Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Personal: Leverkusen trat mit derselben Elf wie beim 1:0-Sieg in Kaiserslautern an. Bei den Frankfurtern kamen Pedersen und Bounoua neu ins Team, der angeschlagene Yang und Westerthaler mußten weichen.

Taktik: Die Gastgeber griffen erneut auf ihr 4-3-3-System zurück, wobei Nowotny die Organisation der Vierer-Abwehrkette übernahm, Ramelow den defensiven Part im Mittelfeld spielte, etwas hinter die offensiveren Emerson und Beinlich rückte, und Strafraumspieler Kirsten im Angriff die Zulieferer Hejduk (rechts) und Zé Roberto (links) an die Seite gestellt bekam. Frankfurts Coach Fanz hatte seiner Mannschaft zunächst ein total defensives System geschneidert. Dem Leverkusener Drei-Mann- Angriff begegnete er mit einer Dreier-Abwehrkette mit Bindewald (rückte von der rechten auf die linke Abwehrseite), Pedersen (kümmerte sich um Kirsten) und Zampach, der von der rechten Mittelfeldseite in den Abwehrverbund einrückte. Janßen als Libero sollte entstehende Löcher stopfen. Im Mittelfeld begann Bounoua auf der rechten Seite, wurde dann als gelernter Außenspieler ebenso wie der andere Flügelmann Brinkmann in den Angriff beordert. Kutschera und Schur kümmerten sich in fester Zuteilung um Emerson und Beinlich, Sobotzik und Schneider sollten Ramelow beschäftigen und die Stürmer unterstützen.

Spielverlauf: Frankfurt kam mit dem neuen System zunächst überhaupt nicht klar, präsentierte sich selbst orientierungslos und eröffnete den flüssig kombinierenden Leverkusenern immer wieder riesige Lücken, vor allem auf den Außenpositionen. Der Einbahnstraßenfußball der ersten halben Stunde wurde mit zwei Kirsten-Treffern (der viele Male den überforderten Pedersen düpierte) belohnt. Danach allerdings stellten die Leverkusener, im deutlichen Gefühl der turmhohen Überlegenheit, die Arbeit weitgehend ein. Plötzlich verloren sie lässig Zweikämpfe, plötzlich drängten die Flügelstürmer (vor allem Zé Roberto präsentierte sich zu ballverliebt) nur noch nach innen, statt den Raum auf den Flügeln zu nutzen, plötzlich taten sich Lücken in der Abwehr auf. Frankfurt war aber weder ballsicher noch kombinationsstark genug, um die Leverkusener Überheblichkeit auszunutzen.

Fazit: Ein verdienter Sieg der Gastgeber, der bei konsequenterer Bayer-Spielweise deutlich höher ausgefallen wäre. Frankfurt kam nur durch Leverkusener Leichtsinn zum Anschlußtreffer.

Spieler des Spiels

Ulf Kirsten Sturm

1,5
Spielnote

4,5
Tore und Karten

1:0 Kirsten (25', Rechtsschuss, Beinlich)

2:0 Kirsten (29', Kopfball, Heintze)

2:1 Zampach (64', Rechtsschuss)

Leverkusen

Matysek 3 - R. Kovac 3,5, Nowotny 4, Zivkovic 3,5, Heintze 3 - Ramelow 3,5, Emerson 4 , Beinlich 4,5 - Hejduk 4,5 , Zé Roberto 5 , Kirsten 1,5

Frankfurt

Nikolov 4 - Janßen 3,5 , T. Pedersen 5, Zampach 4 , Bindewald 4 - Schur 5 , Kutschera 5, Bounoua 5, B. Schneider 5, Sobotzik 5 - Brinkmann 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Franz-Xaver Wack Biberbach

3,5
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

22.500 (ausverkauft)

Es berichten Oliver Bitter und Dirk Westerheide