Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 21. Spieltag

SPIELBERICHT

Personal: Beim VfB spielte Thomas Schneider auf der rechten Seite der Viererkette für den gesperrten Thiam. Akpoborie kehr- te nach seinem Länderspieleinsatz zurück, Markovic fiel wegen einer Knieverletzung aus. Eintracht-Trainer Fanz mußte auf die verletzten Weber, Epp, Zampach und Schur sowie den erkrankten Uwe Schneider verzichten. Bernd Schneider, der sich noch mit den Nachwirkungen einer Grippe herumplagte, saß zunächst auf der Bank, Yang lief erstmals seit November wieder auf.

Taktik: Der VfB setzte voll auf sein neues Spielsystem, die Viererkette in der Abwehr und die Raute im Mittelfeld. Die Eintracht dagegen orientierte sich am Gegner: Kaymak beschattete Balakov hautnah, auch die zwei Manndecker Bindewald (gegen Akpoborie) und Pedersen (gegen Bobic) wichen ihren Gegenspielern nicht von der Seite. Hinter dem einzigen Stürmer Yang operierten Brinkmann (rechts) und Sobotzik als hängende Spitzen.

Spielverlauf: Die Stuttgarter begannen sehr druckvoll und versuchten, von Balakov dirigiert, bereits in der Frankfurter Hälfte ihr Pressing durchzusetzen. Die Eintracht, von Anfang an in die Defensive gedrängt, machte erst gar keine Anstalten, das Geschehen zu verlagern, sondern zog sich bei Stuttgarter Angriffen bis weit in die eigene Hälfte zurück. Der VfB kam zu einer Handvoll erstklassiger Chancen, scheiter- te jedoch am Pfosten (Akpoborie), Torhüter Nikolov oder an der eigenen Abschlußschwäche. Immerhin startete die Eintracht vor der Pause einige vielversprechende Angriffe aus der Defensive heraus; vor allem der fleißige Janßen als erste Anspielstation im Mittelfeld bemühte sich um den Spielaufbau. Mehr als eine Kopfballchance für den beweglichen Yang, die Wohlfahrt glänzend vereitelte, sprang nicht heraus, zumal Brinkmann auf der rechten Angriffsseite zu selten ins Spiel einbezogen wurde.

Ein von Hubtchev abgefälschter Balakov-Schuß verhalf dem VfB kurz vor der Pause zur Führung, die nie mehr in Gefahr geriet. In der zweiten Halbzeit nahmen die Schwaben das von den Frankfurtern abgebotene (und auf dem sehr holprigen Boden angesagte) Kampfspiel an. Nur der Fahrlässigkeit des VfB vor dem Tor verdankte die Eintracht die moderate Niederlage.

Fazit: Bei sehr schlechten Bodenverhältnissen verdiente sich der VfB den Sieg dank der größeren Zweikampfstärke, Kampfmoral und mannschaftlichen Geschlossenheit.

Spieler des Spiels

Krassimir Balakov Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Balakov (40', Linksschuss, Akpoborie)

2:0 Carnell (90', Linksschuss, Rost)

Stuttgart

F. Wohlfahrt 2,5 - T. Schneider 3 , Berthold 3 , Verlaat 3, J. Keller 3 - Soldo 3, K. Djordjevic 3,5, Carnell 2,5 , Balakov 2 - Bobic 3,5, Akpoborie 3

Frankfurt

Nikolov 2,5 - Hubchev 3, Bindewald 4, T. Pedersen 3 - Kaymak 4, Amstätter 5 , Janßen 4, Bounoua 5, Brinkmann 5 , Sobotzik 5 - C. Yang 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

23.500

Es berichten Harald Kaiser und George Moissidis