Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 18. Spieltag

SPIELBERICHT

Personal: Magath ließ kräftig rotieren. Für den verletzten Keeper Rost, Maximow, Flock (Mittelohrentzündung), Wicky und Flo rückten Brasas, Wiedener, Roembiak, Todt und Bogdanovic in die Anfangsformation. Jürgen Röber mußte nach dem 4:0-Erfolg von Hamburg seine Abwehrformation auf zwei Positionen ändern. Für Manndecker Van Burik (verletzt) und Libero Rekdal (gesperrt) kamen Maas und Veit in die Mannschaft. Schmidt ging, wie schon gegen Freiburg nach 14 Minuten, zurück, Veit spielte im Mittelfeld auf dessen Halbposition. Auf der rechten Bahn ersetzte Covic Andreas Thom.

Taktik: Werder spielte erstmals ohne Libero. Die beiden Verteidiger Wojtala und Benken nahmen die Hertha-Stürmer Preetz und Reiss in Manndeckung, im zentralen Mittelfeld folgte Wiedener Wosz auf Schritt und Tritt. Mit Roembiak und Trares wollte Magath das Flügelspiel forcieren, Todt und Eilts sollten auf den Halbpositionen den Druck verstärken. Bei den Berlinern interpretierte Maas seine Liberorolle sehr offensiv. Seine beiden Manndecker hielten ihre Seiten, übernahmen den jeweiligen Gegenspieler im Raum.

Spielverlauf: Werder begann wie entfesselt, schnürte Hertha mit agrressivem Pressing in der eigenen Hälfte ein. Die Mannschaft holte ein klares Plus an Chancen heraus. Vor dem 1:0 war Bogdanovic schon dreimal in aussichtsreicher Position knapp gescheitert. Herzog präsentierte sich eindeutig kreativer und ideenreicher als sein Pendant Wosz. Lediglich Kiraly, der allerdings auch nicht in allen Situationen sicher wirkte, war es zu verdanken, daß das torlose Unentschieden bis kurz vor dem Pausenpfiff Bestand hatte.

In der zweiten Halbzeit noch offener, abwechslungsreicher, attraktiver und unterhaltsamer. Berlin spielte nun auch ohne Libero und verstärkte so seine offensiven Bemühungen. Dies eröffnete naturgemäß auch den Bremern weitere Möglichkeiten, um zu weiteren, durchaus möglichen Toren zu kommen.

Fazit: Ein sensationelles Fußballspiel, das Werder hochverdient gewann. Dennoch konnten sich die Bremer nie sicher sein, weil auch Hertha BSC permanent den Vorwärtsgang einschaltete und stets gefährlich war.

Spieler des Spiels

Rade Bogdanovic Sturm

1,5
Spielnote

1
Tore und Karten

1:0 Bogdanovic (45', Linksschuss, A. Herzog)

1:1 Preetz (46', Kopfball, Neuendorf)

2:1 Bogdanovic (47', Rechtsschuss, Eilts)

Bremen

Brasas 2,5 - Wojtala 3, Benken 2,5 - Roembiak 4 , Todt 3 , Wiedener 2, Eilts 2,5 , Trares 2,5, A. Herzog 2 - Bogdanovic 1,5 , M. Bode 2

Hertha

Kiraly 3 - An. Schmidt 3, R. Maas 3,5 , Sverrisson 5 - Covic 2,5 , Veit 3, Tretschok 2,5, M. Hartmann 2,5 , Wosz 4,5 - Reiss 4,5 , Preetz 3

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2,5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

28.400

Es berichten Ralf Canal, Hans-Günter Klemm und Michael Richter