Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Personal: Dortmund wartete mit zwei Umstellungen auf: Ricken und But ersetzten Kohler und Häßler. Auf höheren Touren lief das Personalkarussell bei Mönchengladbach. Rainer Bonhof tauschte Paßlack, Hagner, Pettersson und Feldhoff gegen Andersson, Pflipsen, Polster und Hausweiler aus.

Taktik: Weil Mönchengladbach nur mit einem echten Angreifer antrat, opferte Skibbe einen Manndecker. Nur aus Cesar (Libero) und Nijhuis (gegen Polster) bestand Borussias Abwehr. Reuter (halbrechts) und Freund (halblinks) schirmten davor im defensiven Mittelfeld ab; wenn der unternehmungslustige Pflipsen in die Spitze nachrückte, verschob sich meist Freund nach hinten. Möller und But besetzten das Kreativzentrum. Bei den Gästen dirigierte Sicherheitschef Andersson mit Klinkert (rechts, gegen Chapuisat) und Asasin (links, gegen Salou) zwei in fester Zuordnung spielende Verteidiger. Vor dieser Dreierabwehr bezog Sopic seinen Posten - oft als Kontrahent von Möller, der aber wie But im Raum gedeckt wurde. An Sopics Seite spielten Wynhoff (rechts, eher offensiv) und Witeczek (Schneider, defensiv) mit unterschiedlicher Ausrichtung.

Spielverlauf: Schnelles und direktes Kombinationsspiel verhalf Dortmund anfangs zu einem klaren Übergewicht. Präzise aus der Tiefe gespielte Pässe (Salou, Möller) schlitzten Gladbachs Defensiv-Verbund auf. Als wäre der Strom in allen Antriebsaggregaten ausgefallen, brach das BVB-System jedoch nach 20 Minuten völlig zusammen. Vormals klare Strukturen lösten sich auf, Sicherheit und Ordnung gingen verloren. Besonders nach dem Gäste-Ausgleich machte sich Konfusion breit. Der Spielaufbau von hinten offenbarte elementare Mängel: Weil Cesar mit Vorliebe die Bälle planlos nach vorn schlug, blieb Möller nichts anderes übrig, als sie sich wiederholt am eigenen Strafraum abzuholen. Gladbach widerstand der Versuchung, sich zu verbarrikadieren und startete Gegenangriffe über Wynhoff oder Pflipsen, immer seltener allerdings, als Dortmund - inzwischen mit Reuter (für Cesar) als Libero und Häßler als zusätzlicher Offensivkraft - im Schlußdrittel wieder Druck aufbaute, Chancen aber wie wertlose Aktien verschleuderte.

Fazit: Mit großem Kampfgeist schaffte Mönchengladbach einen Achtungserfolg. Dortmund verlor zwischenzeitlich völlig den Faden und verschenkte den siebten Heimsieg in Folge.

Spieler des Spiels

Robert Enke Tor

1
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 But (18', Linksschuss, Möller)

1:1 Polster (24', Elfmeter-Nachschuss, Rechtsschuss)

Dortmund

Klos 2,5 - Nijhuis 2, Julio Cesar 4 - S. Reuter 4, S. Freund 4 , Ricken 4, Dede 3,5, But 3 , Möller 2,5 - Salou 4, Chapuisat 5

Gladbach

Enke 1 - Andersson 2,5 , Klinkert 3 , Asanin 2,5 - Sopic 4,5 , Hausweiler 4,5 , Witeczek , Wynhoff 4 , Ketelaer 4, Pflipsen 3,5 - Polster 5

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

5,5
Spielinfo

Stadion

Westfalenstadion

Zuschauer

67.500

Es berichten Oliver Bitter und Thomas Hennecke