Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 25. Spieltag

SPIELBERICHT

Personal: Duisburg Trainer Friedhelm Funkel nahm nur eine Änderung vor: Für den verletzten Neun kam Bugera in die Mannschaft. Frank Pagelsdorf brachte für Ernst (Gelb-Rot- Sperre) und Hollerbach (Gelb- Sperre) Babatz und Jepsen. Babatz spielte auf der rechten Seite, von wo Groth nach innen rückte. Jepsen übernahm die linke Außenbahn.

Taktik: Weil Hamburg wie gegen Freiburg (2:1) mit drei Spitzen antrat, verstärkte Duisburg seine Abwehrformation. Rechs schirmte Hajto (gegen Dembinski) ab, zentral übernahm Wohlert die Beschattung von Yeboah, links deckte Osthoff (gegen Kirjakow). Beide Außenverteidiger schalteten bei Ballbesitz sofort in den Vorwärtsgang. Osthoff und Bugera ließen Babatz wie einen Statisten stehen, Hajto drängte in die Mitte, um dort seine Schußqualitäten auszuspielen. Duisburgs Dominanz verstärkten Ballverteiler Töfting und Wolters, der Jepsen auf der rechten Außenbahn fast nach Belieben überlief. Hamburgs Abwehr-Trio, das Beierle (später Diallo) und Spies im Raum bekämpfte, geriet unter Druck, weil das Mittelfeld weder auf den Seiten noch in seinem Kernbereich (Groth, Gravesen) den Defensiv-Verpflichtungen in ausreichender Form nachkam.

Spielverlauf: Duisburg legte los wie die Feuerwehr. Von der ersten Minute an hellwach, angriffslustig und zweikampfstark mit hohem Tempo, rasantem Flügelspiel und direkten Pässen in die Spitze. Hamburg wirkte wie chloroformiert, spielte körperlos und halbherzig. Allein der verschwenderische Umgang, den die "Zebras" mit weiteren Großchancen pflegten (Spies, Bugera, Beierle, Hajto), ersparte dem HSV eine Katastrophe. Statt dessen kippte die Partie. Der auf der rechten Seite mit Herz und Leidenschaft wirbelnde Grammozis zündete den Funken, der im zweiten Durchgang noch ein Feuerwerk auslöste. Dembinski befreite sich aus Hajtos Fängen, Panadic kämpfte wie ein Löwe, auch Gravesen drehte auf (bis zu seinem Platzverweis). Duisburgs Spiel zerfiel in Einzelaktionen (Töfting) und Stückwerk (Diallo). Außen erreichten weder Bugera noch Wolters auch nur annähernd das hohe Niveau der ersten Hälfte.

Fazit: Ein Spiel so bunt wie eine Tüte Konfetti. Mit Torchancen in Hülle und Fülle. Und einem glücklichen Sieger, der nach der Pause seine Wiedergebut feierte.

Spieler des Spiels

Dimitrios Grammozis Mittelfeld

2
Spielnote

2
Tore und Karten

1:0 Osthoff (6', Linksschuss, Tøfting)

2:0 Hajto (7', Kopfball, Hirsch)

2:1 M. Groth (58', Rechtsschuss)

2:2 Dembinski (63', Rechtsschuss, Panadic)

2:3 Dembinski (75', Kopfball, Babatz)

Duisburg

Stauce 3 - Emmerling 4 , Wohlert 3, Hajto 4 , Osthoff 3 - Wolters 4 , Hirsch 4, Tøfting 3,5 , Bugera 4 - Beierle 4 , U. Spies 3

HSV

Butt 3 - Panadic 2,5, Hoogma 3, Hertzsch 3 - Babatz 3,5, M. Groth 3,5 , Jepsen 5 , Gravesen 4 - Kiryakov 5 , Dembinski 2,5 , Yeboah 3

Schiedsrichter-Team

Hartmut Strampe Handorf

3
Spielinfo

Stadion

Wedaustadion

Zuschauer

17.170

Es berichten Thomas Hennecke und Stephan von Nocks