DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2011/12, 1. Runde
20:31 - 1. Spielminute

Tor 1:0
Wegkamp
Rechtsschuss
Vorbereitung Gardawski
Osnabrück

20:41 - 11. Spielminute

Tor 1:1
Lauth
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Volland
TSV 1860

20:42 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Malura
TSV 1860

21:04 - 34. Spielminute

Tor 2:1
Mauersberger
Kopfball
Vorbereitung Kampl
Osnabrück

21:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Rukavina
für Malura
TSV 1860

21:35 - 47. Spielminute

Tor 2:2
Volland
Linksschuss
Vorbereitung Aigner
TSV 1860

21:48 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Kampl
Osnabrück

21:52 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Volland
TSV 1860

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Bierofka
für Benjamin
TSV 1860

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
Porcello
für Gardawski
Osnabrück

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
Idabdelhay
für Wegkamp
Osnabrück

22:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
Neppe
für Riedel
Osnabrück

22:44 - 106. Spielminute

Spielerwechsel (TSV 1860)
Schäffler
für Halfar
TSV 1860

22:46 - 107. Spielminute

Tor 2:3
Lauth
Rechtsschuss
Vorbereitung Aigner
TSV 1860

22:48 - 109. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Mauersberger
Osnabrück

22:56 - 118. Spielminute

Gelbe Karte
Kiraly
TSV 1860

OSN

M60

Osnabrück zwingt 1860 in die Verlängerung

Volland und Lauth verhindern das Löwen-Aus

Kevin Volland (links) und Jan Mauersberger

Entscheidende Akteure: Kevin Volland (links) und Jan Mauersberger trafen jeweils. picture-alliance

Osnabrücks Trainer Uwe Fuchs nahm gegenüber dem 1:0 Sieg zum Drittliga-Auftakt in Darmstadt eine Veränderung in der Startelf vor: Der neue Kapitän Costa durfte von Beginn an ran, obwohl er wegen eines im Training erlittenen Handbruchs nur mit einer Manschette auflaufen konnte. Porcello musste dafür seinen Platz räumen.

Löwen-Coach Reiner Maurer setzte nach dem 2:1 Sieg gegen den Karlsruher SC auf exakt die gleiche Startformation.

Eine Abtastphase gönnten sich die Akteure nicht, es ging mit Vollgas in einen packenden Pokalabend. Der Drittligist zeigte gleich in der Anfangsminute, dass er mitspielen wollte und konnte: Mit einem Antritt auf links riss Glockner die Gäste-Abwehr auf. Den Pass in den Rückraum schob Stahl ungelenk zurück in die Gefahrenzone, so dass Gardawski per Querpass Wegkamp bedienen konnte. Der 18-jährige Stoßstürmer blieb cool und vollstreckte eiskalt (1.).

Nur langsam kamen die Löwen besser in die Partie, nutzten aber ihre erste gefährliche Torannäherung konsequent. Nach einem Ballgewinn an der Außenlinie wurde Volland schnell im Strafraum eingesetzt. Mauersberger wollte klären, brachte aber Volland zu Fall – Strafstoß! Lauth verwandelte sicher zum 1:1 (11.).

Der Treffer markierte den Auftakt zur besten Phase der Münchner im ersten Durchgang. Mehr als einige Ecken und ein geblockter Aigner-Schuss aus kurzer Distanz (13.) sprangen dabei allerdings nicht heraus. Osnabrück schüttelte den Schock des schnellen Ausgleichs ab und dominierte in der Folge vor allem auch spielerisch. Immer wieder kombinierte der VfL gut und kam zu gefährlichen Abschlüssen durch Kampl (23., 34.) und Hansen (29.), die Kiraly jeweils entschärfte.

DFB-Pokal

Machtlos war der Schlussmann aber in der 34. Minute: Kampl brachte eine Ecke hoch herein, Mauersberger hatte das beste Timing und machte mit einem platzierten Kopfball neben den langen Pfosten das 2:1 und sein Elfmeterfoul wieder wett.

Mit Rukavina für den Gelb-Rot-gefährdeten Malura kam 1860 aus der Kabine - und mit wesentlich mehr Schwung. Die Maurer-Schützlinge setzten den klassentieferen Gegner nun unter Druck und kamen zum schnellen Ausgleich: Volland setzte das Leder vom halblinken Strafraumrand platziert, aber nicht hart neben den kurzen Pfosten. VfL-Keeper Riemann sah dabei nicht gut aus (47.).

Nach rund einer Stunde kämpften sich die Hausherren wieder zurück in die Partie und gestalteten sie annähernd ausgeglichen. Die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die Sechziger: Lauth schoss zunächst Riedel an und jagte später die Kugel weit drüber (70., 89.), Aigner köpfte genau auf Riemann (79.). Der entscheidende Schlag gelang aber keinem Team, so dass es in die Verlängerung ging.

Benjamin Lauth

Matchwinner und Pokal-Lebensversicherung: Löwen-Kapitän Benjamin Lauth. picture-alliance

In der Extra-Zeit stellten die Oberbayern das klar frischere Team. Unaufgeregt warteten die Löwen auf ihre Chancen – und die sollten sich bieten. In der ersten Hälfte der Verlängerung zielte Lauth noch zu ungenau (96.), nach gut 106 Minuten machte es der Löwen-Kapitän besser: Eine flache Hereingabe von Aigner lenkte er am kurzen Pfosten mit dem langen Bein zum 3:2 unter die Latte.

Die Osnabrücker mobilisierten die letzten Kräfte, kamen aber zu keinen klaren Einschussmöglichkeiten mehr. So musste das Fuchs-Team das Feld als Verlierer verlassen, konnten dies aber erhobenen Hauptes tun.

Tore und Karten

1:0 Wegkamp (1', Rechtsschuss, Gardawski)

1:1 Lauth (11', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Volland)

2:1 Mauersberger (34', Kopfball, Kampl)

2:2 Volland (47', Linksschuss, Aigner)

2:3 Lauth (107', Rechtsschuss, Aigner)

Osnabrück

Riemann - Riedel , N. Fischer , Mauersberger , Salger - Costa , Hansen , Gardawski , Kampl , Glockner - Wegkamp

TSV 1860

Kiraly - Malura , Schindler , Bülow , Feick - Aigner , Benjamin , D. Stahl , Halfar - Lauth , Volland

Schiedsrichter-Team

Florian Steuer Menden

Spielinfo

Stadion

Osnatel-Arena

Zuschauer

11.000

Bereits am kommenden Dienstag geht es für den VfL Osnabrück in der dritten Liga weiter. Die Lila-Weißen empfangen Arminia Bielefeld zum Nachbarschaftsderby. 1860 München tritt nächste Woche Samstag bei Energie Cottbus an.