Bundesliga Analyse

Bundesliga

Die Analyse

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Personal: Christoph Daum stellte dreimal um: Für Zivkovic besetzte Nico Kovac die rechte Außenbahn, Happe verteidigte links für Heintze, Rink stürmte wieder statt Meijer. Bei der Borussia kamen Ricken für Häßler und Herrlich für Chapuisat. Ricken nahm die rechte Bahn ein, dafür rückte Baumann auf die halbrechte Defensivposition.

Taktik: Beide Mannschaften praktizierten zu Beginn das kleine Einmaleins: Manndeckung auch im Mittelfeld mit klarer Aufgabenverteilung. Dortmund besetzte die Halbpositionen mit Baumann und Hengen defensiv, beackerte mit diesem Duo Beinlich und Emerson. Bayer besetzte die Außenbahnen mit technisch starken Offensivspielern, versuchte, das Spiel in die Breite zu ziehen und von den Außenpositionen die Stürmer zu bedienen. Dortmunds Offensivtaktik lastete vorwiegend auf den Schultern von Möller (zentral); rechts unterstützte ihn Ricken, der die Doppelfunktion (defensiv gegen Zé Roberto) bei seinem Comeback zufriedenstellend ausfüllte. In der Abwehr bedienten sich beide Trainer einer Dreierformation mit festem Libero, der sich je nach Situation nach vorne einschalten sollte.

Spielverlauf: Aus der gegenseitigen Umklammerung konnten sich die Dortmunder, vor allen Dingen dank des leichtfüßigen und kreativen Möller, eher lösen als die Leverkusener, die zwar bedingungslos kämpften, aber in den Aktionen nach vorne viel zu verkrampft wirkten. Drei individuelle Dortmunder Fehler schließlich sicherten Leverkusen (das sich spielerisch nicht einmal steigerte) eine klare Führung: Beim 1:0 patzten Reinhardt und Klos, beim 2:0 Feiersinger, beim 3:0 Nijhuis, der Meijer laufen ließ. Danach fehlten bei Dortmund spielerische Mittel und Ideen, um die in der Defensive gut stehenden Leverkusener ernstlich zu gefährden. In dieser Phase hielt Nowotny die Abwehr dicht, Ramelow organisierte das defensive Mittelfeld. Bayers Manko: Lediglich ein guter Konter (den Rink vergab) konnte gefahren werden, die spielerischen Defizite wurden in dieser Phase deutlich aufgedeckt.

Fazit: Ein verdienter Sieg der Leverkusener, der allerdings zu deutlich ausfiel. Dortmund verpaßte in der Phase der Überlegenheit die Führung und offenbarte in den entscheidenden Szenen klare Mängel im Abwehr- und Zweikampfverhalten.

Spieler des Spiels

Jens Nowotny Abwehr

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 N. Kovac (34', Kopfball, Meijer)

2:0 Feiersinger (48', Eigentor)

3:0 Meijer (56', Kopfball, Beinlich)

3:1 Möller (75', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

Leverkusen

Matysek 3 - R. Kovac 2,5, Nowotny 2, Happe 3,5 - Ramelow 2, N. Kovac 3 , Zé Roberto 4, Emerson 4 , Beinlich 2,5 - Kirsten , Rink 4

Dortmund

Klos 4 - Nijhuis 4 , Feiersinger 4 , Kohler 3 - K. Baumann 4 , Hengen 4,5, K. Reinhardt 5 , Ricken 3,5 , Möller 2,5 - Salou 4,5, Herrlich 5

Schiedsrichter-Team

Jürgen Jansen Essen

4,5
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

22.500 (ausverkauft)

Es berichten Frank Lußem und Thomas Hennecke