2. Bundesliga 2011/12, 8. Spieltag
13:18 - 18. Spielminute

Tor 1:0
Kruppke
Linksschuss
Braunschweig

13:21 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Kessel
Braunschweig

13:38 - 38. Spielminute

Tor 2:0
Boland
Rechtsschuss
Vorbereitung Kruppke
Braunschweig

13:43 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Kruppke
Braunschweig

13:42 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
C. Müller
Cottbus

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Bittencourt
für Fenin
Cottbus

14:15 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Steffen
für Al. Ludwig
Cottbus

14:21 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Zimmermann
für D. Vrancic
Braunschweig

14:29 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
R. Korte
für Kruppke
Braunschweig

14:31 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Ziebig
für C. Müller
Cottbus

14:33 - 76. Spielminute

Tor 2:1
Bittencourt
Rechtsschuss
Vorbereitung Banovic
Cottbus

14:34 - 77. Spielminute

Tor 3:1
Kumbela
Kopfball
Vorbereitung Zimmermann
Braunschweig

14:35 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Banovic
Cottbus

14:37 - 80. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Kumbela
Braunschweig

14:38 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Bittencourt
Cottbus

14:41 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Schorch
Cottbus

14:43 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Reinhardt
für Boland
Braunschweig

BRA

FCE

"Löwen"-Serie hält an - FCE verliert erstmals gegen die Eintracht

Boland auf Kruppke, Kruppke auf Boland

Henn, Kruppke und Kumbela (v.li.)

"Löwen"-Freude: Henn, Kruppke und Kumbela (v.li.) jubeln über das 1:0. picture alliance

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht vertraute derselben Startelf wie schon beim 0:0 in Rostock. Cottbus' Trainer Claus-Dieter Wollitz hingegen wechselte im Vergleich zum 3:3-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt auf einer Position: Auf der linken Seite erhielt Ludwig den Vorzug vor Adlung.

Energie Cottbus war sich im Vorfeld um die Konterstärke der "Löwen" bewusst und war von Beginn an darauf bedacht, gegnerische Konter zu unterbinden. Das Mittel: Tief stehen, die Eintracht kommen lassen und selbst auf schnelle Gegenstöße lauern. Das Konzept wäre nach fünf Minuten auch fast aufgegangen, allerdings schoss Fenin knapp drüber. Damit hatte es sich aber auch schon mit gelungenen Offensivaktionen der Lausitzer. Die Eintracht ergriff die Initiative, zeigte sich vor allem im Mittelfeld extrem gut geordnet und war die gefälligere Mannschaft. Den Braunschweigern fehlte es zunächst aber an Präzision beim finalen Pass, sodass eine Ecke vonnöten war, damit es für Kirschbaum erstmals gefährlich wurde. Pfitzners 16-Meter-Schuss raste jedoch knapp links vorbei (11.).

Der 8. Spieltag

Nach 18 Minuten setzte Boland allerdings ein dickes Ausrufezeichen. Der 24-Jährige dribbelte sich gegen Schorch und Müller durch, zog in den Sechzehner und passte dann von der Grundlinie nach hinten. Hünemeier wollte noch klären, fälschte aber nur zu Kruppke ab, der aus kurzer Distanz zur verdienten Führung einschob. Die Niedersachsen hatten sich für ihren engagierten Auftritt belohnt und hätten kurz darauf fast das 2:0 gemacht, als Reichels missglückte Flanke nur knapp am rechten Pfosten vorbei strich (23.).

Energie war zum Handeln genötigt, nur fehlten die Mittel, um sich gegen die gut verschiebenden Braunschweiger durchzusetzen. Bis auf einen Fernschuss von Ludwig, der in der 34. Minuten drüber ging, und vier harmlose Ecken brachten die Cottbuser nichts zustande. Ganz anders die Eintracht, die noch vor der Pause einen Konter perfekt abschloss: Kumbela schickte Kruppke auf die Reise, der die Übersicht behielt und im Sechzehner von links nach rechts zu Boland passte. Dieser schob das Leder ins leere Tor zum 2:0 (38.). Dass die Niedersachsen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause gingen, hatten sie allerdings ihrem Schlussmann Davari zu verdanken, der in der Nachspielzeit nach einer Ecke mit einem tollen Reflex gegen Hünemeier seinen Kasten sauber hielt (45.+1).

Kumbelas Antwort auf Bittencourt dauert gerade mal 15 Sekunden

Theuerkauf, Boland, Pfitzner, Correia und Reichel (v.li.).

Die Party geht weiter: Theuerkauf, Boland, Pfitzner, Correia und Reichel (v.li.). picture alliance

Pele Wollitz reagierte auf die leblose Vorstellung seiner Mannschaft und brachte zum Seitenwechsel Bittencourt für Fenin. Es half nichts, denn Cottbus entwickelte auch in den zweiten 45 Minuten kaum Durchschlagskraft. Die Gastgeber blieben demnach die gefälligere Mannschaft und sorgten über Kumbela (54., 59., 64.) weiter für Aufregung im gegnerischen Sechzehner. Der eingewechselte Zimmermann hatte zudem großes Pech, als sein Freistoß nur an den linken Pfosten knallte (68.).

Auch wenn die Cottbuser nicht aufgaben und es weiter versuchten, war an diesem Nachmittag für den FCE nichts zu machen. Bezeichnend: Als Bittencourt in der 76. Minute die Gäste mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern auf 1:2 heranbrachte, dauerte es gerade einmal 15 Sekunden, ehe die "Löwen" zurückschlugen: Zimmermann flankte mit Auge von rechts in den Fünfer zu Kumbela, der per Flugkopfball den alten Abstand wieder herstellte. In seiner überschwänglichen Freude zog der Deutsch-Kongolese beim Jubel das Trikot aus und sah dafür Gelb. Wie sich zeigte, war das bitter, denn nur drei Minuten später folgte die nächste Verwarnung und damit der Platzverweis für Kumbela. Energie schöpfte nochmal Hoffnung und bäumte sich in den Schlussminuten auf, kam aber weiterhin nicht entscheidend zum Abschluss und musste sich letztlich mit der verdienten Niederlage abfinden.

Energie Cottbus ist am kommenden Spieltag erneut samstags gefordert, dann geht es zur Fortuna nach Düsseldorf. Die Braunschweiger Eintracht muss bereits am Freitag zuvor beim FSV Frankfurt antreten.