Bundesliga 2011/12, 8. Spieltag
15:53 - 23. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Werner
für de Jong
Augsburg

15:58 - 28. Spielminute

Gelbe Karte
Baier
Augsburg

16:01 - 30. Spielminute

Tor 1:0
Lewandowski
Rechtsschuss
Vorbereitung Blaszczykowski
Dortmund

16:15 - 44. Spielminute

Tor 2:0
Lewandowski
Rechtsschuss
Dortmund

16:36 - 48. Spielminute

Foulelfmeter
Sankoh
verschossen
Augsburg

16:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
S. Bender
Dortmund

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Barrios
für Blaszczykowski
Dortmund

16:55 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
A. da Silva
für Gündogan
Dortmund

16:58 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Langkamp
für Baier
Augsburg

16:59 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
M. Götze
Dortmund

17:02 - 75. Spielminute

Tor 3:0
M. Götze
Rechtsschuss
Vorbereitung Lewandowski
Dortmund

17:05 - 78. Spielminute

Tor 4:0
Lewandowski
Kopfball
Vorbereitung M. Götze
Dortmund

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Großkreutz
für M. Götze
Dortmund

17:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Hosogai
Augsburg

17:10 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Augsburg)
Reinhardt
für Hosogai
Augsburg

BVB

FCA

BVB bestreitet erfolgreiches Jubiläum - FCA bleibt sieglos

Lewandowski schießt sich den Frust von der Seele

Augsburgs Mölders gegen Hummels und Bender (re.)

Unruheherd: Anfangs sorgte Augsburgs Mölders bei Hummels und Bender (re.) noch für Betriebsamkeit. Getty Images

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ließ nach der bitteren 0:3-Niederlage in der Champions League bei Olympique Marseille rotieren. In der Viererkette verteidigten Felipe Santana und Löwe anstelle von Subotic und Schmelzer (Faserriss). Neben Bender erhielt Gündogan als zweiter "Sechser" den Vorzug vor Kehl. Auf den Flügeln tummelten sich Blaszczykowski und Perisic, Kagawa und Großkreutz mussten dafür auf die Bank.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay beließ es dagegen bei einem Wechsel. Im Gegensatz zum 0:0 gegen Hannover spielte Callsen-Bracker für Rafael. Das hatte aber zur Folge, dass der Aufsteiger defensiver ausgerichtet war.

Rasch kristallisierte sich die taktische Grundausrichtung beider Mannschaften heraus. Augsburg war darauf bedacht, das Spiel klein und die Räume eng zu machen. Dies gelang den Gästen dann auch zu Beginn. Dortmund war auf Spielkontrolle aus und kam folglich auch zu mehr Ballbesitz. In der Defensive wirkte der BVB allerdings nicht ganz sattelfest, was sich bereits nach sechs Minuten zeigte, als Mölders' Direktabnahme nur knapp drüber ging.

Der 8. Spieltag

Danach waren jedoch die Westfalen dran, die über Gündogan (10.) und Hummels (11.) erste Glanzpunkte setzten. Zwei westfälische Fehler eröffneten dann aber auf der Gegenseite die bis dahin beste Chance: Zuerst kam Weidenfeller völlig überstürzt aus dem eigenen Kasten, dann köpfte Hummels viel zu kurz nach vorne. Brinkmann fackelte nicht lange und lupfte das Leder aus 18 Metern in Richtung leeres Tor. Nur dank Felipe Santana, der den Ball artistisch vor der Linie wegköpfte, gerieten die Dortmunder nicht in Rückstand (12.).

Der BVB war bemüht, fand aber zunächst einen Weg durch den gegnerischen Abwehrverbund. In der 18. und in der 27. Minute übte Lewandowski noch für das, was nach einer halben Stunde kommen sollte: Hosogais schlechtes Abwehrverhalten eröffnete die dicke Möglichkeit für den Polen, der den Ball mit links annahm und per Drehschuss aus spitzem Winkel sehenswert vollendete. Das Tor war ein Wirkungstreffer für den FCA, der in der Folge kaum noch für Entlastung sorgen konnte und mittlerweile auch ohne den verletzten de Jong auskommen musste, und kurz vor der Pause sogar nach das 0:2 kassierte: Nach Freistoßflanke von links landete Sankohs missratener Klärungsversuch genau beim frei stehenden Lewandowski, der sich am Elfmeterpunkt das Eck aussuchen durfte und rechts unten einnetzte (44.).

Sankoh begräbt Augsburgs Hoffnungen - BVB zeigt sich abgezockt

Lewandowski

Führte den BVB zum Sieg: Lewandowski. Getty Images

Direkt nach dem Seitenwechsel keimte bei den Gästen neue Hoffnung auf. Felipe Santanas schlampiger Pass brachte die Hintermannschaft der Borussia in arge Bedrängnis. Gündogan wollte klären, schlug jedoch über den Ball und traf dann Gegenspieler Werner. Schiedsrichter Babak Rafati gab den klaren Elfmeter. Sankoh trat an, scheiterte aber mit seinem zu unpräzisen Versuch an Weidenfeller (48.). Aus dem Anschlusstreffer wurde also nichts - und die Hoffnung des FCA war flöten.

Ohne sonderlich viel zu investieren kontrollierten die Westfalen in der Folge das Geschehen auf dem Rasen, auch weil bei den Fuggerstädtern keine Gegenwehr mehr zu erkennen war. Es passierte also nicht viel. Götzes sehenswerter Versuch nach 62 Minuten, den Jentzsch ebenso sehenswert parierte, stellte eine dankbare Ausnahme dar.

Es folgte die Zeit der Wechsel: Bei den Gastgebern kamen Barrios und da Silva, beim FCA Abwehrmann Langkamp. Frischen Wind brachten aber auch diese Maßnahmen zunächst nicht, die Begegnung plätscherte nun ereignislos vor sich hin. Erst eine Viertelstunde vor Schluss machte der Meister wieder ernst und legte gleich nach: Götze wurde wunderbar von Lewandowski bedient und bedankte sich, indem er gekonnt aus zwölf Metern auf 3:0 erhöhte. Damit nicht genug, denn nur drei Minuten später passte Götze bei einem Freistoß auf Lewandowski, der aus fünf Metern per Kopf den 4:0-Endstand markierte.

Spieler des Spiels

Robert Lewandowski Sturm

1
Spielnote

Selten mitreißende, sehr einseitige Partie.

4
Tore und Karten

1:0 Lewandowski (30', Rechtsschuss, Blaszczykowski)

2:0 Lewandowski (44', Rechtsschuss)

3:0 M. Götze (75', Rechtsschuss, Lewandowski)

4:0 Lewandowski (78', Kopfball, M. Götze)

Dortmund

Weidenfeller 2,5 - Piszczek 3, Felipe Santana 3, Hummels 3, C. Löwe 3,5 - S. Bender 2,5 , Gündogan 5 , Blaszczykowski 4 , M. Götze 1,5 , Perisic 4 - Lewandowski 1

Augsburg

Jentzsch 3 - Callsen-Bracker 4, Möhrle 5, Sankoh 6, de Jong - Hosogai 6 , Brinkmann 4,5, Baier 4 , Davids 4, Bellinghausen 5 - Mölders 4,5

Schiedsrichter-Team

Babak Rafati Hannover

5
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

80.720 (ausverkauft)

Aufgrund der Länderspielpause geht die Bundesliga erst am Freitag, den 14. Oktober, weiter. Die Dortmunder Borussia reist dann nach Bremen zum Duell mit Werder, Tags darauf sind die Fuggerstädter in Mainz gefordert.