2. Bundesliga 2011/12, 20. Spieltag
18:07 - 5. Spielminute

Tor 1:0
R. Koch
Rechtsschuss
Vorbereitung Bregerie
Dresden

18:23 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Dedic
Dresden

18:34 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Gueye
Dresden

18:34 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Kleine
Fürth

19:12 - 53. Spielminute

Tor 2:0
Poté
Rechtsschuss
Vorbereitung R. Koch
Dresden

19:16 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Sararer
für Pekovic
Fürth

19:17 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Schmidtgal
Fürth

19:20 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Pektürk
für Schröck
Fürth

19:21 - 63. Spielminute

Tor 2:1
Sararer
Rechtsschuss
Vorbereitung Prib
Fürth

19:32 - 73. Spielminute

Tor 3:1
Dedic
Rechtsschuss
Dresden

19:34 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Nehrig
Fürth

19:35 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Schahin
für Nöthe
Fürth

19:38 - 79. Spielminute

Handelfmeter
Nehrig
verschossen
Fürth

19:41 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Fiel
für Papadopoulos
Dresden

19:43 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Fort
für Poté
Dresden

19:46 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Walch
für Trojan
Dresden

SGD

FUE

Dynamo überwindet die beste Abwehr der Liga dreimal

Kochs Traumtor eröffnet Dresdner Gala-Abend

Bernd Nehrig & Robert Koch

Traumtor: Dresdens Robert Koch (re.) erzielt den ersten Zweitligatreffer im Jahr 2012. picture alliance

Dynamo-Trainer Ralf Loose (49) verlängerte seinen Vertrag, genauso wie der Sportliche Leiter Steffen Menze (43), um jeweils zwei Jahre bis 2014. In der Winterpause schlug Dresden zweimal auf dem Transfermarkt zu: Sowohl der österreichische Mittelfeldspieler Clemens Walch (24, 1. FC Kaiserslautern) als auch der serbische Innenverteidiger Vudjadin Savic (21, FC Girondins Bordeaux) wurden ausgeliehen. In der Startelf stand keiner von beiden. Walch nahm auf der Bank Platz, Savic (Bänderdehnung im Knöchel) fehlte verletzt.

Fürth angelte sich mit Gerald Asamoah (33, vereinslos, zuletzt St. Pauli) einen ehemaligen Nationalspieler. Der Stürmer (43 A-Länderspiele für Deutschland) musste zunächst aber auf der Bank Platz nehmen. Gleiches galt für den angeschlagenen Flügelflitzer Sararer (gebrochene Hand), der normalerweise zum Stammpersonal gehört.

Bregerie - Koch - Tor!

Der mit viel Selbstvertrauen angereiste Tabellenzweite aus Fürth nahm das Heft vom Anpfiff weg in die Hand und kombinierte schnell nach vorne. Dresden stand aber kompakt und zeigte sich aggressiv in den Zweikämpfen. Mit der ersten Torchance ging Dynamo in Führung: Innenverteidiger Bregerie schlug einen langen Ball nach vorne. Koch enteilte Bewacher Nehrig und überlupfte den aufgerückten Torwart Grün mit einem Direktschuss aus 20 Metern (5.).

Dieses Traumtor spielte den Hausherren in die Karten: Dresden zog sich in die eigene Hälfte zurück und operierte fortan mit langen Laufpässen auf die schnellen Koch und Dedic. Die Franken machten zwar das Spiel, fanden aber kaum ein Durchkommen. Pribs 17-Meter-Schuss, der knapp am Gehäuse vorbeistrich, war die einzige nennenswerte Chance für die Kleeblättler bis dahin (14.).

Kleine jubelt nur kurz

So suchten die Sachsen selbst den Weg nach vorne und sorgten immer wieder für Gefahr über die beiden Flügel. Schmidtgal (22.) und Mavraj (23.) klärten jeweils in höchster Not. Auf der anderen Seite brauchte es einen Standard, um wieder in Strafraumnähe zu kommen: Schmidtgal zirkelte den Ball nach innen, wo Kleine per Kopf traf (26.). Doch das Leder hatte die Torauslinie bereits überschritten.

Bis zum Pausenpfiff zeichnete sich immer wieder das gleiche Bild ab: Fürth hatte zwar mehr Ballbesitz, jedoch entschieden die Dresdner die meisten Zweikämpfe für sich, zeigten die nötige Härte in den Duellen und spulten mehr Kilometer ab. So war die Halbzeitführung hochverdient.

Poté bestraft Fehler gnadenlos

Der 20. Spieltag

Auch im zweiten Durchgang überzeugten die Hausherren durch taktische Disziplin, hohes Laufpensum und robuste Zweikampfführung. Das schmeckte den Fürthern überhaupt nicht und so blieben fränkische Torchancen zunächst aus. Erst nach einer Schröck-Flanke wurde es richtig gefährlich: Nöthe nahm diese freistehend, sechs Meter vor dem Tor per Kopf ab und verfehlte sein Ziel (52.).

Die Strafe folgte sofort: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Nehrig schaltete Dynamo blitzschnell um. Über Koch gelangte die Kugel zu Poté, der aus acht Metern einschieben konnte (53.). SpVgg-Coach Mike Büskens musste reagieren und brachte mit Sararer (57.) und Pektürk (61.) zwei frische, schnelle Flügelspieler. Das belebte das Angriffsspiel der Gäste ungemein.

So kam die SpVgg schnell zum Anschlusstreffer: Sararer rutschte eine Flanke vom Fuß. Diese entwickelte sich zu einem Torschuss, welcher im Winkel einschlug (63.). In der Folge waren die Fürther wie ausgewechselt und spielten frech nach vorne. Als die Franken wieder Oberwasser hatten, folgte der nächste Nackenschlag: Dedic startete kurz nach der Mittellinie durch, übersprintete Kleine und zog ab. Grün konnte erst parieren, war beim Nachschuss dann aber chancenlos (73.). Schon zum dritten Mal ließ sich die zuvor noch beste Abwehr der zweiten Liga viel zu leicht aushebeln.

Nehrig verschießt Handelfmeter

Doch für die Gäste sollte es noch dicker kommen: Zwar bekamen die Franken einen Handelfmeter zugesprochen (78.), diesen konnte Nehrig aber nicht verwandeln und scheiterte an einer Parade von Hesl (79.). Das kam einer Vorentscheidung gleich: Die Kleeblättler konnten sich davon nicht mehr erholen, Dynamo spielte das 3:1 sicher nach Hause.

Dynamo tritt am Samstag in einer Woche (13 Uhr) bei Union Berlin an. Die SpVgg muss erst am Sonntag (13.30 Uhr) ran und spielt im Aufstiegs-Duell vor heimischem Publikum gegen den SC Paderborn.

Dynamo Dresden - SpVgg Greuther Fürth

Gelb-schwarze Feierei: Torschütze Zlatko Dedic (li.) führt Dynamos Jubeltraube an. picture alliance