2. Bundesliga 2010/11, 24. Spieltag
13:05 - 5. Spielminute

Tor 1:0
Tadic
Linksschuss
Bielefeld

13:07 - 7. Spielminute

Gelbe Karte
Gonther
Paderborn

13:37 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Brandy
Paderborn

13:40 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Demme
Bielefeld

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Manno
für Brandy
Paderborn

14:12 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Mosquera
für D. Jansen
Paderborn

14:20 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
Uzoma
für C. Müller
Bielefeld

14:31 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Brückner
Paderborn

14:33 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
Heidinger
für Tadic
Bielefeld

14:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Klotz
für Manno
Paderborn

14:36 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Heidinger
Bielefeld

14:38 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Bielefeld)
Sako
für Feick
Bielefeld

14:43 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Raitala
Paderborn

14:45 - 88. Spielminute

Tor 1:1
Klotz
Rechtsschuss
Vorbereitung Mohr
Paderborn

14:47 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
S. Kaiser
Bielefeld

BIE

SCP

Bielefeld verpasst den Befreiungsschlag

Joker wird zum Klotz an Arminias Bein

Josip Tadic netzt vor Paderborns Jukka Raitala zum 1:0 ein

Die Bielefelder Führung: Josip Tadic netzt vor Paderborns Jukka Raitala ein. picture-alliance

Arminias Coach Ewald Lienen drehte nach der 0:3-Niederlage in Aue kräftig am Personalkarussell und brachte fünf Neue: Für Nibombé, di Gregorio, Quaner, Uzoma und Abelski durften Kaiser, Kauf (erste Partie nach vier Monaten Verletzungspause), Demme, C. Müller und Tadic ran.

Paderborns Trainer Andre Schubert veränderte sein Team im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen Aachen auf drei Positionen: Guié-Mien, Brückner und Brandy spielten für Strohdiek, Wemmer und Heithölter.

Das Derby erlebte einen munteren Beginn. Vor allem die Arminia zeigte viel Engagement und Einsatzwillen, welcher gegen die zunächst etwas schlafmützige Deckung des SCP bald belohnt wurde: Nach einer Ecke brachte Müller den Ball in die Mitte. Tadic behielt nach einer unübersichtlichen Situation am Fünfmeterraum den Durchblick und netzte vor Raitala aus fünf Metern flach ins linke Eck ein (5.).

Auf holprigem Boden entwickelte sich eine Partie mit vielen verbissenen Zweikämpfen. Chancen gab es auf beiden Seiten: Müllers Freistoß aus der Distanz strich über den Balken (8.), Jansen verpasste nach Krösches Balleroberung gegen Kauf den Querpass frei vor dem Tor knapp (10.).

Paderborn hatte in der Folge mehr Ballbesitz, kam aber zunächst nicht zum Abschluss. Anders die auf Konter setzende Lienen-Elf, die durch den agilen Tadic dicht vor dem 2:0 stand (18.).

Die Gäste tauchten bis auf Alushi, von Bollmann gerade noch ausgebremst, und im Anschluss an die folgende Ecke durch Guié-Mien, der drüberschoss (22.), kaum gefährlich am gegnerischen Strafraum auf. Es fehlte an Esprit und Durchschlagskraft, die Bielefelder hatten kaum Probleme, den Kontrahenten in Schach zu halten.

Nach vorne ging auch beim Schlusslicht nicht mehr viel, weil es Tadic und Vidosic an Unterstützung mangelte. Struktur blieb auf beiden Seiten ein Fremdwort, folgerichtig ging es ohne weitere nennenswerten Torszenen mit der knappen Führung des Kellerkindes in die Kabinen.

Der 24. Spieltag

Mit Manno für den gelbverwarnten Brandy begann Paderborn den weiten Abschnitt. Taktisch änderte sich gar nichts: Die Gastgeber standen weiterhin sehr tief und der SC mühte sich, den kompakten Abwehrriegel des Rivalen zu knacken. Bis zum ersten Abschluss dauerte es zehn Minuten: Guié-Mien, eher zufällig an den Ball gekommen, verzog aus 20 Metern (55.).

Mit Mosquera für Jansen (56.) kam noch ein neuer Angreifer bei der Brückner-Elf, die nach Eilhoffs Patzer durch Mohr nah dran war am Ausgleich (57.). Für die Arminia gab es kaum noch Entlastung, Krösche fehlten zum 1:1 Zentimeter, als Eilhoff seinen 20-Meter-Schuss an die Latte lenkte (61.).

Nach fußballerischen Leckerbissen suchte man nach wie vor vergeblich. Das Schlusslicht stemmte sich den unermüdlichen, aber meist unpräzisen Angriffen Paderborns engagiert entgegen. Entlastung blieb in der weiterhin kampfbetonten Begegnung für die Hausherren lange Zeit Fehlanzeige - erst nach 75 Minuten machten sich die Lienen-Schützlinge etwas vom Dauerdruck des Gegners frei.

Zwei Minuten später musste Joker Manno angeschlagen schon wieder raus - Klotz kam. In der Schlussphase fehlten klare Aktionen gänzlich. Viele Unterbrechungen unterbrachen den Spielfluss, und Paderborn suchte lange Zeit vergeblich den Weg vors Bielefelder Tor. Als sich die Arminen schon Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg machten, schlug ausgerechnet der eingewechselte Klotz doch noch zu: Krösche und Guié-Mien gewannen ihre Zweikämpfe im Mittelfeld, Mohr passte in den Lauf von Klotz, der von halbrechts aus 13 Metern trocken flach ins linke Eck traf (88.).

Spieler des Spiels

Rüdiger Kauf Mittelfeld

3
Tore und Karten

1:0 Tadic (5', Linksschuss)

1:1 Klotz (88', Rechtsschuss, Mohr)

Bielefeld

Eilhoff 4 - S. Kaiser 3,5 , Appiah 4,5, Bollmann 4, Schuler 3,5 - Kauf 3, Demme 4,5 , C. Müller 5 , Vidosic 3,5, Feick 5 - Tadic 3

Paderborn

Masuch 3 - Gonther 3,5 , Mohr 3,5, Palionis 4,5, Raitala 4 - Alushi 4, Krösche 3, Brandy 4 , Guié-Mien 4, Brückner 5 - D. Jansen 4,5

Schiedsrichter-Team

Markus Schmidt Stuttgart

4
Spielinfo

Stadion

Schüco-Arena

Zuschauer

17.112

Bielefeld und Paderborn erwarten beide in ihrem jeweils nächsten Spiel einen DFB-Pokalhalbfinalisten. Die Arminia spielt am 6. März gegen Duisburg, und der SCP tritt bereits einen Tag früher gegen Cottbus an.