Bundesliga 2011/12, 13. Spieltag
15:39 - 10. Spielminute

Spielerwechsel
Makiadi
für Rosenthal
Freiburg

15:49 - 20. Spielminute

Tor 0:1
Ramos
Rechtsschuss
Vorbereitung Raffael
Hertha

16:16 - 45. + 1 Spielminute

Tor 0:2
Niemeyer
Rechtsschuss
Vorbereitung Ramos
Hertha

16:40 - 53. Spielminute

Spielerwechsel
Reisinger
für Ferati
Freiburg

16:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Lustenberger
für Lasogga
Hertha

16:48 - 61. Spielminute

Tor 1:2
Reisinger
Rechtsschuss
Vorbereitung Flum
Freiburg

16:56 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Raffael
Hertha

17:03 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Makiadi
Freiburg

17:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Cissé
Freiburg

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Dembelé
für Makiadi
Freiburg

17:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Ottl
Hertha

17:07 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Ebert
Hertha

17:16 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Kobiashvili
Hertha

17:22 - 90. + 5 Spielminute

Tor 2:2
Reisinger
Rechtsschuss
Vorbereitung Krmas
Freiburg

17:19 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Kraft
Hertha

17:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Janker
für Ebert
Hertha

SCF

BSC

Krimi im Breisgau

Joker Reisinger rettet einen Punkt

Viel Diskussionsstoff: Schiedsrichter Wingenbach und Freiburgs Coach Marcus Sorg.

Viel Diskussionsstoff: Schiedsrichter Wingenbach und Freiburgs Coach Marcus Sorg. picture-alliance

Der SC Freiburg konnte sich mit einem 2:1-Sieg in Nürnberg am vergangenen Spieltag vom letzten Tabellenplatz lösen. Diesen Aufwärtstrend wollten die Breisgauer gegen den Aufsteiger aus Berlin fortsetzen. Dafür nahm Coach Marcus Sorg drei Veränderungen in seiner Startformation vor: In der Abwehr kamen Ferati und Butscher für Hinkel und Barth zum Einsatz. Im Mittelfeld übernahm Schmid den Platz von Makiadi. Bei den Gästen aus Berlin nahm Trainer Markus Babbel nach der 1:2-Niederlage gegen M'gladbach am zwölften Spieltag zwei Änderungen bei seiner Anfangs-Elf vor: In der Abwehr kam Hubnik für Franz und im Mittelfeld Ebert für Rukavytsya zum Zug.

Es dauerte einige Minuten, bis die Partie in Schwung kam. Beide Teams versuchten zunächst Linie ins Spiel zu bringen. Dabei wurde die Hertha zuerst fündig. Mit viel Ruhe trugen die Gäste aus einer stabilen Defensive heraus ihre Angriffe nach vorne.

Der 13. Spieltag

Anders die Gastgeber: Gegen die Hertha-Abwehr krankte das Spiel der Breisgauer oft an Ideenlosigkeit. Bereits an der Mittellinie war mit den Angriffsbemühungen der Sorg-Elf nicht mehr viel Staat zu machen. Einzig Hertha-Keeper Kraft sorgte zwei Mal für ein Raunen im Stadion. Zunächst trat der Torwart an einen Hubnik-Rückpass vorbei (14.), dann verlor er den Ball im Strafraum an Cissé (18.). In beiden Fällen war das Glück aber mit dem Hertha-Torsteher.

Die bessere Spielanlage der Gäste schlug sich in der 20. Minute jedoch auf der Anzeigetafel nieder. Raffael bediente Ramos aus dem Mittelfeld heraus mit einem perfekten Steilpass in die Schnittstelle der SCF-Viererkette. Der Kolumbianer fackelte nicht lange und schoss von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck ein.

Die Gäste versuchten nachzulegen, gaben dabei ihre stabile Defensive aber keineswegs auf. Gelegentliche Torchancen ließ die Babbel-Elf in der 24. Minute (Mijatovic) und 37. Minute (Lasogga) aus. Da die Heimelf aber nur wenig Torgefahr versprühte, ein 17-Meter-Schuss von Putsila in der 28. Minute zwang Kraft zu seiner einzigen Parade, spielten die Berliner die erste Hälfte konzentriert zu Ende.

