Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Beide Trainer gaben beim Saisonkehraus ihren Reservetorhütern die Chance, ihr Können zu beweisen. Im Leverkusener Tor stand Vollborn für Heinen, Ernst löste Gospodarek ab. Für Kirsten (gesperrt) brachte Christoph Daum Rydlewicz, der mit Sergio im offensiven Mittelfeld hinter der einzigen Spitze Meijer agierte. Zé Elias saß auf der Bank, Heintze besetzte wieder die linke Außenbahn. Beim VfL mußte Klaus Toppmöller auf Verteidiger Waldoch (Länderspiel für Polen) und Donkov (gesperrt) verzichten. Dafür beorderte er Hutwelker in die Abwehr (er kümmerte sich um Rydlewicz), stellte Mamic gegen Sergio. In der Spitze übernahm Közle die Position von Donkov.

Wer bei frühlingshaften Temperaturen Sommerfußball erwartet hatte, wurde angenehm vom Gegenteil überrascht. Obwohl es für beide Teams um nichts als die Ehre ging, entwickelte sich ein flottes Spielchen, bei dem in den meisten Szenen Leverkusen das bessere Ende für sich hatte. Vom Anpfiff weg suchten die Bayer-Akteure den Weg nach vorne. Meijer, als Stoßstürmer vor dem Offensivduo Sergio/Rydlewicz, riß immer wieder Breschen in die Bochumer Abwehr, die die nachrückenden Angreifer geschickt nutzten. Einziges Manko in dieser Phase: Die fehlende Konsequenz im Abschluß, mit Ausnahme von Sergios Führungstor.

Bochum spielte munter mit, forderte die Leverkusener Defensivreihe aber so selten, daß Wörns und Ramelow aus der zweiten Reihe das Spiel aufziehen konnten, sich nicht nur auf Abwehrarbeit gegen Wosz und Co. beschränken mußten.

Bayer war vom Ehrgeiz beseelt, die blütenweiße Rückrunden-Heimbilanz nicht zu besudeln und zeigte den größeren Siegeswillen, der schließlich auch in Tore umgemünzt werden konnte. Wobei vor allen Dingen der Treffer von Ramelow die Fans aus dem Häuschen geraten ließ: Der Mittelfeldspieler leitete ein Zuspiel von Rydlewicz mit der Hacke ins Bochumer Tor.

Diese Glanzlichter fehlten beim VfL, der sich aber engagiert aus seiner erfolgreichsten Saison verabschiedete, dem aber unter der Woche merklich die Spannung abhanden gekommen war. Wirklich Gelegenheit zur Auszeichnung hatte nur Thomas Ernst, der dies (wie sein Gegenüber Vollborn auch) in einigen Situationen mit Bravour schaffte.

Der Rest war Eifer oder wurde durch die schwache Leistung der Schiedsrichter-Assistenten zurückgewunken. Vor allen Dingen der schnelle Peter Peschel wurde Opfer einiger zweifelhaften Abseitsentscheidungen, vergab zudem zwei hervorragende Gelegenheiten: Einmal schoß er freistehend vorbei, einmal hielt Vollborn glänzend.

Spieler des Spiels

Carsten Ramelow Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Paulo Sergio (9', N. Kovac)

2:0 Ramelow (51', Rydlewicz)

Leverkusen

Vollborn 2,5 - Nowotny 3, Wörns 2, Happe 3 - Ramelow 2 , Lehnhoff 3 , N. Kovac 3 , Heintze 2,5 , Rydlewicz 3,5, Paulo Sergio 3 - Meijer 3

Bochum

Th. Ernst 3 - Stickroth 2, Kracht 3 - Hutwelker 4, Mamic 4 , Peschel 3,5, Wosz 3, Reis 3, Schreiber 3 - Közle 4 , Michalke 4

Schiedsrichter-Team

Jürgen Jansen Essen

3
Spielinfo

Stadion

Ulrich-Haberland-Stadion

Zuschauer

22.000 (ausverkauft)

Es berichten Frank Lußem und Manfred Ewald