Bundesliga Analyse

Bundesliga 1995/96, 14. Spieltag

SPIELBERICHT

Beim in der Grundformation sehr offensiv ausgerichteten FC Bayern gehörten Helmer (Gelbsperre), Kreuzer und Papin nicht zur Anfangself. Matthäus gab einen reinen Ausputzer, Strunz rückte ins defensive Mittelfeld, Scholl spielte hängende linke Spitze. Beim SV Werder Bremen stand wieder Ramzy in der Viererkette. Dafür mußte Bestschastnich als überzähliger Ausländer weichen. Seinen Part im Sturm übernahm Basler.

Nach dem Führungstreffer wurde Bode ins Mittelfeld beordert, Wiedener tauschte den Platz mit Wolter. Hinten wurde eins gegen eins gespielt, je nach Situation schloß Eilts die Lücken. Folge dieser taktischen Maßnahme: Bremen bekam ein deutliches spielerisches Übergewicht im Mittelfeld, spielte offensiv nach vorn, allerdings ohne Effektivität im jämmerlichen Angriff. Auch Neubarths Einwechslung änderte nichts.

Die Münchner begannen dank schnellen und direkten Spiels druckvoll. Scholl hatte alle Freiheiten; Zickler, abgeschirmt von Hamann, rückte auf der rechten Seite immer wieder in die Spitze. Strunz und Sforza teilten sich in der Zentrale die Defensivarbeit, Ziege wurde vor allem nach der Pause immer weiter in die Verteidigerrolle zurückgedrängt. In der zweiten Hälfte fehlte beim FC Bayern der konstruktive Aufbau völlig.

Spielnote

4,5
Tore und Karten

1:0 Klinsmann (6', Ziege)

2:0 Zickler (86')

Bayern

Kahn 2 - Matthäus 3,5, Babbel 2,5 - Zickler 3 , Hamann 4, Strunz 4, Sforza 3 , A. Herzog 5 , Ziege 3 - Klinsmann 3 , Scholl 4

Bremen

Rost 2,5 - T. Wolter 4, Junior Baiano 3,5, Ramzy 4 , M. Bode 3 - Wiedener 4, Votava 3,5, Eilts 2,5, Cardoso 3 - Basler 4 , Hobsch 5

Schiedsrichter-Team

Hellmut Krug Gelsenkirchen

5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

63.000 (ausverkauft)

Es berichten Hubert Meyer und Karlheinz Wild