Bundesliga 2010/11, 29. Spieltag
18:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Castro
für Balitsch
Leverkusen

18:44 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Schwaab
Leverkusen

18:48 - 58. Spielminute

Tor 0:1
Takyi
Rechtsschuss
Vorbereitung F. Bruns
St. Pauli

18:49 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Derdiyok
für Kadlec
Leverkusen

18:56 - 66. Spielminute

Tor 1:1
Kießling
Rechtsschuss
Vorbereitung Derdiyok
Leverkusen

18:57 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
L. Bender
für Barnetta
Leverkusen

19:00 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Asamoah
St. Pauli

19:02 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Daube
für F. Bruns
St. Pauli

19:04 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Takyi
St. Pauli

19:07 - 77. Spielminute

Tor 2:1
L. Bender
Rechtsschuss
Vorbereitung Sam
Leverkusen

19:09 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Sukuta-Pasu
für F. Boll
St. Pauli

19:14 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Ebbers
für Takyi
St. Pauli

19:17 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Lehmann
St. Pauli

LEV

STP

St. Pauli mit siebter Niederlage in Folge

Kießling und Bender drehen die Partie

Ralph Gunesch, Stefan Kießling und Markus Thorandt

Schwerstarbeit: Leverkusens Kießling (Mi.) gegen Gunesch (li.) und Thorandt (beide St. Pauli.). Getty Images

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes änderte sein Team im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Kaiserslautern auf zwei Positionen: Für den erkrankten Nationalkeeper Adler (Magen-Darm-Virus) stand Giefer zwischen den Pfosten, zudem begann Kießling im Sturmzentrum für Derdiyok.

Nach der abgebrochenen und als 0:2-Niederlage gewerteten Partie gegen Schalke war Pauli-Trainer Holger Stanislawski um die Aufgabe, eine Aufstellung zu basteln, nicht zu beneiden. Kalla und Bartels fehlten wegen ihren Sperren vom letzten Freitag, Kruse wurde nicht rechtzeitig fit. Da weiterhin etliche Langzeitverletzte nicht zur Verfügung standen, musste Stanislawski improvisieren. Lechner, Eger, Gunesch, Bruns und Naki rotierten in die Startelf, Hennings fand sich auf der Bank wieder. Immerhin standen vier gelernte Verteidiger in der Abwehr.

Der 29. Spieltag

Trotz der personellen Probleme versteckte sich St. Pauli zu Beginn nicht, attackierte früh den Gegner und suchte auch den Weg Richtung gegnerisches Tor. Und auch die erste Möglichkeit gehörte den Hanseaten, als Lehmann nach einem feinen Takyi-Lupfer frei zum Schuss kam, aber zu hoch zielte (6.).

Mit zunehmender Spieldauer brachten die Leverkusener dann aber die Partie immer besser unter Kontrolle. Auch, weil St. Pauli sich vielfach nur mit Fouls zu helfen wusste und Bayer so immer wieder zu aussichtsreichen Standardsituationen kam. Ballack hatte die Chance zur Führung, aber Pliquett im Tor St. Paulis reagierte blitzschnell und verhinderte ein Gegentor (12.).

Leverkusen blieb dominant, konnte dabei aber nur phasenweise überzeugen. Es entwickelte sich das von Heynckes im Vorfeld propagierte Geduldsspiel. Zwar betrieb Leverkusen viel Aufwand, besaß ein deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz und Feldvorteile, doch es mangelte an Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft. Zumal sich die vielbeinige Abwehr St. Paulis dem Dauerdruck mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenstellte. Dennoch hätte die Werkself in Führung gehen müssen. In der 38. Minute wurde Vidal am rechten Strafraumeck vorbildlich von Rolfes und Barnetta freigespielt, doch der Chilene schoss freistehend am Tor vorbei.

Takyi schockt Bayer

Mit Castro für Balitsch ging Leverkusen den zweiten Durchgang an, bei St. Pauli gab es zunächst keine Veränderungen. Die Partie hatte nun deutlich mehr zu bieten, auch weil sich St. Pauli mehr Spielanteile erarbeiten konnte. Und die "Kiez-Kicker" brauchten nicht lange, um zum Erfolgserlebnis zu kommen. Nachdem Nakis Schuss in der 53. Minute gerade noch einmal abgeblockt wurde, schlug es fünf Minuten später ein. Takyi brachte Bruns auf der rechten Seite ins Spiel und lief in den Strafraum durch. Bruns flankte nach innen, wo Takyi mit dem rechten Bein vor Schwaab zur Stelle war und Giefer zum bis zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden 0:1 überwand (58.).

Heynckes reagierte umgehend und brachte mit Derdiyok einen zweiten Stürmer neben Kießling. Und nur wenig später schickte Castro per Hakentrick den Schweizer auf die Reise. Derdiyok lief auf Pliquett zu, passte aber schön zurück auf Kießling, der aus elf Metern nur noch einschießen musste (66.).

Bayer erhöhte nochmals den Druck und drängte auf das Siegtor. Dieses fiel dann auch, allerdings unter gnädiger Mithilfe von St. Paulis Keeper Pliquett, der bis dato sein Team durch etliche Paraden im Spiel hielt. Sam steckte klasse auf Lars Bender durch, der Thorandt einfach abtropfen ließ. Aus kurzer Distanz zog er dann ab, Pliquett ließ den allerdings sehr scharfen Schuss durch die Finger ins Tor gleiten (77.).

Die Würfel waren damit gefallen. St. Pauli konnte nicht mehr zurückkommen, Bayer schaukelte den Erfolg eine Woche vor dem Knaller bei Bayern München nach Hause.

Spieler des Spiels

Michael Ballack Mittelfeld

2
Spielnote

Relativ einseitige Partie, trotz vieler vermeidbarer Patzer jederzeit spannend.

3
Tore und Karten

0:1 Takyi (58', Rechtsschuss, F. Bruns)

1:1 Kießling (66', Rechtsschuss, Derdiyok)

2:1 L. Bender (77', Rechtsschuss, Sam)

Leverkusen

Giefer 3 - Balitsch 4 , Schwaab 3,5 , Reinartz 3, Kadlec 4 - Vidal 2,5, Rolfes 3, Sam 3,5, Ballack 2, Barnetta 4 - Kießling 3

St. Pauli

Pliquett 5 - F. Lechner 5, Thorandt 4, Eger 4,5, Gunesch 3,5 - F. Boll 4 , Lehmann 3,5 , F. Bruns 4 , Takyi 3,5 , Naki 4,5 - Asamoah 5

Schiedsrichter-Team

Dr. Jochen Drees Münster-Sarmsheim

3
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

30.210 (ausverkauft)

Bayer Leverkusen ist am Sonntag beim Topspiel bei den Bayern zu Gast (15.30 Uhr), während St. Pauli bereits am Samstag um 15.30 Uhr nach Wolfsburg muss.