Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Personal: Wolfsburgs Coach Wolf mit drei Änderungen zum Pokalsieg über Bielefeld: O'Neil für Kapetanovic, Akonnor für Reyna und Baumgart für Juskowiak; Löwen-Trainer Lorant hatte ebenfalls nicht dem Team vertraut, das einen Punkt aus Leverkusen entführt hatte. Ouakili ersetzte Heldt, Hobsch kam für den Schroth und Tyce für Malz.

Taktik: Lorant hatte den defensiven Tyce auf der linken Bahn beginnen lassen, um Greiners Vorstöße zu unterbinden. Eine Maßnahme, die sich als Fehler entpuppte, weil Greiner - wie Kryger auf der linken Bahn - rein defensiv orientiert war. Typisch dafür die Vorarbeit zum 0:2, ein Befreiungsschlag aus dem eigenen Strafraum heraus! O'Neil war als Manndecker gegen Hobsch eingebaut worden, deshalb übernahm Kryger die Abdeckung der linken Bahn gegen Cerny. Lorant handelte früh, brachte Heldt für Kientz: Heldt ging nach links, Tyce als Manndecker gegen Präger. Wolf hatte bis dahin jedoch seinen Strafraum bereits abgeriegelt. Zwei schnelle Spitzen (Präger, Baumgart), ein quirliger Lenker Akonnor - der Rest versammelte sich im und am Strafraum. Immer wieder versuchte 1860 über die Flügel in den Rücken der vielbeinigen Wolfsburger Deckung zu kommen. Der Wille war den Münchnern in keiner Spielphase abzusprechen, sie scheiterten alleine an der auf Konter ausgelegten Wolfsburger Spielweise. Lorants Brechstange (zu Winkler und Hobsch gesellten sich in Schroth und Agostino zwei weitere Mittelstürmer) wirkte sich zwar in zwei Treffern aus, allerdings auch in einem entscheidenden Konter zum 1:3.

Spielverlauf: Das "Einigeln" alleine hätte Wolfsburg nicht gereicht. Zwei Dinge waren maßgeblich für den Gästesieg: die bis zum 1:3 hundertprozentige Torausbeute und die Lufthoheit im eigenen Strafraum. Denn das stereotype Spiel der 60er über die Flügel endete meist auf dem Kopf von Thomsen oder in den Händen und Fäusten von Reitmaier. Das Eckenverhältnis von 25:3 sagt im Grunde alles aus, 1860 hatte 85 bis 90 Prozent Ballbesitz, was fehlte, war der finale Paß oder die präzise Flanke. Immer wieder konnte ein Wolfsburger in großer Not retten.

Fazit: Wolfsburgs rein auf Ergebnis angelegte Spielweise war zwar nicht schön, reichte aber zum Sieg, der die reinen Kräfteverhältnisse umkehrte.

Spieler des Spiels

Claus Reitmaier Tor

1,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Dammeier (6', Linksschuss, Akonnor)

0:2 Baumgart (47', Rechtsschuss, F. Greiner)

1:2 Schroth (84', Kopfball, Cerny)

1:3 M. Kovacevic (87', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Akonnor)

2:3 Hobsch (90', Rechtsschuss)

TSV 1860

M. Hofmann 4 - Greilich 2,5 , Vanenburg 5, Kientz - Stevic 4 , Zelic 3, Tyce 3,5, Cerny 3, Ouakili 4 - B. Winkler 4, Hobsch 4

Wolfsburg

Reitmaier 1,5 - Ballwanz 3,5, F. Greiner 3,5, O'Neil 3, Thomsen 2, Kryger 5 - K. Nowak 4, Dammeier 3,5 , Akonnor 2,5 - Präger 4 , Baumgart 3,5

Schiedsrichter-Team

Hellmut Krug Gelsenkirchen

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

26.300

Es berichten Axel Heiber und Martin Messerer