Bundesliga Analyse

Bundesliga 1995/96, 11. Spieltag

SPIELBERICHT

Babbel und Scholl rutschten bei den Bayern für Kreuzer und Zickler ins Team, Stuttgart begann unverändert.

Beide Trainer setzten auf Offensive und keine Sonderbewacher auf den gegnerischen Spielmacher an. Sforza beschränkte sich darauf, seine zentrale Position zu behaupten, Balakov entzog sich deshalb problemlos dessen Bewachung. Scholls Gegenspieler Bochtler löste sich oft zu spät aus der Vierer-Abwehrkette, versäumte es, den Münchner bereits im Mittelfeld zu attackieren. Die Regisseure nutzen die unverhofften Freiheiten und drückten dem attraktiven Spiel ihren Stempel auf.

München gewann letztlich, weil der Rekordmeister - trotz der drei Gegentore in acht Minuten - in der Defensive sattelfester war. Der Dreierblock mit dem starken Libero Strunz und den über weite Strecken souveränen Deckern Babbel und Helmer funktionierte unterm Strich effektiver als die brüchige VfB-Kette (vor allem über außen löchrig). Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor: Der unerfahrene und keinerlei Souveränität ausstrahlende Torhüter Ziegler.

Spielnote

1
Tore und Karten

1:0 Strunz (45', Scholl)

2:0 Zickler (49', Sforza)

3:0 Scholl (63', Foulelfmeter, Scholl)

3:1 A. Kruse (77', Elber)

3:2 Elber (79', Balakov)

3:3 Elber (84', A. Kruse)

4:3 Zickler (85', Sforza)

5:3 Scholl (90', Foulelfmeter, Kostadinov)

Bayern

Kahn 3,5 - Strunz 2 , Babbel 3, Helmer 2,5 - Hamann 3, Scholl 2 , Sforza 3, A. Herzog 5 , Ziege 3,5 - Papin 4 , Klinsmann 4,5

Stuttgart

Marc Ziegler 4,5 - Berthold 5 , Herzog 3,5, Verlaat 3,5, Bochtler 4,5 - Buck 4 , Foda 3 , Balakov 2,5, Poschner 4 - Elber 1 , Bobic 3

Schiedsrichter-Team

Hans-Jürgen Weber Essen

5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

63.000 (ausverkauft)

Es berichten Michael Pfeifer, George Moissidis, Klaus Smentek und Karlheinz Wild