Bundesliga Analyse

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SPIELBERICHT

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Gleich auf drei Positionen hatte Rostocks Trainer Pagelsdorf seine Elf nach der Mittwoch-Niederlage in Dortmund umgekrempelt. Zallmann, sonst eigentlich etatmäßiger Abwehrchef der Mecklenburger, lief überraschend als Verteidiger auf der rechten Seite für März auf. Im Mittelfeld bekam Lange den Vorzug vor Yasser, im Angriff spielte zunächst Barbarez für Baumgart. Um es vorwegzunehmen: Die Umstellungen zahlten sich aus. Zallmann und Barbarez lieferten bei den ersten beiden Hansa-Treffern jeweils eine Vorarbeit, Lange erwies sich mit seinen gefährlichen Distanzschüssen zudem spürbar als erfrischendes Element für das Rostocker Angriffsspiel.

Pagelsdorfs Kollege Wojtowicz mußte dagegen Düsseldorfs zuletzt erfolgreiche Formation vom Freiburg-Spiel notgedrungen ändern, da Bach, Seeliger und Juran allesamt gesperrt waren. Katemann, Tolkmitt und Oberleitner kamen dafür neu ins Fortuna-Team, das in Rostock nur mit einer Sturmspitze begann. Dahinter besetzten Judt und Oberleitner die offensiveren Mittelfeldpositionen. Anfang, der zuletzt hinter den Spitzen gespielt hatte, übernahm diesmal einen defensiveren Part in der Viererreihe. Istenic rückte von halbrechts auf die rechte Außenbahn.

Düsseldorfs Kernproblem offenbarte sich bereits in den Anfangsminuten, als die Rostocker wie die Feuerwehr loslegten, die Räume sofort zustellten. Fortunas Abwehr zeigte sich frühzeitig anfällig für die gefährlichen Steilpässe, mit denen Beinlich & Co. vor allem Akpoborie immer wieder einsetzten. Anfangs verhinderte die Abseitsfalle noch Schlimmeres, die läuferischen Defizite von Werner als Bewacher des Nigerianers waren aber schon in dieser Phase unübersehbar. Akpoborie spielte auch später mit Fortunas Abwehr zeitweise Katz' und Maus. Selbst in fast schon aussichtslosen Situationen gelang dem Hansa-Torjäger dann doch noch im letzten Moment die gefährliche Flanke oder wie beim zweiten Hansa-Tor die überraschende Drehung.

Den Sieg allein an Akpoborie aufzuhängen, würde dem Gesamtauftreten der Rostocker allerdings in keinster Weise gerecht werden. Die Norddeutschen attackierten auf allen Positionen früh, zeigten in kämpferischer Hinsicht eine tadellose Leistung. Die Düsseldorfer eroberten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Mehlhorn und dem zweiten Gegentor zwar zeitweise die Mittelfeld-Hoheit. Letztlich blieben sie aber gegen die kampfstarken Rostocker chancenlos.

Spieler des Spiels

Jonathan Akpoborie Sturm

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Beinlich (4', Zallmann)

1:1 Mehlhorn (30')

2:1 Akpoborie (39', Barbarez)

3:1 Studer (43', Beinlich)

Rostock

Bräutigam 2,5 - Zallmann 3, Hofschneider 2,5, Rehmer 3 - Weilandt 3,5 , Gansauge 3,5, T. Lange 2,5, Studer 3 , Beinlich 3 - Barbarez 3 , Akpoborie 2

Düsseldorf

Walther 4 - Fach 4, Katemann 4,5, K. Werner 5 - Istenic 4,5, Anfang 4 , Tolkmitt 4,5 , Mehlhorn 3,5 , Oberleitner 4,5 , Judt 3,5 - Younga-Mouhani 4

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

2,5
Spielinfo

Stadion

Ostseestadion

Zuschauer

13.500

Es berichten Ralf Canal und Jürgen Nöldner