2. Bundesliga 2011/12, 10. Spieltag
13:50 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Schmidtgal
Linksschuss
Fürth

14:01 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Steffen Haas
Karlsruhe

14:05 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Iashvili
Karlsruhe

14:09 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
G. Krebs
Karlsruhe

14:10 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Schmidtgal
Fürth

14:14 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Kleine
Fürth

14:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Klaus
für Sararer
Fürth

14:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Schröck
Fürth

14:57 - 69. Spielminute

Tor 1:1
G. Krebs
Rechtsschuss
Vorbereitung Bo. Müller
Karlsruhe

14:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Pektürk
für Schröck
Fürth

15:02 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Klaus
Fürth

15:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Schahin
für Nöthe
Fürth

15:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
P. Groß
für A. Fink
Karlsruhe

15:11 - 84. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Karaslavov
Fürth

15:13 - 85. Spielminute

Tor 2:1
Aquaro
Kopfball
Vorbereitung Bo. Müller
Karlsruhe

15:19 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Hoheneder
für Iashvili
Karlsruhe

15:20 - 90. + 2 Spielminute

Tor 2:2
Mavraj
Linksschuss
Vorbereitung Schahin
Fürth

15:19 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Pekovic
Fürth

KSC

FUE

Turbulentes Remis im Wildpark - Fürth erneut Tabellenführer

Mavraj verdirbt Aquaros Glücksmoment

Dennis Kempe (Karlsruher SC)

Nicht nur diese Szene hatte es in sich: KSC-Innenverteidiger Dennis Kempe visiert das Gästegehäuse per Fallrückzieher an. picture alliance

Karlsruhes Trainer Rainer Scharinger wartete im Vergleich zum 1:1 bei Hansa Rostock mit drei Änderungen in seiner Anfangsformation auf: Haas und Krebs verdrängten Cuntz und Milchraum auf die Bank. Fink stürmte anstelle des gesperrten Lavric (5. Gelbe Karte).

SpVgg-Coach Mike Büskens tauschte nach dem 2:0-Heimerfolg gegen den TSV 1860 München derweil zweimal Personal. Karaslavov verteidigte für den gelbgesperrten Nehrig rechts in der Viererkette. Geis kam in der laufenden Saison für den angeschlagenen Fürstner (Knieblessur) erstmals von Beginn an zum Zug.

Keine 180 Sekunden waren im Wildpark absolviert, da verpassten die vom Anpfiff weg forsch nach vorne drängenden Hausherren die Führung denkbar knapp: Nach Mavrajs Stellungsfehler drang Bogdan Müller von halbrechts in den Strafraum ein und zog ab. Der Ball sauste an den linken Pfosten (2.). Die Fürther präsentierten sich im Abwehrverbund zunächst unsortiert und im Vorwärtsgang zu verhalten. Die Hausherren hingegen spielten weiter couragiert nach vorne. Der aufgerückte Kempe probierte es per Fallrückzieher, Buckley visierte per Freistoß das rechte Kreuzeck an und bereitete SpVgg-Schlussmann Grün damit Kopfzerbrechen (7., 9.).

Nach knapp einer Viertelstunde fanden die Franken jedoch besseren Zugriff auf die intensiv geführte Partie und meldeten sich selbst erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Kasten zu Wort: Ein kerniger Schuss von Nöthe rauschte nur knapp am rechten Winkel vorbei (13.). Sechs Minuten später gingen die nun auch defensiv stabileren Gäste durch eine spektakuläre Einzelaktion in Front: Schmidtgal schnappte sich an der Mittellinie das Leder, trieb es energisch und ballgewandt durch eine Vielzahl von Gegnern hindurch und vollendete mit einem platzierten Linksschuss ins rechte Eck.

Die Spielvereinigung war nun präsenter in den Zweikämpfen und störte die Scharinger-Truppe früher auf ihrem Weg nach vorne. Der KSC hingegen antwortete in einer zusehends hitzigeren Partie auf den Rückstand mit nun teils ruppiger Zweikampfführung. Die "Kleeblätter" machten sich die rauhe Gangart im Anschluss ebenfalls zu eigen. Fünf Gelbe Karten in der ersten Hälfte, für KSC-Kapitän Iashvili war es die fünfte, dienen als Nachweis. Die Fouls und Spielunterbrechungen hemmten den Spielfluss, sodass Torchancen hüben wie drüben nun Mangelware waren. Den Badenern mangelte es zudem an Präzision und Kreativität in der Offensive, sodass einzig ein Fink-Freistoß noch einmal Gefahr für das Fürther Gehäuse bedeutete (40.).

Der 10. Spieltag

Wie in Durchgang eins starteten die Gastgeber leidenschaftlich in die zweite Hälfte. Ein Müller-Schuss wurde von Kleine geblockt und so zur Ecke abgelenkt. Bei dieser machte SpVgg-Keeper Grün, der danebengriff, keine gute Figur. Nach einer weiteren Ecke bereinigten seine Vorderleute die Situation. Nach erneut schwungvollem Karlsruher Beginn verflachte die Partie. Der KSC war feldüberlegen, agierte aber zu unpräzise und uninspiriert. Die Franken begegneten der Scharinger-Truppe in einer Konterstellung, allerdings nun ohne jeglichen Elan nach vorne.

Ab der 68. Minute nahm die Partie dann Fahrt auf, verantwortlich dafür war der KSC. Der agile Müller scheiterte in einer kuriosen Szene erst erneut am Querbalken, die Kugel prallte zurück vor die Füße der Offensivkraft, Kleine lenkte Müllers vielversprechenden Nachschuss ab. Keine 60 Sekunden später folgte der Ausgleich: Lechner brachte das Leder von rechts flach an die Strafraumgrenze. Im Zentrum legte Müller zurück auf Krebs geklärt, der per trockenem Schuss das 2:2 bewerkstelligte.

Der KSC wollte nun den Sieg und drängte vehement nach vorne: Unmittelbar nachdem Karaslavov mit "Gelb-Rot" vom Feld musste (84.), schien es, als ob Aquaro die Karlsruher Negativserie beenden würde. Der freistehende Müller legte nach einem Freistoß mit dem Kopf zum aufgerückten Abwehrmann, der die Kugel ebenfalls mit dem Kopf aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Doch die Fürther antworteten noch einmal in der Nachspielzeit: Mavraj beförderte das Spielgerät über den Umweg Unterkante der Latte und Buckleys Hinterkopf zum 2:2-Endstand in die Maschen (90. +2).

Nach der Länderspielpause tritt der KSC samstags (13.00 Uhr) bei Union Berlin an, Greuther Fürth empfängt tags darauf (13.30 Uhr) Erzgebirge Aue.