Bundesliga 2011/12, 11. Spieltag
15:57 - 27. Spielminute

Tor 0:1
Raffael
Rechtsschuss
Vorbereitung Lasogga
Hertha

16:01 - 31. Spielminute

Tor 1:1
Mandzukic
Rechtsschuss
Vorbereitung Dejagah
Wolfsburg

16:06 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
Benaglio
Wolfsburg

16:08 - 37. Spielminute

Tor 1:2
Kobiashvili
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Lasogga
Hertha

16:08 - 38. Spielminute

Spielerwechsel
Burchert
für Kraft
Hertha

16:09 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Lasogga
Hertha

16:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Hitzlsperger
für Josué
Wolfsburg

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Lakic
für Ochs
Wolfsburg

16:52 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Hasebe
Wolfsburg

17:06 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Koo
für Hleb
Wolfsburg

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Mandzukic
Wolfsburg

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Lustenberger
für Rukavytsya
Hertha

17:11 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Franz
Hertha

17:12 - 84. Spielminute

Tor 2:2
M. Schäfer
Linksschuss
Wolfsburg

17:14 - 85. Spielminute

Tor 2:3
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung Ramos
Hertha

17:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Janker
für Lasogga
Hertha

WOB

BSC

Hertha setzt sich in Richtung Tabellen-Mittelfeld ab

Lasogga trifft mitten im "Wölfe"-Jubel

Das war knapp: Hertha-Keeper Burchert kratzt einen von Lell abgefälschten Ball von der Linie.

Das war knapp: Hertha-Keeper Burchert kratzt einen von Lell abgefälschten Ball von der Linie. picture-alliance

Wolfsburgs Trainer Felix Magath stellte seine Startelf im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Hamburg in der Vorwoche nur auf einer Position um. Im Mittelfeld musste Koo auf der Bank Platz nehemen. Dafür feierte Bundesliga-Rückkehrer Hleb seine VfL-Premiere. Dagegen ließ Hertha-Coach Markus Babbel kräftig rotieren. Im Vergleich zum 3:0-Sieg in Essen unter der Woche im DFB-Pokal wechselte er gleich auf acht Positionen. Gegenüber dem 0:0 gegen Mainz am vergangenen Bundesliga-Spieltag waren immerhin vier neue Gesichter zu erkennen. Hubnik, Lustenberger, Ebert und Ben-Hatira wurden durch Franz, Niemeyer, Rukavytsya und Lasogga ersetzt.

Die Gäste begannen defensiv und standen tief in der eigenen Hälfte. Dies wollten die Magath-Schützlinge sofort nutzen und hatten in der Anfangsphase zwei gute Chancen durch Träsch (5. und 7.). Bei beiden Schüssen des VfL-Kapitäns war Hertha-Keeper Kraft auf dem Posten.

Nach zehn Spielminuten kamen die Gäste besser ins Spiel und ließen weniger Druck der "Wölfe" zu. Mit einem Konter durch Raffael in der 17. Minuten kam die Hertha auch zu ihrer ersten Möglichkeit, doch der Brasilianer scheiterte an Benaglio im VfL-Tor.

Der 11. Spieltag

Danach war wieder Wolfsburg am Zug. Schäfer hämmerte in der 25. Minute einen Freistoß von der Strafraumgrenze Richtung Hertha-Tor. Raffael fälschte in der Mauer noch leicht ab, was den Ball endgültig unhaltbar machte. Die Latte rettete allerdings für Kraft im Hertha-Tor.

Das Spiel nahm nach dieser Szene immer mehr Fahrt auf. Beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier und auch Tore sollten sich auf beiden Seiten schnell ergeben.

Den Anfang machten die Gäste mit einem perfekten Konter über die linke Seite. Lasogga schickte Raffael mit einem Steilpass los. Der Brasilianer überlief die gesamte Wolfsburger Defensive und ließ schließlich Benaglio mit einem Schlenzer in die rechte obere Ecke keine Chance (27.).

