17:20 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
A. Wolf
Bremen

17:21 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Kvist
Stuttgart

BRE

VFB

Werder gelingt die Wiedergutmachung - VfB wird kalt erwischt

Naldos Strahl bringt die Vorentscheidung

Bremens Naldo gegen Pogrebnyak (re.)

Hoch das Bein: Bremens Naldo gegen Pogrebnyak (re.). Getty Images

Bremens Trainer Thomas Schaaf stellte seine Startelf nach der desolaten 0:5-Klatsche in Gladbach gleich auf vier Positionen um: Naldo kehrte nach auskurierter Bronchitis ins Abwehrzentrum zurück und verwies Prödl auf die Bank. Schmitz ersetzte den Gelb-Rot-gesperrten Sokratis, Ignjovski rückte auf die rechte Seite der Viererkette. In der Offensivabteilung fanden sich Marin und Rosenberg wieder, die für Ekici (Bank) und Pizarro (Knieverletzung) kamen.

Stuttgarts Coach Bruno Labbadia hingegen tauschte nach dem 2:1-Sieg gegen Augsburg dreimal: Maza (nach Gelb-Rot-Sperre), Kuzmanovic und Okazaki verdrängten Niedermeier, Traoré und Cacau. Labbadia kehrte somit zu seinem gewohnten 4-2-3-1-System zurück und gab Pogrebnyak im Sturmzentrum den Vorzug vor Kapitän Cacau.

Der 14. Spieltag

Beide Mannschaften hatten gehörigen Respekt voreinander, was von Beginn an bemerkbar war. Sowohl die Bremer als auch die Stuttgarter waren um eine stabile Deckung bemüht und attackierten den jeweiligen ballführenden Gegenspieler stets mit zwei oder gar drei Mann. Daraus resultierte ein Spiel, in dem es nur sehr wenige Räume gab und es folglich auch kaum zu nennenswerten Torraumszenen kam. Insgesamt wirkte der VfB etwas engagierter. Die Schwaben taten zunächst mehr fürs Spiel, konnten sich dabei allerdings lange Zeit nicht entscheidend durchsetzen.

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen aber die Werderaner das Kommando und erspielten sich durch Rosenberg (15.), Arnautovic (23., 26.) und Schmitz (27.) erstklassige Torchancen. Die Schwaben konnten sich jedoch auf ihren Keeper Ulreich verlassen, der mit teils extrem starken Paraden seinen Kasten sauber hielt. Werder war inzwischen klar am Drücker. Die Gastgeber kombinierten flott und direkt, nur im Abschluss haperte es eben. Auf der anderen Seite agierte der VfB viel zu passiv. Bezeichnend: Die Schwaben hatten bis dahin noch keine echte Torchance gehabt. Das änderte sich kurz vor dem Pausenpfiff, als Wiese - jeweils nach einer Ecke - gleich zweimal eingreifen musste. Der 29-Jährige parierte zuerst gegen Hajnal (40.) und kurz darauf gegen Tasci (41.) und sorgte damit für den 0:0-Halbzeitstand.

Werder schlägt bei Stuttgarts Sturm- und Drangphase eiskalt zu

Die Stuttgarter Boulahrouz (li.) und Kvist im Duell mit Marin (re.).

Fokussiert: Die Stuttgarter Boulahrouz (li.) und Kvist im Duell mit Marin (re.). Getty Images

Labbadia reagierte zum Seitenwechsel und brachte mit Gentner einen frischen Mann im Mittelfeld, Kuzmanovic blieb draußen. Auch wenn der Ex-Wolfsburger nicht sonderlich in Erscheinung trat, so wurde der VfB nun besser. Die Anfangsminuten der zweiten Hälfte gehörten ohne Zweifel den Schwaben, die durch Harnik in Führung hätten gehen müssen. Der Österreicher bewies bei Molinaros toller Flanke allerdings ein ganz schlechtes Timing beim Kopfball und vergab (52.).

Mitten in der Sturm- und Drangphase der Schwaben fiel aber der Treffer der Bremer: Fritz lief im Mittelfeld an drei Stuttgartern vorbei und bediente dann Hunt. Dieser tankte sich mit etwas Glück an Boulahrouz vorbei und schob das Leder anschließend aus kurzer Distanz in die Maschen (57.). Labbadia reagierte umgehend und brachte mit Gebhart und Cacau frische Offensivleute. Das nächste Tor erzielten jedoch erneut die Gastgeber: Naldo hämmerte einen Freistoß mit über 100 Stundenkilometer aus 16 Metern in den rechten Winkel (67.).

Die Bremer hatten nun alles in der eigenen Hand, sahen sich dabei aber einem Gegner gegenüber, der nicht aufsteckte. Stuttgart bewies Moral und drängte noch einmal auf den Anschluss. Es kam zu einer rasanten Schlussphase, in der sowohl Boulahrouz (76.) als auch auf der Gegenseite der eingewechselte Wagner (81.) sowie Gentner (82.) beste Kopfballchancen ungenutzt ließen. Folglich blieb es beim letztlich nicht unverdienten Sieg der Hanseaten.

Spieler des Spiels

Naldo Abwehr

1,5
Spielnote

Temporeich, eine gute Unterhaltung.

2
Tore und Karten

1:0 Hunt (57', Linksschuss, Fritz)

2:0 Naldo (67', indirekter Freistoß, Rechtsschuss)

Bremen

Wiese 2,5 - Ignjovski 3, A. Wolf 2,5 , Naldo 1,5 , Schmitz 3,5 - Bargfrede 3, Fritz 2,5, Hunt 1,5 , Marin 4 - Arnautovic 3 , Rosenberg 5

Stuttgart

Ulreich 2 - Boulahrouz 5 , Tasci 3 , Maza 4, Molinaro 3,5 - Kvist 3,5 , Kuzmanovic 4 , Harnik 4, Hajnal 4, Okazaki 4,5 - Pogrebnyak 5

Schiedsrichter-Team

Thorsten Kinhöfer Herne

2
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

40.800

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag wieder gefordert: Bremen im Nord-Süd-Klassiker beim FC Bayern München, Stuttgart zuhause gegen den 1. FC Köln.