Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 17. Spieltag

SPIELBERICHT

Personal: Schalke gegenüber dem Frankfurt-Spiel ohne Veränderungen; einzig Eigenrauch rückte aus dem defensiven Mittelfeld wieder auf die Manndeckerposition zurück. Lorant brachte im Vergleich zur Dortmund-Partie Richter anstelle von Heldt auf der linken Bahn; für den verletzten Winkler rückte Cerny von der rechten Seite in die Spitze, Stevic kam neu ins Team und übernahm die Position von Cerny.

Taktik: Die Gäste waren in ihrer Spielanlage ganz auf die Defensive ausgerichtet, empfingen die Angriffe der Schalker frühestens ab der Mittellinie. Vanenburg spielte auf einer Höhe mit seinen Verteidigern; Kurz (gegen Max) und Greilich (Eijkelkamp) nahmen die gegnerischen Stürmer in Manndeckung, auch im Mittelfeld bildeten sich Pärchen, wobei sich Richter (gegen Goossens) und Zelic (Mulder) auf die Abwehrarbeit beschränkten. Schalke spielte mit Müller vor der Abwehr und klarer Manndeckung: Eigenrauch kümmerte sich um Cerny, Van Hoogdalem bewachte Schroth. Im Mittelfeld übernahm Kmetsch Ouakili. Die Gastgeber störten die Münchner in deren Hälfte.

Spielverlauf: Gegen das Defensivbollwerk der Löwen fanden die Schalker kaum ein Mittel: Goossens und Van Kerckhoven blieben auf den Außenpositionen ohne Wirkung, Ideen aus dem Zentrum fehlten. 1860 beschränkte sich darauf, das Offensivspiel der Gastgeber zu zerstören. Der einzige gelungene Angriff der Löwen vor der Pause - eine allerdings sehenswerte Kombination über sechs Stationen - brachte die Führung. In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Cerny nutzte Eigenrauchs kapitalen Fehler zur 2:0- Führung, ansonsten blieben die Münchner ohne Torchance! Stevens reagierte und brachte Wilmots für die Offensive - Lorant antwortete mit Dinzey (später Gorges) als Bewacher für Wilmots. Nemec übernahm für Müller den Liberopart. Mit der Einwechslung Anderbrügges ins halbblinke Mittelfeld gewann das Schalker Spiel weiter an Schwung. Mulder rückte in die Spitze. Besonders bei Standardsituationen, die vorher wirkungslos verpufften (Eckbälle von Goossens), entstand mehr Gefahr fürs Münchner Tor.

Fazit: Die lange einfallslosen Gastgeber verdienten sich durch ihren kämpferischen Einsatz das Remis gegen destruktive Löwen. Harald Cerny

Es berichten Manfred Ewald, Stephan von Nocks und Dirk Westerheide