Bundesliga 2011/12, 12. Spieltag
15:51 - 18. Spielminute

Tor 1:0
Ramos
Rechtsschuss
Vorbereitung Raffael
Hertha

16:06 - 33. Spielminute

Tor 1:1
Reus
Linksschuss
Vorbereitung Herrmann
Gladbach

16:12 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Herrmann
Gladbach

16:19 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Gladbach

16:46 - 55. Spielminute

Tor 1:2
Reus
Rechtsschuss
Vorbereitung Arango
Gladbach

16:57 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Ebert
für Rukavytsya
Hertha

17:03 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Torun
für Lasogga
Hertha

17:13 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
M. Zimmermann
für Herrmann
Gladbach

17:13 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Ben-Hatira
für Ottl
Hertha

17:16 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Bobadilla
für M. Hanke
Gladbach

17:24 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Marx
für Reus
Gladbach

BSC

BMG

Hertha verspielt Führung

Auch Berlin sieht doppelt: Reus trifft wie er will

Duell der Außenverteidiger: Gladbachs Daems zieht ab, Herthas Lell wirft sich in den Schuss.

Duell der Außenverteidiger: Gladbachs Daems zieht ab, Herthas Lell wirft sich in den Schuss. picture-alliance

Hertha-Coach Markus Babbel verzichtete nach dem 3:2-Sieg in Wolfsburg auf Änderungen in seiner Startelf.

Auch Gladbachs Trainer Lucien Favre nahm bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Hannover keine Wechsel vor.

Mit viel Elan startete die Hertha in die Heimpartie und dominierte die ersten Minuten mit einem Plus an Ballbesitz und variablem Aufbauspiel, während vom VfL Borussia zunächst bis auf allerdings sehr konzentrierte Abwehrarbeit wenig zu sehen war. Andeutungsweise strahlte zumindest die „Alte Dame“ Torgefahr aus, so als Lasogga knapp verpasste (3.) und Raffael einen Freistoß direkt auf das Tor zirkelte (10.). Besser sah das dann nach 18 Minuten aus. Raffael spielte den Ball flach in die Gasse, düpierte so Dante und setzte Ramos perfekt ein. Der verwandelte aus der rechten Strafraumhälfte recht humorlos zum 1:0.

Auch im Anschluss hatten die Berliner alles im Griff, wirkten ideenreicher und spritziger als eine erstaunlich passive Gladbacher Elf, die Hertha-Keeper Kraft eine halbe Stunde lang kaum ernsthaft zu prüfen vermochte. Die Babbel-Elf hatte augenscheinlich alles gut im Griff, dann trugen die Gäste einen ersten konzentrierten Angriff vor, fanden die Schnittstellen in der gegnerischen Abwehr und Herrmann legte perfekt für Reus in den Lauf. Der Nationalspieler entwischte Gegenspieler Franz und schoss rechts unten zum Ausgleich ein (33.).

Der 12. Spieltag

Dabei blieb es dann auch bis zum Pausenpfiff, da keine der beiden Seiten sich nunmehr einen nennenswerten Vorteil erspielen konnte. Nur durch übermäßige Härte fielen noch Franz gegen Reus und Dante gegen Ottl auf. Lediglich der Gladbacher sah dafür auch den Gelben Karton.

Ohne personelle Wechsel nahmen die Mannschaften das Spiel dann wieder auf. Geändert hatte sich freilich die Einstellung der Gäste, die jetzt endgültig aus ihrer Lethargie erwachten. Hertha reagierte jetzt nunmehr und Gladbach suchte die Führung. Herrmann schoss noch knapp drüber (48.), dann verpasste Arango aus bester Position (55.), hatte aber das Glück, dass Reus den Abpraller postwendend zurückbeförderte und in die Maschen drosch. Jetzt führte Gladbach, jetzt war Hertha gefordert.

Doch das Spiel machte weiter nur der Gast. Zwar stellte Babbel nun seine Offensive neu auf, setzte Joker Ebert auf den rechten Flügel. Die nächste Großchance lag wieder bei den Gladbachern. Herrmann war rechts entwischt, legte auf Neustädter ab und der verzog nur haarscharf (69.). Auf der Gegenseite sorgte Raffael dann per Einzelaktion mit einem Lattenkracher für Furore (72.). Es war der Weckruf, die Berliner bäumten sich jetzt auf und stemmten sich gegen die drohende Pleite. Ramos' Schuss war aber bei ter Stegen gut aufgehoben (77.).

Das 1:0 für die Hertha: Ramos hat abgezogen, ter Stegen ist geschlagen.

Das 1:0 für die Hertha: Ramos hat abgezogen, ter Stegen ist geschlagen. Getty Images

Doch in der Schlussphase behielt der VfL Borussia kühlen Kopf in der Defensive, spielte aber Kontergelegenheiten - die Hertha machte immer weiter auf - nur ungenügend aus. Reus (82.) und Bobadilla (89.) hätten das Ergebnis auch noch höher ausfallen lassen können. Da Ramos in der Nachspielzeit auch die letzte Chance für die Hauptstädter vertändelte, blieb es dann beim knappen Auswärtserfolg der Favre-Elf.

Nach der Länderspielpause geht es für beide Teams mit einem Spiel am Samstagnachmittag weiter. Am 19. November spielt die Hertha auswärts in Freiburg vor, während Gladbach Werder Bremen empfängt.