2. Bundesliga 2010/11, 25. Spieltag
18:08 - 6. Spielminute

Tor 0:1
Mölders
Linksschuss
Vorbereitung Bouhaddouz
FSV Frankfurt

18:22 - 21. Spielminute

Tor 1:1
Ebert
Linksschuss
Vorbereitung Rukavytsya
Hertha

18:36 - 34. Spielminute

Tor 2:1
Hubnik
Rechtsschuss
Vorbereitung Niemeyer
Hertha

18:35 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Niemeyer
Hertha

18:46 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
C. Müller
FSV Frankfurt

19:04 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
Fillinger
für Hickl
FSV Frankfurt

19:22 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Raffael
für Niemeyer
Hertha

19:29 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Janker
für Lell
Hertha

19:35 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Ronny
für Rukavytsya
Hertha

19:40 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
Cidimar
für Konrad
FSV Frankfurt

19:40 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
N'Diaye
für Mölders
FSV Frankfurt

19:42 - 82. Spielminute

Tor 3:1
Raffael
Rechtsschuss
Vorbereitung Hubnik
Hertha

BSC

FSV

Hertha BSC behauptet die Tabellenführung

Raffael nimmt dem FSV den Wind aus den Segeln

Patrick Ebert (Hertha BSC)

Fingerzeig im Aufstiegsrennen: Berlins Patrick Ebert sorgte beim 3:1-Heimerfolg gegen den FSV Frankfurt für den Ausgleich. picture alliance

Hertha-Coach Markus Babbel sah nach dem imposanten 5:0-Erfolg in Aachen keine Veranlassung, seine Anfangsformation zu verändern. Dementsprechend musste sich auch Raffael, der beim Schützenfest in der Kaiserstadt aufgrund einer Wadenblessur gefehlt hatte, zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen.

Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Boysen wartete im Vergleich zur bitteren 1:2-Auswärtspleite in Cottbus in der Nachspielzeit mit zwei Neuen in der Startelf auf: Christian Müller und Wunderlich kehrten nach ihren Gelbsperren für Spielführer Schlicke (5. Gelbe Karte) und Fillinger ins Team zurück. Die Kapitänsbinde übernahm Gjasula.

Nach einer kurzen Abtastphase, in der es Hertha BSC in der Offensive an Tempo und zündenden mangelte, meldeten sich die Gäste nach einer Gjasula-Freistoßflanke durch Bouhaddouz erstmals in der Offensive zu Wort. Der Deutsch-Marokkaner beförderte, allerdings hart bedrängt, das Leder deutlich über das Berliner Gehäuse (4.). Nur zwei Minuten später ging der FSV in Front: An der Fünfergrenze leitete Bouhaddouz - unbeholfen attackiert von Hertha-Keeper Aerts – die Kugel weiter zu Mölders. Frankfurts Top-Torjäger knallte sie per spektakulärem Fallrückzieher zu seinem 14. Saisontreffer in den verwaisten Kasten.

Ebert macht´s volley

Der Spitzenreiter mühte sich um eine Antwort, tat sich gegen einen gut sortierten gegnerischen Abwehrverbund aber schwer. Die Hauptstädter hatten fortan zwar ein Plus an Ballbesitz, ohne jedoch zunächst wirklich bedrohliche Situationen heraufzubeschwören. Dies änderte sich in Minute 21 und hatte prompt den Ausgleich zur Folge: Rukavytsya behauptete das Spielgerät robust und brachte eine butterweiche Flanke von links ins Zentrum: Dort nahm Ebert das Leder direkt ab, um anschließend seinen ersten Saisontreffer zu feiern. Hertha BSC blieb am Drücker und war nun der Führung nahe: Ebert beförderte den Ball mit Effet an den zweiten Pfosten, wo Ramos im harten Luftkampf gegen Konrad die Hand des Frankfurters anköpfte. Von dieser sprang das Spielgerät an den rechten Pfosten. Referee Guido Winkmann erkannte allerdings auf Freistoß für die Hessen (25.).

