Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

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Personal: Gegenüber dem Spiel in Wolfsburg präsentierte Duisburgs Trainer Friedhelm Funkel mit Komljenovic und Wolters zwei neue Kräfte. Platz machten Hoersen, der sich zunächst auf der Bank bereithielt, und Spies, der wegen einer Adduktorenreizung ganz ausfiel. Auch Kaiserslautern verzeichnete zwei Änderungen: Koch und Roos rückten für Ballack und Hrutka in die Mannschaft. Otto Rehhagel pokerte bis kurz vor Anpfiff, um die endgültige Besetzung: Weil statt des erwarteten Spies bei Duisburg Osthoff in der Spitze spielte, strich Rehhagel Hrutka und nominierte Roos.

Taktik: MSV-Trainer Funkel vermittelte seinen Spielern feste Partner. Komljenovic bewachte Marschall, Wohlert orientierte sich zu Rösler (später Rische). Hajto hatte eine Doppelfunktion zu erfüllen: Einerseits Hristov vom Duisburger Tor fernzuhalten, andererseits den Lauterer Bulgaren durch eigene Vorstöße möglichst weit zurückzudrängen. Auch Lautern setzte in der Defensive auf feste Zuordnung. Koch heftete sich an die Fersen von Beierle, Roos beschattete Osthoff (siehe oben). Sforza interpretierte seinen Libero-Part auffallend zurückhaltend und wagte sich nur in Ausnahmefällen über die Mittellinie.

Spielverlauf: Drei Ecken in den ersten zehn Minuten zeugten davon, daß Duisburg die aktivere Mannschaft stellte. An den Schwungrädern drehten besonders Wolters (über rechts) und Hajto, der sein Betätigungsfeld, wie von Funkel konzipiert, bei jeder passenden Gelegenheit in das Territorium des Gegners verlegte. Bei allem Elan: Zwingende Chancen blieben die "Zebras" zunächst schuldig. Kaiserslautern schaffte es nicht, selbst ein kontrolliertes Offensivspiel aufzuziehen. Daß mit Koch ein Verteidiger die entscheidende Weichenstellung vor dem 0:1 vornahm, paßte ins Bild einer enttäuschenden Angriffsleistung des Deutschen Meisters. Als hätte ihnen der Rückstand Flügel verliehen, entwickelten die lauf- und kampfstarken Duisburger nach dem Wechsel noch mehr Tempo und Aggressivität und erzielten fast zwangsläufig Ausgleich und Führung. Danach ließen sie sich zu weit zurückfallen und mußten gegen eine nun besser vorrückende Gästeelf bis zur Schlußminute um den Sieg bangen.

Fazit: Duisburg spielte engagierter und aggressiver. Kaiserslautern wirkte über weite Strecken zu verhalten.

Spieler des Spiels

Carsten Wolters Abwehr

2
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 U. Rösler (41', Linksschuss, H. Koch)

1:1 Beierle (49', Rechtsschuss, S. Komljenovic)

2:1 Tøfting (64', Rechtsschuss, Wolters)

3:1 E. Andersen (90', Kopfball, Wolters)

Duisburg

Stauce 3 - S. Komljenovic 2,5, Emmerling 3,5 , Wohlert 2,5 - Wolters 2 , Hajto 2,5 , Neun 3, Hirsch 3 , Tøfting 2,5 - Beierle 2,5 , Osthoff 3

K'lautern

Reinke 3 - Sforza 3,5, Roos 3,5, H. Koch 4 - Ramzy 3,5 , Riedl 4 , Jesus Junior 5 , Reich 4,5, Hristov 3,5 - U. Rösler 4 , Marschall 4

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

2,5
Spielinfo

Stadion

Wedaustadion

Zuschauer

14.700

Es berichten Thomas Hennecke Uli Gerke und Stephan von Nocks