2. Bundesliga 2010/11, 6. Spieltag
18:33 - 32. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Kronaveter
für Shao
Cottbus

19:18 - 59. Spielminute

Tor 0:1
Friend
Rechtsschuss
Vorbereitung Ramos
Hertha

19:20 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Brzenska
Cottbus

19:22 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Domovchiyski
Hertha

19:24 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Reimerink
für Adlung
Cottbus

19:26 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Soma
Cottbus

19:33 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Lasogga
für Friend
Hertha

19:37 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Se. Radu
für Kurth
Cottbus

19:39 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Djuricin
für Domovchiyski
Hertha

19:45 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Kruska
Cottbus

19:49 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Ronny
für N. Schulz
Hertha

FCE

BSC

Erste Niederlage für die Cottbuser

Friend hält die Hertha auf Kurs

Friend gegen Kirschbaum und Brzenska

Ab der 30. Minute war es ein packendes Derby: Friend gegen Kirschbaum und Brzenska. picture-alliance

Der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz baute nach dem 2:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth seine Anfangsformation auf einer Position um: Kronaveter bekam zunächst eine Pause, für ihn spielte Shao von Beginn an.

Herthas Trainer Markus Babbel stellte nach dem 4:0-Heimsieg gegen Karlsruhe auch einmal die erste Elf um: Youngster Schulz bekam seine Chance auf rechts, für ihn musste Rukavytsya weichen.

Das Spiel begann erstaunlich verhalten. Obwohl beide Teams für schnelle Tore bekannt sind (Ramos nach 16 Sekunden, Petersen nach 19 Sekunden, jeweils gegen den KSC), passierte fast eine Viertelstunde wenig. Sieht man einmal davon ab, dass FCE-Trainer Wollitz von Schiedsrichter Drees schon in der ersten Minute ermahnt wurde.

Optisch waren die Berliner zunächst überlegen, sie hatten die bessere Raumaufteilung, waren passsicherer und profitierten von der Ängstlichkeit der Cottbuser, überhaupt nach vorne zu spielen. So hatten die Hauptstädter durch Friend auch die erste Chance, doch Keeper Kirschbaum entschärfte den wuchtigen Kopfball des Stürmers nach einer Schulz-Ecke (13.).

Cottbus fand in dieser Phase keinen Rhythmus, die Fehlerquote war hoch, was wohl auch daran lag, dass wichtige Mittelfeldspieler wie Kruska oder Shao frühzeitig behandelt werden mussten. Für den Chinesen war in der 32. Minute Schluss, der Linksfuß verdrehte sich ohne gegnerische Einwirkung das rechte Knie und musste durch Kronaveter ersetzt werden.

Doch ab der 35. Minute schwammen sich die Lausitzer dann zur Freude ihres Publikums frei. Petersen ließ einen ersten Schuss los, nachdem Berlins Keeper Aerts schlampig klärte - der Ball rauschte am langen Pfosten vorbei. Noch vor der Pause hatte dann Jula zweimal die Führung auf dem Fuß, aber besonders in der 41. Minute verließen ihn die Nerven: Adlung hatte sich energisch durchgesetzt und wollte den Stürmer bedienen. Mijatovic klärte zunächst, ließ sich dann aber den Ball wieder abluchsen, doch Jula schob alleine vor Aerts den Ball am Tor vorbei. Bei seiner zweiten Chance hatte zuvor wieder Mijatovic gepatzt, doch den Volleyschuss der Cottbuser Nummer 9 lenkte Aerts mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Der 6. Spieltag

Im zweiten Abschnitt, der ohne personelle Wechsel begann, war sofort Tempo drin, dazu zahlreiche Strafraumaktionen. Zunächst gab eindeutig Cottbus den Ton an, die Hertha-Abwehr wackelte einige Male bedenklich, doch weder Jula noch Petersen konnten ihre Chancen nutzen.

Umso bitterer für Energie, dass die Babbel-Elf in dieser Phase in Führung ging. Lell hatte von rechts auf den zweiten Pfosten geflankt, Afriyie sprang unter dem Ball durch und so konnte Ramos seinen Sturmpartner Friend bedienen. Der Kanadier musste im Fünfer nur noch den Fuß hinhalten und brachte die Hauptstädter in der 60. Minute in Front.

Die Lausitzer schüttelten sich kurz und bliesen dann zur Aufholjagd. Herthas Abwehr, speziell Mijatovic, hatte sich aber mittlerweile gefangen, so dass die Cottbuser nur schwer die Lücke fanden. Die Berliner lauerten nun auf Konter, die sie jedoch nicht konzentriert genug zu Ende spielten. Ramos vergab eigensinnig (78.), der eingewechselte Lasogga lupfte den Ball freistehend am Kasten von Kirschbaum vorbei (83.).

In der Schlussphase war es nun ein absolut packendes Derby. Die Berliner verteidigten leidenschaftlich, die Cottbuser suchten immer wieder Jula und Petersen - Letzterer köpfte in der Schlussphase einmal drüber und schoss einmal aus 20 Metern deutlich vorbei. Noch größer war die Gelegenheit für den eingewechselten Radu, der in der Nachspielzeit alleine vor Aerts auftauchte, aber Ramos rettete für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie (90./+1.). Wenige Sekunden später stand der Rumäne wieder zum Einschuss bereit, aber er verzog erneut (90./+2.). So blieb es beim knappen 1:0-Auswärtssieg des Bundesliga-Absteigers.

Spieler des Spiels

Peter Niemeyer Mittelfeld

2
Tore und Karten

0:1 Friend (59', Rechtsschuss, Ramos)

Cottbus

Kirschbaum 2 - Afriyie 5, Hünemeier 4, Brzenska 3,5 , Soma 4 - Kruska 4 , Adlung 4 , Kurth 3,5 , Shao 4,5 - Petersen 4, Jula 3

Hertha

Aerts 2,5 - Lell 3, Hubnik 3, Mijatovic 3,5, Kobiashvili 4 - Niemeyer 2, N. Schulz 2,5 , Domovchiyski 3,5 , Raffael 3, Ramos 3 - Friend 2,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Jochen Drees Münster-Sarmsheim

3,5
Spielinfo

Stadion

Stadion der Freundschaft

Zuschauer

21.350 (ausverkauft)

Am 7. Spieltag tritt Energie Cottbus am Sonntag um 13.30 Uhr auswärts beim FSV Frankfurt an. Im Montagabendspiel empfängt Hertha BSC um 20.15 Uhr Alemannia Aachen.