Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Schock für Joachim Löw unmittelbar vor Spielbeginn. Nach einem letzten Test winkte Thomas Berthold (Oberschenkelverhärtung) enttäuscht ab; der siebte Stuttgarter Defensivspieler (nach dem für Kroatien aktiven Soldo sowie den verletzten Schneider, Legat, Herzog, Endreß und Grimm) fiel aus. So bestritt Amateur Posch als Bewacher Winklers sein erstes Bundesligaspiel von Anfang an, Fournier ersetzte erneut Legat auf der linken Außenbahn, Haber und Lisztes kamen im halbrechten bzw. zentralen Mittelfeld zum Zug.

Münchens Trainer Werner Lorant verbannte Borimirov auf die Bank und setzte auf Winkler als einzige Spitze. Bender kehrte nach seiner Verletzungspause in die erste Elf zurück.

Die Partie begann furios. Die Münchner nutzten die Abwehrprobleme des VfB vor allem über dessen linke Seite aus, wo der schnelle Cerny Fournier ein ums andere Mal überspurtete. Cernys zweiter gefährlicher Flankenlauf führte prompt zum 0:1 durch ein spektakuläres Kopfball-Eigentor von Posch. Danach fing sich der zunächst verunsicherte VfB, zumal es die "Löwen" versäumten, konsequent nachzustoßen. Der erneut fehlerlose Verlaat verlor keinen einzigen Zweikampf und stärkte Posch, der seinen Fauxpas relativ schnell abhakte, den Rücken. Auf seine dynamischen Vorstöße in die gegnerische Hälfte verzichtete der Holländer jedoch weitgehend.

So war es vor allem die Achse Hagner-Poschner-Balakov, die das Stuttgarter Spiel antrieb. Der ungemein lauffreudige Hagner gewann nicht nur das Duell auf der rechten Außenbahn gegen Stevic klar, sondern wechselte auch häufig ins zentrale vordere Mittelfeld, wo er Balakov unterstützte. Der Bulgare lieferte sich packende Zweikämpfe mit Jeremies, die den Spielmacher leicht im Vorteil sahen. Auch den Elfmeter zum 1:1- Ausgleich holte er heraus, als er sich nach einem ungestümen Rempler seines "Schattens" im Strafraum fallen ließ. Poschner fand nach vielen Duellen im halblinken Mittelfeld gegen Pelé noch die Zeit zu herrlichen Pässen, die dem VfB drei große Chancen eröffneten.

Diese Chancen jedoch vergab Stuttgart allesamt. Auch, weil die stärksten Münchner in der Abwehr standen: Der fehlerlose Torhüter Berg, der umsichtige Libero Trares, der bei der einzigen "Löwen"- Chance nach der Pause das Siegtor auf dem Stiefel hatte, sowie die Manndecker Walker (gegen Bobic) und Greilich (gegen Elber).

Spieler des Spiels

Rainer Berg Tor

1,5
Spielnote

2,5
Tore und Karten

0:1 F. Posch (7', Eigentor)

1:1 Balakov (13', Foulelfmeter, Balakov)

Stuttgart

F. Wohlfahrt 2,5 - Verlaat 2, F. Posch 4 - Haber 3, S. Fournier 4 , Hagner 2 , Lisztes 4 , Poschner 2,5, Balakov 2,5 - Elber 4,5 , Bobic 3

TSV 1860

Berg 1,5 - Walker 2, Trares 2, Greilich 2 - Jeremies 3 , Stevic 4,5, Cerny 3,5 , Abedi Pelé 3, P. Nowak 4 , M. Bender - B. Winkler 4,5

Schiedsrichter-Team

Frank Fleske Schönow

5
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

53.000 (ausverkauft)

Es berichten Harald Kaiser, Martin Messerer und George Moissidis