Die Berliner ließen sich davon aber nicht beirren. Wunderlich klärte vor dem einschussbereiten Rukavytsya (31.), ehe der Liga-Primus drei Zeigerumdrehungen später seine Druckphase mit der Führung krönte: Sturmtank Lasogga setzte per Hackentrick Niemeyer in Szene, dessen flache Hereingabe in der Mitte der aufgerückte Hubnik verwertete. Bis zum Kabinengang verwaltete der Liga-Primus das Ergebnis mit reifer Spielanlage, während das Boysen-Team weiter aus einer Konterstellung heraus agierte, aber nicht an die Zielstrebigkeit aus der Anfangsphase anknüpfen konnte.

Der 25. Spieltag

Durchgang zwei starteten die Hausherren schläfrig, den Frankfurtern bot sich gleich dreimal die Ausgleichschance. Doch Bouhaddouz und Mölders jagten das Spielgerät über den Balken (50., 51.), ehe ein von Lell abgefälschter Bouhaddouz-Schuss Hertha-Schlussmann Aerts kein Kopfzerbrechen bereitete (53.). Der engagierte FSV-Zwischenspurt blieb aber ohne Torerfolg, sodass die Berliner ihre Aktionen wieder zusehends nach vorne verlagern konnten.

In der 63. Minute kam Raffael für Niemeyer in die Partie und sollte dem in Durchgang zwei behäbigen Berliner Spiel im Aufbau kreative Impulse verleihen. Keine 60 Sekunden später wurde nach einem öffnenden Zuspiel des brasilianischen Edeltechnikers Rukavytsya unberechtigt zurückgepfiffen. Der FSV blieb dennoch das aktivere Team. In der 79. Minute lenkte der nicht immer sicher wirkende Aerts einen tückischen Bouhaddouz-Aufsetzer allerdings gekonnt zur Ecke.

Wenig später duschte Hertha BSC die Frankfurter bei ihren Offensivbemühungen aber kalt ab. Der aufgerückte Hubnik legte nach einem Ebert-Standard auf Raffael zurück, der überlegt flach ins linke Ecke einschob (82.) Die "Alte Dame" ließ in der Folge noch Chancen zum 4:1 liegen: Klandt zeigt bei Ramos´ wuchtigem Kopfball eine spektakuläre Parade, Gledson kratzte Lasoggas Abschluss mit vollem Einsatz artistisch von der Linie (85., 88.), sodass es letztlich beim 3:1 für die Gastgeber blieb.

Spieler des Spiels

Roman Hubnik Abwehr

2,5
Tore und Karten

0:1 Mölders (6', Linksschuss, Bouhaddouz)

1:1 Ebert (21', Linksschuss, Rukavytsya)

2:1 Hubnik (34', Rechtsschuss, Niemeyer)

3:1 Raffael (82', Rechtsschuss, Hubnik)

Hertha

Aerts 4,5 - Lell 4 , Hubnik 2,5 , Mijatovic 3,5, Kobiashvili 3,5 - Niemeyer 3,5 , Lustenberger 4, Ebert 2,5 , Rukavytsya 3 - Ramos 4,5, Lasogga 3,5

FSV Frankfurt

Klandt 3 - C. Müller 4,5 , Heitmeier 5, Gledson 4, Konrad 4,5 - Cinaz 4, Wunderlich 4, J. Gjasula 3,5, Hickl 4,5 , Bouhaddouz 3 - Mölders 2,5

Schiedsrichter-Team

Guido Winkmann Kerken

3,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

32.401

Die Berliner betreiten ihre nächste Pflichtbegegnung am 14. März. In einer Montagspartie geht es dann auswärts gegen Aufstiegsaspirant SpVgg Greuther Fürth zur Sache. Die Frankfurter Pause dauert derweil nicht so lange: Der FSV empfängt bereits am 11. März - zum 13. Mal spielt er dann einem Freitag - den FC Ingolstadt.