Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Personal: Dortmunds Trainer Michael Skibbe entschied sich nach dem Unentschieden in Schalke für zwei neue Spieler: Stevic (Sperre abgelaufen) und Chapuisat ersetzten Hengen und Barbarez. Otto Rehhagel brachte gegenüber dem Sieg in Bremen Koch, der für den verletzten Samir in die Bresche sprang. Schäfer, zuletzt als Manndecker beschäftigt, rutschte vor die Abwehr, Schjönberg orientierte sich statt seiner in die Innenverteidigung.

Taktik: Im Gegensatz zu Ramzy, der seinen Liberopart konservativ interpretierte und sich meist hinter den mit fester Zuordnung spielenden Koch (gegen Chapuisat) und Schjönberg (gegen Herrlich) aufhielt, verließ Reuter seine Grundposition häufig, um mit großem läuferischem Aufwand und langen Bällen Dortmunds Angriffe anzuschieben. Möller, der seltener als sonst im Abschlußbereich auftauchte, kurbelte aus der Tiefe an, Nerlinger (glänzte mit einigen schönen Pässen) und Dédé entwickelten im linken Mittelfeld Druck. Bei Kaiserslautern sollte Schäfer den Aktionsradius von Möller beschneiden, der von Stevic beschattete Sforza in zentraler Rolle das Spiel lenken und vor allem Buck (rechts) über Außen einen Keil in Borussias Defensiv- Abteilung treiben.

Spielverlauf: Dortmund übte 35 Minuten eine erdrückende Dominanz aus, die durch gleichermaßen beherzten wie kreativen Fußball entstand. Erfrischend auf der linken Seite Dédé, der Buck in der eigenen Hälfte festnagelte. Einziges Manko beim BVB blieb die unzureichende Umsetzung dieser Überlegenheit in noch mehr hochkarätige Möglichkeiten. Die Gäste, die keine Anstalten machten, selbst Initiative zu zeigen (viel zu passiv: Sforza), wirkten wie hypnotisiert. Ohne Power und Biß blieben sie fast alles schuldig - bis Otto Rehhagel mit der Einwechslung des spiel- und laufstarken Riedl die Lebensgeister der Pfälzer wieder weckte. Fortan attackierten sie aggressiver und früher; in der Schlußviertelstunde, als der Trainer den Libero auflöste, sogar mit drei Spitzen. Den Platzherren, die nach Wiederbeginn jede Souveränität im Aufbau verloren (Möller baute kräftemäßig rapide ab, Stevic leistete sich zu viele Fehler) und bei Ballbesitz nicht mehr energisch nachrückten, flatterten die Nerven. Rösler und Marschall versäumten es, daraus Kapital zu schlagen.

Fazit: Aufregendes Spiel mit allen Höhen und Tiefen. Nach starker erster Hälfte fuhr Dortmund einen Zittersieg ein. Kaiserslautern legte zu spät den Vorwärtsgang ein.

Spieler des Spiels

Jens Lehmann Tor

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Chapuisat (11', Linksschuss, Möller)

Dortmund

Lehmann 2 - K. Baumann 3 , S. Reuter 2 , Nijhuis 3,5 - Stevic 4,5, C. Nerlinger 3, Dede 2,5 , Ricken 4,5, Möller 4 - Herrlich 3,5 , Chapuisat 3

K'lautern

Reinke 2,5 - Ramzy 4 , H. Koch 4, Schjønberg 3,5 - O. Schäfer 5 , Mar. Wagner 3 , Ratinho 4,5 , Buck 4, Sforza 5 - Marschall 3, U. Rösler 3,5

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

3
Spielinfo

Stadion

Westfalenstadion

Zuschauer

68.600 (ausverkauft)

Es berichten Oliver Bitter und Thomas Hennecke