Die Heimelf zeigte sich mitnichten geschockt. Sofort nach dem Hertha-Treffer intensivierte die Magath-Elf ihr Offensiv-Spiel. Ochs (30.) und Träsch (31.) scheiterten zunächst noch am glänzend aufgelegten Kraft, doch Mandzukic und Dejagah machten es in der 32. Minute besser. Mit einem Doppelpass spielten sie die Hertha-Abwehr inklusive Torwart aus, so dass Mandzukic alleine vor dem leeren Tor nur noch den Fuß hinhalten musste, um den Ausgkleich zu erzielen.

Auch die Hertha steckte den Gegentreffer schnell weg und hätte bereits in der 33. Minute die erneute Führung erzielt, wenn nicht Schiedsrichter Hartmann eine Abseitsposition abgepfiffen hätte. Kurze Zeit später war die erneute Hertha-Führung allerdings real. Kobiashvili verwandelte einen Strafstoß (Benaglio an Lasogga) in der 37. Minute trocken unter die Latte.

Das Spiel beruhigte sich bis zum Pausenpfiff nicht. Auf beiden Seiten boten sich Chancen nachzulegen. Lell hatte für die Hertha noch einen Pfostentreffer zu verzeichnen (42.) und Berlins Ersatztorwart Burchert - Kraft hatte sich verletzt und musste in der 38. Minute ausgetauscht werden - kratzte in der Nachspielzeit einen, von Lell abgefälschten, Thoelke-Kopfball von der Linie (45.+2.).

Den zweiten Durchgang begannen beide Teams ruhiger und gemächlicher. Nach fünf Minuten Eingewöhnungsphase nahm die Partie erneut wieder Tempo auf. In der 51. Minute forderten die Wolfsburger vehement Strafstoß, als Rukavytsya Ochs im Strafraum hart bedrängt hatte. Die Pfeife von Schiedsrichter Hartmann blieb aber stumm.

Die größeren Chancen auf einen weiteren Treffer hatten danach die Gäste. Nach einem versuchten Befreiungsschlag, den Kyrgiakos in die Beine von Träsch geschossen hatte, kam Rukavytsya an den Ball und scheiterte freistehend an Benaglio (57.). Niemeyer beförderte in der 65. Minute einen Distanzschuss knapp am Tor vorbei und erneut Rukavytsya kam in der 69. Minute wieder nicht am VfL-Keeper vorbei.

Dagegen wirkten die Versuche der Magath-Elf eher statisch, wenn auch nicht ungefährlich. Immer wieder wurde mit Flanken Mandzukic gesucht. Dieser tauchte zwar auch desöfteren gefährlich vor dem Tor von Burchert auf, brachte die Kugel aber nicht im Netz unter (59. und 66.).

Der passende Showdown für dieses abwechslungsreiche Spiel ließ nicht lange auf sich warten. Die Wolfsburger kamen in der 83. Minute mit einem Paukenschlag zum Ausgleich. Der eingewechselte Koo tippte einen Freistoß durch die Beine von Dejagah zu Schäfer. Der hatte Anlauf genommen und versenkte die Kugel mit einem fulminanten Flachschuss im rechten unteren Eck zum 2:2.

Der Wolfsburger Jubel währte aber keine 100 Sekunden. Mit dem ersten Angriff nach dem Ausgleichstreffer gelang den Gästen die erneute Führung. Begünstigt wurde der Treffer durch einen Schnitzer von Kyrgiakos. Der Grieche trat bei einer Ramos-Flanke über den Ball, so dass der dahinter postierte Lasogga wenig Mühe hatte, zur erneuten Führung für die Hertha einzuschieben (85.).

Die "Wölfe" warfen danach noch einmal alles nach vorne, eine gut sortierte und konzentriert verteidigende Hertha-Abwehr ließ aber nur noch eine Möglichkeit zu, die Lakic in der 90. vergab. Damit konnte sich der Aufsteiger einen weiteren wichtigen Auswärtsdreier für den Klassenerhalt sichern.

Wolfsburg muss am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim Meister in Dortmund antreten. Ebenfalls am kommenden Samstag (15.30 Uhr) empfängt die Hertha Borussia Mönchengladbach.