Erst kurz vor der Pause wurde es hektisch im Hertha-Strafraum. Cissé versuchte sich gegen Hubnik durchzusetzen und kam dabei zu Fall. Schiedsrichter Wingenbachs Pfeife blieb stumm. Eine enge Entscheidung und ärgerlich für die Sorg-Elf, die praktisch im Gegenzug das 0:2 kassierte.

Mijatovic beförderte einen Ebert Freistoß per Bogenlampe hoch in den Strafraum. Dort köpfte Ramos den Ball sofort Richtung Tor, wo Flum gerade noch retten konnte. Gegen den Nachschuss von Niemeyer waren dann aber alle versammelten Freiburger machtlos (45.+1.).

Mit mehr Druck als noch im ersten Durchgang kamen die Hausherren aus der Kabine und auch gleich zu Möglichkeiten. Zunächst verhinderte Kraft im Hertha-Tor mit einer Glanzparade gegen einen Cissé-Kopfball größeren Flurschaden (50.).

Danach hatte die Hertha gleich zwei Mal die große Möglichkeit, den Sack frühzeitig zu zu machen. Ramos köpfte eine Ebert-Ecke in der 52. Minute aber deutlich am Tor vorbei. In der 55. Minute riskierte Baumann im SCF-Tor Kopf und Kragen, um mit einer Glanztat gegen den frei vor ihm aufgetauchten Ramos zu retten.

Der Einsatz des Freiburger Torstehers sollte sich wenige Minuten auf der Gegenseite auszahlen. Der eingewechselte Reisinger ließ zwei Berliner Verteidiger ins Leere laufen und versenkte den Ball aus 17 Metern unhaltbar ins linke untere Eck (61.).

Dieser Treffer markierte das Ende der Berliner Souveränität. Plötzlich begann die Hertha-Abwehr zu schwimmen und der Sportclub legte in der Vorwärtsbewegung zu. Immer wieder rollten die Angriffe auf das Tor von Kraft. Allerdings reichten die Anstrengungen der Breisgauer zunächst nur zu zwei Chancen für Cissé, die aber jeweils zu Recht wegen Abseitsstellung abgepfiffen wurden.

In der 80. Minute schienen sich die Freiburger aber die Belohnung für den Sturmlauf in der zweiten Hälfte abholen zu können. Butscher verlängerte eine Bastians-Flanke an den zweiten Pfosten, wo Reisinger den Ball ins Tor köpfte. Zunächst verlief danach alles in geregelten Bahnen. Freiburg jubelte, Berlin haderte, bis Schiedsrichter Wingenbach für einen Tumult im Stadion sorgte. Als sich alles schon Richtung Anstoß-Kreis bewegte, rief er die Beteiligten zurück zum Strafraum der Hertha. Nach langen Diskussionen entschied er auf Wiederholung des vorangegangenen Eckstoßes, da er offenbar den Ball noch nicht freigegeben hatte.

Nach wütenden Protesten setzten die Freiburger ihre Aufholjagd unverdrossen weiter fort und drängten die Hertha zurück. Die Berliner ihrerseits vergaben allerdings in Person von Ramos mehrfach die Chance, das Spiel vor dem Schlusspfiff zu entscheiden. Bei mehreren Konterchancen scheiterte der Kolumbianer an Baumann oder am eigenen Unvermögen.

Es kam für die Gäste wie es kommen musste. In einer dramatische Schlussphase mit fünfminütiger Nachspielzeit brachten die Babbel-Schützlinge die Führung nicht über die Zeit. In allerletzter Sekunde verlängerten Dembelè und Krmas eine Cissé-Flanke zum zweiten Pfosten. Dadurch sprang Torwart Kraft ins Leere und Reisinger konnte freistehend praktisch mit dem Schlusspfiff das 2:2 erzielen.

Am kommenden Samstag(15.30 Uhr) tritt Freiburg in Hoffenheim an, während die Hertha zur gleichen Zeit gegen Leverkusen spielt.