2. Bundesliga 2010/11, 29. Spieltag
18:10 - 8. Spielminute

Foulelfmeter
Sukalo
verschossen
Duisburg

18:42 - 40. Spielminute

Tor 1:0
Baljak
Rechtsschuss
Vorbereitung Reiche
Duisburg

18:43 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Stehle
Aachen

18:48 - 45. + 1 Spielminute

Tor 1:1
Stieber
Linksschuss
Vorbereitung Auer
Aachen

19:07 - 49. Spielminute

Tor 1:2
Auer
Kopfball
Vorbereitung Radjabali-Fardi
Aachen

19:21 - 62. Spielminute

Tor 2:2
Exslager
Rechtsschuss
Vorbereitung Säumel
Duisburg

19:24 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Trojan
für S. Yilmaz
Duisburg

19:26 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Junglas
Aachen

19:29 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Aachen)
Olajengbesi
für Stehle
Aachen

19:31 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Aachen)
Uludag
für Kratz
Aachen

19:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Schäffler
für Exslager
Duisburg

19:35 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Olajengbesi
Aachen

19:43 - 85. Spielminute

Tor 3:2
Sukalo
Rechtsschuss
Vorbereitung Sahan
Duisburg

19:45 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Aachen)
Se. Radu
für Demai
Aachen

19:50 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Yelldell
Duisburg

19:48 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Duisburg)
Bruno Soares
für Baljak
Duisburg

MSV

AAC

Duisburg bleibt durch Heimsieg in der Tabelle vor Aachen

Sukalo im Wechselbad der Gefühle

Tolgay Arslan (Alemannia Aachen), Goran Sukalo (MSV Duisburg)

Goran Sukalo - hier bedrängt von Aachens Tolgay Arslan - erlebte gegen die Alemannia eine Achterbahnfahrt der Gefühle. picture alliance

Duisburgs Trainer Milan Sasic wartete im Vergleich zur 1:2-Pleite bei Aufstiegsaspirant Fürth mit vier Änderungen in seiner Startformation auf: Reiche, Säumel, Yilmaz und Exslager ersetzten Bruno Soares, Veigneau (Gelbsperre), Kunt und den bereits erfolgreich operierten Sturm-Tank Maierhofer (Mittelfußbruch). Alemannia-Coach Peter Hyballa baute seine Anfangself nach dem 2:1-Sieg gegen 1860 München einmal um: Kratz kam für den gelbgesperrten Höger von Beginn an zum Zug.

Der MSV eroberte sich in der Anfangsphase Feldvorteile und präsentierte sich durchaus entschlossen in der Spieleröffnung und ersten zarten Offensivansätzen. Die erste hochkarätige Torgelegenheit hatten allerdings nicht die Meidericher, sondern die Alemannen. Radjabali-Fardi drängte auf links dynamisch nach vorne und flankte ins Zentrum, wo Kratz das Leder unbedrängt über den Balken knallte (6.).

In einer unterhaltsamen Begegnung hatten die Hausherren zwei Minuten später, die große Möglichkeit, in Front zu gehen. Achenbach hatte Yilmaz, der das Leder im Strafraum an ihm vorbeigespitzelt hatte, äußerst ungeschickt zu Fall gebracht. Sukalo schnappte sich das Leder, zielte bei seinem schwachen getretenen Elfmeter halbhoch aber zu unplatziert, sodass Alemannen-Keeper Hohs parierte. Fortan mangelte es beiden Teams zusehends an Präzision und spielerischem Esprit in ihren Angriffsbemühungen in einer gleichwohl mitunter intensiv geführten Begegnung.

Die nächste Gelegenheit für die weiter spielbestimmenden "Zebras" entstand konsequenterweise etwas zufällig: Nach einem Sahan-Freistoß bekam der Aachener Abwehrverbund das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Von Banovic sprang das Spielgerät zu Bajic, der es knapp rechts am Gehäuse vorbeijagte (21.). Nach weiteren Duisburger Halbchancen meldeten sich auch die Kaiserstädter wieder vor dem gegnerischen Kasten zu Wort: Kratz traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (35.).

Stieber antwortet Baljak

Fünf Zeigerumdrehungen später klingelte es auf der Gegenseite: Baljak antizipierte einen weiten Schlag von Reiche aus der eigenen Hälfte - bei Ballabgabe allerdings einen Schritt im Abseits - sehr gut. Der MSV-Kapitän behielt vor Hohs die Nerven, tunnelte den Gästekeeper und brachte so die Gastgeber ins Vordertreffen. Alles deutete auf eine 1:0-Halbzeitführung der Meidericher hin. Doch Stieber machte den Duisburgern einen Strich durch die Rechnung: Nach kapitalem Fehlpass von Reiche bedient Auer mit einem maßgenauen Zuspiel den Bald-Mainzer, der per überlegten Lupfer über Yelldell abgebrüht vollstreckte (45. +1).

Der 29. Spieltag

Der MSV kam couragiert aus der Kabine: Baljak zirkelte die Kugel nahe der Strafraumgrenze listig aufs rechte Eck, aber auch knapp am rechten Pfosten vorbei (46.). Auf der Gegenseite köpfte keine 60 Sekunden später Goalgetter Auer im Zurücklaufen am Gehäuse vorbei. Zwei Minuten hatte der Aachener Sturmführer sein Visier besser eingestellt und stockte seine Trefferzahl auf 17 auf: Radjabali-Fardi flankte maßgenau ins Zentrum an die Fünfergrenze, wo Torjäger Auer das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen wuchtete.

In einer weiter munteren Partie begegneten sich die Teams fortan mit offenem Visier und kreierten Torchancen. In der 62. Minute glichen die "Zebras" aus: Hohs ließ einen eigentlich harmlosen Säumel-Schuss nach vorne prallen. Exslager sagte Danke und schob mühelos zum 2:2 ein. Elf Zeigerumdrehungen später setzte sich Duisburgs im Strafraum couragiert in Szene, scheiterte aber an Hohs. Besser machte es in der 85. Minute Sukalo: Sahan steckte auf den Slowenen durch, der das Spielgerät aus spitzem Winkel ins Netz knallte. In einer prickelnden Schlussphase bot sich beiden Teams die Chance zu weiteren Treffern, die aber letztlich nicht genutzt wurden.

Spieler des Spiels

Goran Sukalo Mittelfeld

2
Tore und Karten

1:0 Baljak (40', Rechtsschuss, Reiche)

1:1 Stieber (45' +1, Linksschuss, Auer)

1:2 Auer (49', Kopfball, Radjabali-Fardi)

2:2 Exslager (62', Rechtsschuss, Säumel)

3:2 Sukalo (85', Rechtsschuss, Sahan)

Duisburg

Yelldell 3 - B. Kern 3, Reiche 4, Bajic 3, Säumel 3 - Banovic 3, Sukalo 2 , S. Yilmaz 4 , Sahan 4 - Exslager 3 , Baljak 3

Aachen

Hohs 4,5 - Demai 3 , Stehle 4 , Feisthammel 4, Achenbach 3,5 - Kratz 3 , Junglas 3 , Radjabali-Fardi 2,5, Arslan 3 - Auer 3 , Stieber 3

Schiedsrichter-Team

Christian Schößling Leipzig

2
Spielinfo

Stadion

Schauinsland-Reisen-Arena

Zuschauer

13.147

Der MSV Duisburg wird am Samstag in Cottbus gastieren (13.00 Uhr), während die Alemannia tags darauf (13.30 Uhr) Erzgebirge Aue empfängt.