Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Leverkusens Trainer Christoph Daum baute seine Mannschaft nach der Niederlage in München um. Rydlewicz, Nico Kovac und Feldhoff mußten auf die Bank. Dafür setzte Daum mit Meijer und Kirsten wieder auf die beiden angestammten Spitzen. Im rechten Mittelfeld kam zudem Lehnhoff wieder zum Zug. Nur eine Änderung nahm Bielefelds Coach Ernst Middendorp vor: Auf der rechten Außenbahn ersetzte Brendesaether den angeschlagenen Jörg Bode.

Beide Teams setzten auf eine klare Zuordnung zu den Gegenspielern. In der Arminia-Deckung kümmerte sich Meißner um Meijer, Schäfer spielte konsequent gegen Kirsten. Im Mittelfeld engte Reeb die Kreise von Sergio ein. Auf der anderen Seite beackerte Zé Elias Breitkreutz, Wörns agierte meist gegen Kuntz, während Happe den schnellen Reina in Schach halten sollte.

Weil diese Duelle meist zu Gunsten der Deckungsspieler ausgingen, kam das Offensivspiel beider Mannschaften nur schleppend in Schwung. Die Leverkusener übten dabei allerdings mehr Druck aus, zum Beispiel, weil sich Zé Elias und Wörns neben Libero Nowotny ein ums andere Mal wirkungsvoll nach vorn einschalteten. Die daraus resultierenden Torchancen konnten Kirsten, Meijer, Sergio und Wörns jedoch nicht verwerten. Die Arminia ihrerseits setzte ganz auf Konter, versuchte immer wieder, Kuntz und Reina von hinten heraus mit langen Bällen zu füttern. Doch die Bielefelder unterstützten die beiden Spitzen aus dem Mittelfeld nicht genügend, so daß Kuntz und Reina meist in Unterzahl standen und sich nicht durchsetzen konnten.

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Arminen noch weiter zurück, ließen das Loch im Mittelfeld noch größer werden. Kuntz, der nach 65 Minuten ausgeschiedene Reina und der zu langsame Fuchs konnten die erhaltenen Bälle nicht behaupten, fanden keine Mitspieler für vielversprechende Konter. So blieben die Bielefelder über 90 Minuten ohne echte Torchance.

Die Gastgeber erhöhten den Druck nach der Pause noch, kamen meist über die linke Seite durch, wo Sergio sich öfter gegen Reeb durchsetzen konnte als vor dem Seitenwechsel. Zudem verlor Gerber, der in der zweiten Halbzeit die rechte Bielefelder Außenbahn einnahm (Brendesaether wechselte nach links), zu viele Zweikämpfe. Das Tor der Leverkusener wurde allerdings auf der anderen Seite vorbereitet. Mit Meijers Kopfballtor knackten die Leverkusener den Riegel der am Ende dezimierten Bielefelder doch noch.

Spieler des Spiels

Jens Nowotny Abwehr

2,5
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Meijer (86', Lehnhoff)

Leverkusen

Heinen 3 - Nowotny 2,5, Wörns 2,5 , Happe 3 - Zé Elias 3, Heintze 3, Lehnhoff 3, Ramelow 4 , Paulo Sergio 3 - Kirsten 4,5 , Meijer 4

Bielefeld

U. Stein 3 - Silooy 3 , Meißner 3,5, G. Schäfer 3 - Reeb 3,5 , Brendesæther 3, R. Maas 4 , Maul 5 , Breitkreutz 5 - Reina 4 , S. Kuntz 4,5

Schiedsrichter-Team

Hermann Albrecht Kaufbeuren

4,5
Spielinfo

Stadion

Ulrich-Haberland-Stadion

Zuschauer

20.000

Es berichten Frank Lußem und Manfred Ewald