Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Personal: Hertha-Coach Röber änderte seine Anfangsformation auf zwei Positionen. Für den gesperrten Wosz und Olic waren Mandreko und Covic neu dabei. Auch Gäste-Trainer Daum baute um: Für den verletzten Ramelow und Nico Kovac komplettierten Heintze und Emerson die Mannschaft.

Taktik: Leverkusen wartete mit einem taktischen Schachzug auf. Für Ramelow bekleidete Beinlich die zentrale Position in der Defensive. Die Offensivabteilung hinter den Spitzen lag ganz in brasilianischer Hand. Zé Roberto rückte von links auf die halblinke Position, machte Platz für Heintze; Emerson begann halbrechts, genoß die Unterstützung von Reeb auf der rechten Außenbahn. Hertha reagierte auf die überraschende Aufstellung Leverkusens, indem sich Schmidt als nun nominell offensivster Mittelfeldspieler Beinlich annahm. Covic begann auf der rechten Außenbahn, Thom rückte von dort in die linke Sturmspitze, wo er von Robert Kovac beschattet wurde. Bayers zweiter Manndecker Happe spielte gegen Preetz, auf der Gegenseite kümmerten sich Herzog um Meijer und Van Burik um Kirsten.

Spielverlauf: Beide Teams brachten in der ersten Hälfte wenig Konstruktives zustande. Fehlpässe en masse, Unkonzentriertheiten im Spielaufbau, die Offensivabteilungen blieben ohne Durchschlagskraft. Zumal Hertha aufgrund des Fehlens von Wosz mehr auf lange Bälle setzte. Bezeichnend, daß die klarsten Chancen vor dem Wechsel aus haarsträubenden Fehlern resultierten. Erst verließ Hertha- Keeper Kiraly völlig unmotiviert seinen Kasten, kollidierte mit Manndecker Van Burik, doch Meijer drosch das Leder unkontrolliert über die Latte. Im Gegenzug scheiterte Tretschok nach einem schweren Abwehrschnitzer freistehend am glänzend reagierenden Matysek, der zur Ecke klären konnte. Nach der Pause verstärkte Bayer Leverkusen den Druck. Beinlich, der in der Defensive kaum gefordert wurde, seine Aufgabe zur Zufriedenheit bewältigte, schaltete sich nun in die Angriffsbemühungen ein und setzte auch in der Offensive Akzente. Seine Aktionen sorgten für die spielerischen Highlights. Zuerst bediente er Heintze, der den freistehenden Kirsten übersah. Dann sorgte ein Beinlich-Freistoß für die Führung, die Meijer per Kopf erzielte.

Fazit: Durch die Steigerung nach der Pause verdiente sich Bayer den Sieg. Hertha tat in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig für den Angriff.

Spieler des Spiels

Stefan Beinlich Mittelfeld

3
Spielnote

4
Tore und Karten

0:1 Meijer (73', Kopfball, Beinlich)

Hertha

Kiraly 4 - Herzog 3,5, Rekdal 4 , van Burik 3,5 - Veit 4, Tretschok 4, Covic 4,5, Mandreko 4 , An. Schmidt 4 - Preetz 4, Thom 4

Leverkusen

Matysek 3 - R. Kovac 3 , Nowotny 3, Happe 3 - Beinlich 3, Reeb 3,5, Heintze 3,5, Emerson 4,5 , Zé Roberto 3 - Kirsten 4 , Meijer 3,5

Schiedsrichter-Team

Torsten Koop Lüttenmark

3
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

32.655

Es berichten Ralf Canal, Frank Lußem und Jürgen Nöldner