Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 26. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Personal: Bei den Bremern fiel Skripnik aus. Für ihn kam Wojtala ins Team. Außerdem wurde Wiedener durch Frings ersetzt. Beim HSV spielte Grammozis für den verletzten Kirjakow, Spörl vertrat den gesperrten Gravesen. Hollerbach rückte wieder für Jepsen ins Team und Ernst für Babatz.

Taktik: Felix Magath baute gegenüber dem Freiburg-Spiel sein Team um. Da die Hamburger mit drei Spitzen angriffen, ließ er Trares hinter einer Dreierkette (Wojtala, Benken, Wicky) als Libero agieren. Davor spielten ebenfalls drei Mann. Bode (links) und Dabrowski (rechts) wurden von Eilts (zentral) dirigiert, wenn es darum ging, sich zu verschieben. Herzog, als Impulsgeber hinter den Spitzen, sollte Bogdanovic und Frings in Szene setzen oder selbst die Initiative ergreifen und mit in die Spitze gehen. 3-3-1-2 - ein System der kontrollierten Offensive.

Die Hamburger setzen seit dem Freiburg-Spiel auf das Offensivsystem mit drei Spitzen und einer Längsachse, an der sich die Mittelfeldspieler auf den Außenbahnen orientieren. Diesmal übernahm wieder Ernst den Part des vorgeschobenen Mannes, Spörl den des Fixpunktes hinter den Spitzen.

Spielverlauf: Der Hamburger SV, der spielerisch reifer wirkte, überzeugte in der ersten Halbzeit durch Spiel- und Ballkontrolle. Die Dreier-Abwehrkette mit Hoogma als Chef stand gut, im Mittelfeld wurde viel Laufbereitschaft gezeigt und auch das Zweikampfverhalten ließ zunächst nichts zu wünschen übrig. Allerdings waren die Hamburger in der Vorwärtsbewegung zu harmlos. Dies lag einerseits daran, daß die Bremer im Defensivverhalten sehr sicher auftraten, andererseits an der Ideenlosigkeit. Spörl bemühte sich zwar, Akzente zu setzen, man merkte dem Routinier aber die fehlende Spielpraxis deutlich an.

Die Bremer, die verhalten begannen, erwarben sich ihre Sicherheit durch diszipliniertes und engagiertes Spiel. Bemerkenswert, daß es kaum einmal einen Befreiungsschlag gab, sondern stets versucht wurde, konstruktiv auf Offensivspiel umzuschalten. Mit der zunehmenden Sicherheit traten die Weser-Hanseaten mutiger auf. Trares schaltete sich nach der Pause mehr ins Aufbauspiel ein und zog zusammen mit dem immer stärker agierenden Herzog ein Powerplay auf. Die Hamburger, die sich nur noch auf Defensivarbeit beschränkten, wurden von den Bremern eingeschnürt. Doch in dieser Phase wurde einmal mehr das große Handicap der Magath-Schützlinge deutlich. Im Angriff sind die Bremer trotz großen Einsatzes zu harmlos.

Fazit: Werder Bremen hätte aufgrund der zweiten Halbzeit gewinnen müssen.

Spieler des Spiels

Sven Benken Abwehr

1
Spielnote

4
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Bremen

Rost 3 - Trares 3 , Wojtala 4,5, Benken 1, Wicky 3,5 - Dabrowski 4, Eilts 2,5, M. Bode , A. Herzog 2 - Bogdanovic 3, Frings 3

HSV

Butt 2 - Panadic 2,5, Hoogma 3, Hertzsch 4 - F. Ernst 4, M. Groth 3, Hollerbach 4 , Spörl 4,5 - Grammozis 5 , Dembinski 5, Yeboah 5,5

Schiedsrichter-Team

Jörg Keßler Höhenkirchen

3
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

34.486

Es berichten Hans-Günter Klemm und Hubert Meyer