DFB-Pokal 2010/11, 2. Runde
Chemnitzer FC
Chemnitz
1
:
3
nach Verlängerung
1:3 (1:1 0:0)
VfB Stuttgart
Stuttgart
21:06 - 37. Spielminute

Spielerwechsel
Dobry
für Fröhlich
Chemnitz

21:14 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Schaschko
Chemnitz

21:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Bicakcic
für Niedermeier
Stuttgart

21:40 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Camoranesi
Stuttgart

21:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Boka
für Camoranesi
Stuttgart

21:59 - 72. Spielminute

Foulelfmeter
Marica
verschossen
Stuttgart

22:01 - 73. Spielminute

Tor 1:0
Förster
Rechtsschuss
Vorbereitung Dobry
Chemnitz

22:01 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Förster
Chemnitz

22:02 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Harnik
für Kuzmanovic
Stuttgart

22:04 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Garbuschewski
Chemnitz

22:06 - 79. Spielminute

Tor 1:1
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Bicakcic
Stuttgart

22:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Marica
Stuttgart

22:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Hampf
für Förster
Chemnitz

22:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Schlosser
für Schaschko
Chemnitz

22:29 - 95. Spielminute

Rote Karte
Richter
Chemnitz

22:42 - 106. Spielminute

Tor 1:2
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Molinaro
Stuttgart

22:54 - 118. Spielminute

Tor 1:3
Harnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Pogrebnyak
Stuttgart

CFC

VFB

Regionalligist Chemnitz vergibt zahlreiche Torchancen

VfB siegt dank Harniks Dreierpack

Benjamin Förster (l.), Serdar Tasci

Hatte lange Zeit viel Mühe mit dem CFC: Serdar Tasci (r.), hier gegen Benjamin Förster. picture-alliance

CFC-Trainer Gerd Schädlich wechselte nach der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel auf zwei Positionen. Für Schlosser und Dobry begannen Schaschko und Förster. Stuttgarts Coach Jens Keller stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen St. Pauli dreimal um. Für Boka begann Molinaro. Cacau (Knieprobleme) und Gentner (leichter Muskelfaserriss in der Hüfte) mussten passen. Marica und Camoranesi rutschten in die Startelf.

Nur in den ersten Minuten zeigte Chemnitz Respekt vor dem Europa-League-Teilnehmer. Einen ersten Distanzschuss von Gebhart hielt Pentke aber souverän (3.), auch gegen Marica, der aus spitzem Winkel frei vor dem CFC-Tor zum Abschluss kam parierte der Keeper sicher (4.). Danach bissen sich die Sachsen immer besser in die Partie.

DFB-Pokal

Nach einem Freistoß von der rechten Seite verpasste Chemnitz-Kapitän Richter am langen Pfosten nur knapp (12.). Es entwickelte sich fortan eine zerfahrene Partie. Die Schwaben waren um Spielkontrolle bemüht, kamen gegen die zweikampffreudigen Sachsen aber nur selten gefährlich in Tornähe. Erneut hatte Marica nach kleinem Solo (19.) und nach einer Camoranesi-Hereingabe (20.) zwei kleinere Gelegenheiten.

In der Schlussphase des ersten Abschnitts erspielte sich der VfB ein kleines Übergewicht. Doch es mangelte den Stuttgartern an zündenden Ideen im Kreativspiel, so dass ein echter Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften nicht zu sehen war. Pech dann für die Chemnitzer, als Fröhlich angeschlagen ausgewechselt werden musste (37.).

In der 42. Minute war der Ball plötzlich doch im CFC-Tor. Nach einem Kuzmanovic-Freistoß hatte der freistehende Gebhart im Fünfmeterraum locker eingeköpft. Doch Schiedsrichter Perl verweigerte dem Treffer aufgrund eines Schubsers von Marica gegen Trehkopf die Anerkennung. So ging es mit dem insgesamt durchaus leistungsgerechten Remis in die Partie.

