Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Personal: Eine Änderung nahm Christoph Daum gegenüber dem Europapokalspiel von Glasgow vor: Für Heintze begann Nico Kovac. Dies bedingte, daß Zé Roberto mit Beinlich das Duo auf der linken Seite bildete.

VfB-Trainer Winfried Schäfer mußte neben Bobic und Soldo (beide Muskelfaserriß) sowie den seit langem verletzten Legat und Stojkovski kurzfristig auch Carnell und Schlußmann Ziegler (siehe Seite 23) ersetzen. Daß sich dann auch noch Libero Verlaat beim Aufwärmen eine Zerrung im Adduktorenbereich zuzog, hatte folgende personelle Konsequenzen: Wohlfahrt kehrte ins Tor zurück, Keller rückte auf die Liberoposition, rechts neben ihm als Manndecker Spanring, die Außenbahnen besetzten Thiam (rechts) und Rost, Zeyer spielte im halbrechten Mittelfeld und Djordjevic erstmals von Beginn an im Sturm.

Taktik: Leverkusen spielte mit den bewährten Pärchen auf den beiden Flügeln. Im zentralen Mittelfeld interpretierte Ramelow seine Rolle etwas defensiver, schirmte so aber auch die Vorstöße Nowotnys ab. In der Spitze versuchte Meijer, die hohen Flankenbälle auf die nachrückenden Mittelfeldspieler abzulegen. Beim VfB mühte sich Keller, zunächst einmal seine Abwehr zu ordnen. Djordjevic kümmerte sich um Nowotny, wenn dieser den Vorwärtsgang einschaltete.

Spielverlauf: Bayer brannte in den ersten 30 Minuten ein Feuerwerk ab. Die Stuttgarter Abseitsfalle mißlang mehrfach, Wohlfahrt war zu halsbrecherischen Rettungsaktionen gezwungen. Auch auf den Außenpositionen funktionierte die defensive Abstimmung miserabel. Nach einer halben Stunde kam der VfB besser ins Spiel, Balakov durch die Mitte und Thiam über rechts leiteten erste zaghafte Gegenangriffe ein.

Zur Pause war Schäfer gezwungen, weiter umzustellen. Für die verletzten Wohlfahrt und Spanring kamen Trautner und Lisztes, der auf die linke Seite ging. Rost rückte auf rechts, Thiam in die Manndeckung. Leverkusen spielte nun praktisch ohne Libero in der Abwehr. Der Dauerdruck nahm wieder zu, ohne jedoch Erfolg zu bringen. Das alte Problem bei Bayer: die Chancenverwertung. Doch die personell arg gebeutelten Stuttgarter wehrten sich tapfer und arbeitete sogar einige gefährliche Konterchancen heraus.

Fazit: Der VfB erkämpfte sich letztendlich verdient einen Punkt gegen vehement, aber im Abschluß ungeschickt angreifende Leverkusener. Franz Wohlfahrt Hielt bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung gleich mehrfach sogenannte "Unhaltbare", zum Teil aus kürzester Distanz.

Spieler des Spiels

Franz Wohlfahrt Tor

1
Spielnote

2,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Leverkusen

Matysek 3 - R. Kovac 2, Nowotny 2,5, Happe 3 - Ramelow 3, N. Kovac 3 , Zé Roberto 2, Reeb 3, Beinlich 3 - Kirsten 3,5 , Meijer 4

Stuttgart

F. Wohlfahrt 1 - J. Keller 3,5, Spanring 4 , Berthold 3,5 - Thiam 3, M. Zeyer 4, Poschner 4, Rost 5, Balakov 4,5 - K. Djordjevic 5 , Akpoborie 3,5

Schiedsrichter-Team

Alfons Berg Konz

4
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

22.200

Es berichten Harald Kaiser und Frank Lußem