2. Bundesliga 2010/11, 15. Spieltag
18:31 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Kratz
Aachen

18:46 - 45. Spielminute

Tor 0:1
Arslan
Rechtsschuss
Vorbereitung Achenbach
Aachen

19:03 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Oberhausen)
Krontiris
für Schönfeld
Oberhausen

19:08 - 51. Spielminute

Tor 0:2
Stehle
Kopfball
Vorbereitung Stieber
Aachen

19:13 - 56. Spielminute

Tor 1:2
Lamidi
Linksschuss
Vorbereitung Luz
Oberhausen

19:30 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Oberhausen)
König
für Luz
Oberhausen

19:38 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Oberhausen)
Terranova
für Reichert
Oberhausen

19:38 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Achenbach
Aachen

19:41 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Aachen)
Gueye
für Stieber
Aachen

19:48 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Kaya
Oberhausen

19:49 - 90. + 1 Spielminute

Rote Karte
Terranova
Oberhausen

19:50 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Hohs
Aachen

RWO

AAC

Aachen gelingt nach vier sieglosen Spielen wieder ein Dreier

Arslan heizt Oberhausen ein

Tolgay Arslan, Aimen Demai (Alemannia Aachen)

Das hab ich gut gemacht: Aachens Tolgay Arslan bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Teamkollege Aimen Demai (im Hintergrund). picture alliance

RWO-Coach Hans-Günter Bruns wartete gegenüber der 0:4-Schlappe in Karlsruhe mit drei Änderungen an seiner Anfangsformation auf: Miletic und Hergesell kamen in der Viererkette für die zudem angeschlagenen Schlieter und Embers zum Zug. Schönfeld hatte sich durch zuletzt gute Traininingsleistungen empfohlen und sollte anstelle von Celik nach vorne Akzente setzen.

Aachens Trainer Peter Hyballa baute seine Startelf nach der 1:3-Heimpleite gegen Augsburg ebenfalls dreimal um: Demai agierte statt Casper als rechter Außenverteidiger. Stehle ersetzte im Abwehrzentrum Herzig (Knieprobleme). Im Offensivbereich verdrängte Arslan Gueye auf die Bank.

Beide Teams starteten engagiert in die Partie und legten in der flotten, aber zugleich hektischen Anfangsphase früh den Vorwärtsgang ein. Die Hausherren hatten durch einen abgeblockten Lamidi-Schuss eine erste Halbchance (6.), ehe sich keine 60 Sekunden später auch die Alemannia ein erstes Mal gefährlich vor dem Oberhausener Gehäuse zu Wort meldete: Stieber probierte es aus rund elf Metern per Drop-Kick, der Schuss des Ungarn rauschte jedoch über den Querbalken. Den Kontrahenten mangelte es in der temporeichen, intensiv geführten Begegnung zwar mitunter an Präzision. Dennoch kam RWO in Minute elf durch einen gelungene Einzelaktion von Lamidi zu einer weiteren Torgelegenheit: Der ehemalige Gladbacher tanzte Gegenspieler Feisthammel aus, zielte dann aber am rechten Pfosten vorbei.

Hergesell verhindert Auers achten Streich

Nach knapp einer Viertelstunde nahmen sich die Akteure eine Verschnaufpause. Während die Abwehrreihen weiterhin solide ihre Arbeit verrichteten, fehlte offensiv auf beiden Seiten die Passgenauigkeit und die kreativen Impulse, sodass Höhepunkte im frostigen Stadion Niederrhein fortan Mangelware waren. Folglich dauerte es bis zur 24. Minute, bis die Aachener dem Führungstreffer nahe waren: Hergesell klärte jedoch im letzten Moment vor dem einschussbereiten Auer und verhinderte so den achten Saisontreffer des Alemannen-Goalgetters.

Neun Zeigerumdrehungen später hatten die RWO-Fans den Torjubel bereits auf den Lippen: Kapitän Kaya schnippelte einen Freistoß in den Sechzehner, Luz köpfte knapp links vorbei. Dies rächte sich, denn in der Schlussminute der regulären Spielzeit schlugen die Hyballa-Schützlinge eiskalt zu: Achenbach trieb das Leder nach kapitalem Ballverlust im Oberhausener Spielaufbau energisch nach vorne und bediente im richtigen Moment Arslan. Die HSV-Leihgabe behielt in der Eins-gegen-Eins-Situation gegen Schlussmann Pirson die Nerven und vollstreckte überlegt zur Aachener Pausenführung.

Der 15. Spieltag

Die Gäste aus der Kaiserstadt begannen Durchgang zwei zielstrebig. Auer nahm das Spielgerät aus über 20 Metern volley, Pirson zeigte sich jedoch reaktionsschnell auf dem Posten (47.). Die Alemannia blieb am Drücker und wurde mit dem 2:0 belohnt: Stieber brachte die Kugel per Eckball von links an den linken Fünfmeterrand. Der aufgerückte Stehle enteilte Luz und beförderte das Leder wuchtig mit dem Kopf in die Maschen (51.).

Doch die Bruns-Truppe antwortete nur fünf Minuten später: Nach einer Ecke von rechts leitete Luz die Kugel mit der Brust weiter zu Lamidi, der diese aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Die Gastgeber verlagerten nun ihre Bemühungen in die Offensive, zeigten sich dabei bei Kontern aber anfällig: Arslan, der etwas zu uneigennützig Kapitän Auer einzusetzen versuchte, und Stieber, der den Ball rechts vorbeijagte, verpassten es, die Zwei-Tore-Führung wiederherzustellen (62. und 63.).

RWO raffte sich etwa eine Viertelstunde vor Spielende zu einer Schlussoffensive auf, bei einem Schuss des eingewechselten Krontiris´ präsentierte sich Gästekeeper Hohs auf dem Posten. Die Oberhausener agierten gleichwohl zu bieder und ohne die nötige Durchschlagskraft, während auf der Gegenseite der eingewechselte Gueye die Entscheidung verpasste. In der Nachspielzeit gingen Terranova, der in der 84. Minute für RWO-Kapitän Reichert in die Partie gekommen war, die Gäule durch: Der Angreifer foulte Stehle rüde und bekam von Referee Markus Schmidt den roten Karton vorgehalten (90. +1).

Spieler des Spiels

Manuel Junglas Mittelfeld

2
Tore und Karten

0:1 Arslan (45', Rechtsschuss, Achenbach)

0:2 Stehle (51', Kopfball, Stieber)

1:2 Lamidi (56', Linksschuss, Luz)

Oberhausen

Pirson 2,5 - Landers 3,5, Miletic 5, Klinger 3, Hergesell 3 - Reichert 3,5 , Petersch 4, Kaya 3 , Schönfeld 5 - Luz 4 , Lamidi 3,5

Aachen

Hohs 3 - Demai 3, Stehle 2,5 , Feisthammel 3,5, Achenbach 3 - Höger 2,5, Junglas 2, Kratz 4 , Stieber 2,5 , Arslan 2,5 - Auer 3,5

Schiedsrichter-Team

Markus Schmidt Stuttgart

2,5
Spielinfo

Stadion

Stadion Niederrhein

Zuschauer

4.391

Beide Teams sind am kommenden Spieltag erneut freitags im Einsatz: RWO reist nach Fürth. Die Alemannia, die sich im Tabellen-Mittelfeld konsolidiert hat, empfängt zeitgleich ab 18 Uhr Fortuna Düsseldorf.