Nach dem Seitenwechsel musste Jens Keller auf Niedermeier verzichten, der sich im ersten Durchgang eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Der 20-jährige Bicakcic (normalerweise Stuttgart II) kam in die Partie. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte Gebhart mit einem Freistoß, den Pentke gekonnt parierte (48.). Knapp zehn Minuten später hatte der CFC die bislang beste Chance der Partie. Ulreich rettete aber gegen Försters Kopfball gekonnt (59.).

Die erste gute Gelegenheit flößte den Sachsen sichtlich mehr Selbstvertrauen ein. Doch bei einem Konter hatte Marica die nächste große Tormöglichkeit, scheiterte jedoch allein vor Pentke am Chemnitzer Keeper (66.). Auf der Gegenseite kam der CFC durch einen Kopfball von Peßolat, der nur ganz knapp links am Tor vorbeiging, zu einer weiteren guten Gelegenheit (68.).

Wenige Minuten später die große Chance zur VfB-Führung für Marica: Ausgerechnet Schaschko, der zwischen 2000 und 2006 für Stuttgart spielte, ließ gegen Gebhart das Bein stehen, Referee Perl entschied zu Recht auf Strafstoß. Doch Marica scheiterte vom Elfmeterpunkt flach am linken Außenpfosten (72.). Die Strafe folge fast im direkten Gegenzug. Nachdem sich Dobry gut auf der rechten Seite durchsetzte und in die Mitte zurücklegte, schloss Förster in der Mitte mustergültig zur Führung für den Regionalligisten ab (73.)!

VfB-Trainer Keller wechselt Sieg ein

Martin Harnik (vorne), Philipp Pentke

Die Vorentscheidung: Harnik (vorne) schießt zum 2:1 für Stuttgart ein. picture-alliance

Drei Minuten später brachte der VfB Harnik für Camoranesi (76.). Ein Wechsel, der sich schnell lohnen sollte. Nach Vorlage des Profi-Debütanten Bicakcic vollendete der Österreicher im Strafraum wuchtig zum Ausgleich (79.). In der Folge drängten beide Teams auf den Sieg. Die Stuttgarter offenbarten dabei große Abwehrprobleme. Richter vergab nach einem Eckball freistehend im Fünfmeterraum die erneute Führung (82.).

Fünf Minuten später retteten Tasci und Ulreich gerade noch gemeinsam gegen Schaschko, der in halblinker Positon im VfB-Strafraum aufgetaucht war (87.). Auf der Gegenseite vergab Gebhart freistehend (89.). Kurz vor Ende der 90 Minuten zwang Garbuschweski Ulreich noch einmal nach schöner Einzelleistung zu einer Parade (90.+1).

Die vielleicht entscheidende Szene der Partie ereignete sich in der 95. Minute. Weil Richter sich im Zweikampf mit Pogrebnyak verschätzte, hielt der CFC-Kapitän den Russe auf seinem Weg zum Tor fest. Die Folge: Rot wegen Notbremse. Der fällige Freistoß von Boka vom Strafraumrand landete genau in den Armen von Pentke (96.).

Die numerische Überlegenheit gegen nun müde werdende Sachsen sollte sich in der zweiten Hälfte der Verlängerung bezahlt machen. In der 106. Minute setzte sich Harnik stark auf der linken Seite durch und vollendete aus halblinker Position in Klassemanier ins rechte Toreck. Chemnitz versuchte dann noch zum Ausgleich zu kommen, doch "Joker" Harnik krönte seinen starken Auftritt mit seinem dritten Treffer des Abends kurz vor dem Ende der Verlängerung zur endgültigen Entscheidung (118.).

In der Regionalliga Nord treten die Chemnitzer am Sonntag um 13.30 Uhr gegen den 1. FC Magdeburg an. Bereits am Samstag gastieren die Stuttgarter zum Bundesliga-Duell beim VfL-Wolfsburg (15.30 Uhr).