Bundesliga Analyse

Bundesliga 1998/99, 15. Spieltag

SPIELBERICHT

Personal: Beide Mannschaften änderten gegenüber den Wochentagsspielen jeweils drei Positionen. Der 1. FCK spielte wieder mit Sforza als Libero, Koch kehrte in die Verteidigung zurück, und Rösler stürmte neben Marschall. Riedl, Roos und Ojigwe mußte auf die Bank. Bei Schalke mußte Trainer Huub Stevens Torjäger Eijkelkamp (Achillessehnen-Beschwerden) durch Anderbrügge ersetzen. Wegen einer Oberschenkelzerrung fiel kurzfristig Nemec aus, dessen Platz im Mittelfeld Kmetsch übernahm. Für Tapalovic kam Van Hoogdalem in die Mannschaft.

Taktik: Der Personalpoker der beiden Trainer hielt bis kurz vor dem Anpfiff an. Kurzfristig entschloß sich Huub Stevens für Anderbrügge und gegen Tapalovic. Darauf reagierte Otto Rehhagel mit der Hereinnahme von Ballack für Riedl. Die Schalker Abwehr wurde umformiert, Van Hoogdalem und Van Kerckhoven nahmen sich als Manndecker der kopfballstarken Marschall und Rösler an. Eigenrauch wechselte als Bewacher von Reich auf die rechte Mittelfeldseite. Beim Meister kümmerte sich Ramzy im halblinken Mittelfeld um Goossens, der Schalkes Spitzen Max und Mulder unterstützen sollte.

Spielverlauf: Bevor die Umstellungen von Huub Stevens gegriffen hatten, lagen die Schalker schon in Rückstand. Doch trotz des 0:1 zogen die Gäste ihr Spiel unbeeindruckt auf, erholten sich schnell von dem Dämpfer und ergriffen die Initiative. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Weil die Abwehrreihen auf beiden Seite ziemliche Schwächen offenbarten, ergab sich eine große Anzahl von Torchancen, die Mehrzahl für die Schalker. Die kamen auch völlig verdient durch Max zum Ausgleich, der Kaiserslautern aus dem Rhythmus brachte. Das Eckenverhältnis von 0:8 zur Pause unterstrich, daß die Stevens-Elf dem Führungstor näher war als die "Roten Teufel". Auch nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams die Entscheidung, produzierten allerdings auch weiter viele Fehler. Die Lauterer kamen jetzt besser in die Offensive, folgerichtig fiel das 2:1 durch Röslers Kopfball nach feiner Vorarbeit von Reich. Hrutkas glückliches Kopfballtor war die Vorentscheidung.

Fazit: Schalke wurde unter Wert geschlagen, verpaßte trotz bester Gelegenheiten, den Meister matt zu setzen. Die Lauterer nutzte ihre Chancen nach der Pause konsequent.

Spieler des Spiels

Marian Hristov Mittelfeld

2
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Hristov (9', Kopfball, Sforza)

1:1 Max (34', Linksschuss, Büskens)

2:1 U. Rösler (67', Kopfball, Reich)

3:1 Hrutka (71', Kopfball, Buck)

4:1 Marschall (74', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hristov)

K'lautern

Reinke 2,5 - Sforza 3,5, H. Koch 3,5, Ibrahim 3 - Ballack 3, Ramzy 4 , Buck 3, Hristov 2 , Reich 3 - U. Rösler 3,5 , Marschall 2,5

Schalke

Schober 2,5 - van Hoogdalem 5, A. Müller 3,5 , van Kerckhoven 4,5 - Eigenrauch 3,5, Büskens 3,5 , Kmetsch 3, Anderbrügge 3,5 , Goossens 3 - Mulder 4 , Max 2,5

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

3
Spielinfo

Stadion

Fritz-Walter-Stadion

Zuschauer

41.500 (ausverkauft)

Es berichten Uli Gerke und Dirk Westerheide