Bundesliga 2010/11, 27. Spieltag
21:10 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Gladbach

21:44 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
M. Hanke
für Idrissou
Gladbach

21:49 - 61. Spielminute

Tor 0:1
Bailly
Eigentor, rechte Hand
Vorbereitung Tiffert
K'lautern

21:50 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Herrmann
für M. Fink
Gladbach

21:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Lakic
für Nemec
K'lautern

21:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Matmour
für Arango
Gladbach

22:04 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Neustädter
Gladbach

22:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Petsos
für Moravek
K'lautern

22:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Amedick
für Tiffert
K'lautern

BMG

FCK

Hanke feiert 200. Einsatz - FCK zum vierten Mal ungeschlagen

Bailly boxt sich den Ball selbst rein

Dante klärt den Ball

Artistisch: Gladbachs auffälligster Spieler, Dante, geht hier seinem Job als Verteidiger nach. Getty Images

Gladbachs Trainer Lucien Favre änderte sein Team im Vergleich zum 1:1 in Bremen nur auf einer Position: Im defensiven Mittelfeld erhielt Nordtveit den Vorzug vor Marx.

FCK-Coach Marco Kurz machte es dem Schweizer gleich und beließ es nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg ebenfalls bei nur einem Wechsel, der aber eine Systemänderung zur Folge hatte. Kirch spielte für Hoffer, wodurch Kaiserslautern mit Nemec nur eine nominelle Spitze auf dem Feld hatte. Interessant: Die wiedergenesenen Sippel (Grippe) und Lakic (Fußprellung) fanden sich zunächst auf der Bank wieder.

Im Borussia-Park war die Rollenverteilung früh klar. Gladbach machte mehr nach vorne, während die Lauterer eher auf kontrollierte Offensive setzten. Dabei entwickelte sich zu Beginn ein durchaus ansehnliches Duell, das nicht ausschließlich durch Kampf geprägt war. Das Gegenteil war sogar der Fall: Die Borussia war bemüht, mit flüssigen und schnellen Kombinationen nach vorne zu kommen. Die "Roten Teufel" setzten dabei eher auf Direktspiel. Allerdings leisteten sich beide Mannschaften zunächst zu viele leichte Abspielfehler, sodass Torraumszenen absoluten Seltenheitswert hatten.

1. Bundesliga, 27. Spieltag

So war ein Standard nötig, um das erste Raunen im weiten Rund auszulösen: Nach Arangos Freistoß von links köpfte Jantschke knapp vorbei (12). Kurz darauf mussten sich die Pfälzer bei Rodnei bedanken, der nach einer Ecke mit einer erstklassigen Rettungstat gegen Stranzl den sicheren Rückstand verhinderte (16.).

Damit hatte es sich aber auch schon, denn die Akteure vermieden es fortan, Fouls in gefährlicher Position zu begehen. Viel mehr wurden diese nun im Mittelfeld oder an der Außenlinie fabriziert, sodass aussichtsreiche Standards nun auch nicht mehr zu sehen waren. Weil aus dem Spiel heraus aber weiterhin nichts klappte, plätscherte das Duell lange Zeit ereignislos vor sich hin. Erst kurz vor der Pause wurde es wieder interessant, und wieder waren es Freistöße, die die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Diesmal aber auf der anderen Seite. Weil aber Nemec knapp neben den rechten Pfosten köpfte (41.) und Abel Zentimeter vor der Torlinie am Ball vorbeirutschte (43.), blieb es beim 0:0-Pausenstand.

Mönchengladbach zuerst glücklos und dann im Pech

Kaiserslauterns Abel steigt höher als Idrissou

Überflieger: Kaiserslauterns Abel steigt höher als Idrissou. picture alliance

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst das gleiche Bild. Beide Mannschaften waren zwar durchaus bemüht, agierten dabei aber zumeist glück- und ideenlos. Die "Fohlen" hatten zwar weiterhin ein Plus an Ballbesitz, mehr aber auch nicht. Favre reagierte und brachte mit Hanke, der so zu seinem 200. Bundesligaeinsatz kam, einen frischen Stürmer. Hanke konnte sich in der Folge aber nicht in Szene setzen, denn die Pfälzer hatten die Schlagzahl nun erhöht. Tiffert schoss links vorbei (58.), Ilicevic scheiterte an Bailly, ehe Nemec den Nachschuss drübersemmelte (60.). Nur eine Minute später durften die Gäste schließlich jubeln, verantwortlich dafür: Logan Bailly. Der belgische Schlussmann faustete sich den Ball nach einer Ecke von links selbst ins Tor.

Mit der Führung im Rücken wurden die Gäste sicherer, während die Borussen um Fassung rangen. Zwar waren die Gladbacher weiter bemüht, agierten jetzt aber ziemlich kopflos und versuchten es zumeist durch die Mitte. Damit hatte der FCK keinerlei Probleme, sodass Trapp nur nach einem Fernschuss des inzwischen eingewechselten Matmour eingreifen musste (73.).

Die Kurz-Elf spulte die letzten Minuten routiniert zu Ende, hätte durch den ebenfalls gekommenen Lakic sogar noch frühzeitig die Vorentscheidung herbeiführen können. Der Kroate zog zwar nach 79 Minuten gegen Bailly den Kürzeren, musste der vergebenen Möglichkeit aber nicht hinterher trauern, da am Sieg seiner Farben nicht mehr zu rütteln war.

Nach der Länderspielpause muss die Borussia aus Mönchengladbach am Samstag, den 1. April, die schwere Auswärtsreise zum FC Bayern München antreten, Kaiserslautern empfängt zeitgleich Bayer Leverkusen.