Bundesliga Analyse

Bundesliga 1995/96, 19. Spieltag

SPIELBERICHT

Rolf Fringer konnte mit seiner Wunschelf ins Spiel gehen. Werner Lorant vertraute der Anfangsformation vom 2:0 gegen St. Pauli. Münchens Trainer setzte im Defensivverhalten auf die klassische Variante: Brajkovic (gegen Elber), Hamann (Bobic) und Jeremies (Balakov) praktizierten hautnahe Manndeckung gegen das magische Dreieck - und die bissigen Löwen waren damit erfolgreicher als die Gastgeber.

Die deckten im Raum und ließen den Münchnern häufig zu viel davon. Während Jeremies VfB- Spielmacher Balakov mit zunehmender Zeit immer besser beherrschte, bekamen die Stuttgarter immer größere Probleme mit 1860-Regisseur Nowak. Foda attackierte den Techniker in der zentralen Position zumindest gelegentlich mit Erfolg, doch wenn der auf die Flügel auswich - und das tat er oft - herrschte dort "Münchner Freiheit". Und dies vor allem auf der rechten Stuttgarter Abwehrseite, wo die Abstimmung zwischen Haber und Berthold selten funktionierte. Da die VfB-Abwehr auch noch in der Mitte wackelte (Herzog patzte nach seinem Führungstreffer gleich zweimal), fielen die Schwaben auf die Nase.

Der VfB leistete sich viele Ballverluste. Bobic und Elber mußten sich oft die Bälle aus dem Mittelfeld holen, hatten dann Pech oder scheiterten am immer stärker werdenden Meier. Auf der Gegenseite war Libero Trares sehr offensiv, Winkler und Bodden beweglich.

Spieler des Spiels

Piotr Nowak Mittelfeld

1,5
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Herzog (5', Balakov)

1:1 B. Winkler (15', Trares)

1:2 Bodden (21', P. Nowak)

2:2 Bobic (31', Haber)

2:3 P. Nowak (74', B. Winkler)

Stuttgart

Marc Ziegler 3,5 - Berthold 4, Herzog 4,5 , Verlaat 3, Legat 3,5 - Haber 4 , Foda 4 , Balakov 4, Poschner 3,5 - Bobic 2,5 , Elber 3

TSV 1860

B. Meier 2,5 - Trares 2,5, Brajkovic 2,5, M. Hamann 3 - Rydlewicz 3,5 , Schwabl 4, P. Nowak 1,5 , Jeremies 2, Heldt 3 - B. Winkler 2,5 , Bodden 2,5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

2
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

25.000

Es berichten George Moissidis und Klaus Smentek