Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Personal: Gladbachs vorletztes Aufgebot startete in die Partie: Für die verletzten Witeczek, Wynhoff und Pettersson kamen Reiter, Hagner und Villa ins Team. Leverkusen begann mit der gleichen Elf, die vor einer Woche Eintracht Frankfurt mit 3:2 bezwang.

Taktik: Bayer attackierte von Beginn an mit Forechecking und nahm den Borussen schon in deren Hälfte die Luft zum Atmen. Ramelow übernahm im zentralen Mittelfeld meist Spielmacher Pflipsen, dazu beschäftigten auf den Halbpositionen Beinlich und Nico Kovac ihre Gegenspieler Hagner und Deisler so sehr, daß diese praktisch nie zu geordnetem Spielaufbau fanden. Zudem wurden alle taktischen Pläne der Borussen durch den schnellen Rückstand und die frühen Verletzungen von Andersson und Villa über den Haufen geworfen.

Spielverlauf: Bereits in der Anfangsphase, noch einigermaßen komplett, waren die Gladbacher gegen die quicklebendigen Gäste deutlich überfordert. Vor allem die flotte linke Seite mit dem nie zu stoppenden Zé Roberto und dem umsichtigen Beinlich stellte die Borussen vor unlösbare Probleme. Die beiden Spitzen Kirsten (später Reichenberger) und Meijer entzogen sich geschickt jeglicher Bewachung, rochierten häufig oder ließen sich ins Mittelfeld zurückfallen. Dem hohen Tempo der flüssigen Kombinationen waren die Gladbacher nie gewachsen, die Befreiung aus der eigenen Hälfte mißlang auch wegen etlicher Fehlpässe (Hagner, Deisler, Schneider), und beim Versuch der Schadensbegrenzung übertrafen sich die Borussen gegenseitig in ihren Stellungsfehlern.

Schneider, für den verletzten Andersson auf den Liberoposten gerückt, bekam seine Deckung überhaupt nicht in den Griff, der völlig indisponierte Reiter hätte eigentlich durch eine Auswechslung früh erlöst werden müssen, quälte sich mangels Alternativen aber gegen Kirsten (drei Treffer) und später Reichenberger (zwei Tore) über die Runden. Wie aufgedreht und quasi ungestört spulte Bayer eine bessere Trainingseinheit ab.

Fazit: Eine lockere Angelegenheit für die Leverkusener, die ständig nachsetzten gegen eine auseinanderfallende Gladbacher Mannschaft, die diese Bezeichnung nicht verdiente.

Spieler des Spiels

Ulf Kirsten Sturm

1
Spielnote

2
Tore und Karten

0:1 Kirsten (10', Linksschuss)

0:2 Kirsten (15', Rechtsschuss, Meijer)

0:3 Zé Roberto (34', Linksschuss, Meijer)

0:4 Kirsten (39', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Zé Roberto)

1:4 Polster (47', direkter Freistoß, Linksschuss)

1:5 Nowotny (52', Kopfball, Ramelow)

1:6 T. Reichenberger (59', Kopfball, Beinlich)

1:7 T. Reichenberger (60', Rechtsschuss, Meijer)

1:8 N. Kovac (64', Rechtsschuss, Zé Roberto)

2:8 Chiquinho (68', Rechtsschuss, Ketelaer)

Gladbach

Enke 4 - Andersson , Asanin 5, Reiter 6 - Paßlack 4,5, M. Schneider 5, Deisler 5 , Hagner 5,5 , Pflipsen 4 - Polster 4 , Villa

Leverkusen

Matysek 3 - R. Kovac 3 , Happe 3, Nowotny 2 - Zé Roberto 1,5 , Ramelow 2, Reeb 3 , N. Kovac 2 , Beinlich 1,5 - Kirsten 1 , Meijer 2

Schiedsrichter-Team

Bernd Heynemann Magdeburg

2
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

25.500

Es berichten Oliver Bitter und Frank Lußem