Bundesliga Analyse

Bundesliga 1995/96, 28. Spieltag

SPIELBERICHT

Beide Trainer besetzten ihr Team jeweils mit zwei neuen Leuten: Ottmar Hitzfeld brachte Reuter und Ricken für Tretschok und Sosa, Jörg Berger nominierte Müller und Kurz für Nemec und Büskens. Der bienenfleißige Eigenrauch wechselte auf die linke Seite, um Reuter abzuschirmen, rückte aber nach innen, als Dooley (der später ebenfalls die Segel streichen mußte und von Müller abgelöst wurde) kurz vor der Pause den Libero-Part übernahm.

Die Schalker verfügten zunächst über die bessere Spielanlage. Ihr konsequent praktiziertes Pressing erstickte die BVB-Angriffe meist schon im Keim, zwang Dortmund zu Rückpässen (und Fehlern). Im Mittelfeld, das bei Ballbesitz der Borussia durch Mulder (ließ sich ständig zurückfallen) noch verstärkt wurde, übte Schalke die Kontrolle aus. Was trotzdem durchkam, wurde in der stabilen Deckung sichere Beute von Kurz (schaltete Chapuisat aus) und Linke (meldete Ricken ab). Gegenattacken kamen in der zweiten Hälfte dann fast gänzlich zum Erliegen.

Was weniger ein Verdienst der Borussia war, die ohne Herz und Hingabe spielte, keinen Siegeswillen ausstrahlte und sich jeder Kreativität enthielt. Über weite Strecken herrschte spielerische Armut und Konzeptlosigkeit vor.

Dortmunds Defizite in der Offensive summierten sich zu permanenter Harmlosigkeit. Das Spiel zerfiel in Stückwerk. Von Berger kamen keine Impulse, von Zorc nur wenige, bei Reuter klemmte der Vorwärtsgang. Heinrich legte nach dem Wechsel einen Zahn zu.

Spieler des Spiels

Marco Kurz Abwehr

2
Spielnote

4,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Dortmund

Klos 3 - Kohler 2,5, Franck 4, Bo. Schmidt 3 - S. Reuter 4 , M. Zorc 4, S. Freund 2,5, P. Berger 5 , Heinrich 3,5 - Ricken 5 , Chapuisat 5

Schalke

Lehmann 3 - Kurz 2 , Thon 3 , Linke 3 - O. Held 2,5 , A. Müller 4, Látal 4,5, Dooley 4 , Eigenrauch 2,5 - Mulder 4 , Max 5

Schiedsrichter-Team

Hartmut Strampe Handorf

2,5
Spielinfo

Stadion

Westfalenstadion

Zuschauer

42.400 (ausverkauft)

Es berichten Thomas Hennecke und Günter Wiese