Bundesliga 2010/11, 27. Spieltag
18:40 - 8. Spielminute

Tor 1:0
Hummels
Rücken
Vorbereitung M. Götze
Dortmund

18:49 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Wetklo
Mainz

18:50 - 19. Spielminute

Foulelfmeter
Sahin
verschossen
Dortmund

19:03 - 31. Spielminute

Spielerwechsel
Lewandowski
für Barrios
Dortmund

19:50 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Subotic
Dortmund

19:58 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Zidan
für Blaszczykowski
Dortmund

20:05 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Risse
für Holtby
Mainz

20:07 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Sliskovic
für Allagui
Mainz

20:16 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
F. Heller
für Polanski
Mainz

20:17 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Kehl
für Sahin
Dortmund

20:18 - 89. Spielminute

Tor 1:1
Sliskovic
Rechtsschuss
Vorbereitung Risse
Mainz

BVB

M05

Barrios verletzt - Spätes Glück für Mainz

Sliskovics Treffer sorgt für Diskussionsbedarf

Hummels (2.v.li.) bejubelt sein Tor

Mit dem Rücken geht's auch: Hummels (2.v.li.) bejubelt sein Tor. Getty Images

Dortmunds Coach Jürgen Klopp brachte nach 0:1-Niederlage in Hoffenheim zwei Neue: Blaszczykowski und Hummels, der seine Rückenprobleme auskuriert hatte, ersetzten Lewandowski und Felipe Santana.

Mainz' Trainer Thomas Tuchel dagegen tauschte im Vergleich zur 0:1-Heimpleite gegen Leverkusen gleich dreimal. Der wiedergenesene Bungert kehrte zurück und verdrängte Zabavnik. Außerdem erhielten Holtby und Allagui den Vorzug vor Ivanschitz und Risse.

Von Beginn an legten beide Mannschaften forsch los. Es entwickelte sich ein rasantes, intensives, aber auch chancenarmes Duell. Verantwortlich dafür war das Abwehrverhalten: Sowohl die Westfalen als auch die Mainzer verteidigten hoch und präsentieren sich zudem sehr lauffreudig. Der BVB hatte zunächst mehr vom Spiel, war jedoch nicht zielstrebig. Möglichkeiten resultierten folglich nur aus Standards: So prüfte Schürrle Weidenfeller mit einem tückischen Aufsetzer aus 18 Metern (6.). Zwei Minuten später folge auf der anderen Seite ein Freistoß: Diesen zog Götze von links scharf in den Sechzehner, wo Hummels den Ball mit dem Rücken ins Tor bugsierte. Wetklo war zwar noch dran, konnte das Tor aber nicht mehr verhindern.

1. Bundesliga, 27. Spieltag

Auch danach blieb es ein interessantes Duell, auch weil sich die Mainzer vom Rückstand nicht aus der Fassung bringen ließen und weiter geduldig auf ihre Chance lauerten. Dennoch: Dortmund erspielte sich zusehends ein klares Übergewicht und bekam bereits nach einer knappen Viertelstunde die Chance, nachzulegen. Wetklo hatte Barrios im eigenen Sechzehner rabiat umgerannt. Schiedsrichter Dr. Felix Brych gab den Strafstoß, den Sahin jedoch schlecht ausführte und damit zum dritten Mal in Folge in der Bundesliga einen Elfmeter versemmelte. Wetklo wehrte den zu zentralen Schuss locker ab (19.). Bitter für den BVB, der nicht nur das 2:0 verpasst hatte, sondern zudem noch im weiteren Verlauf ohne Barrios auskommen musste. Der Paraguayer hatte sich beim Foul von Wetklo an den Rippen verletzt und musste etwas später durch Lewandowski ersetzt werden.

Ohne Barrios ging die zuvor an den Tag gelegte Souveränität des Tabellenführers flöten. Die Mainzer bemerkten das, wurden mutiger und gestalteten die Partie fortan deutlich offener. Zwingendes sprang aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite heraus. Zu aufmerksam waren die Defensivreihen, sodass es schlussendlich ohne weitere Treffer in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel kommen Taktikliebhaber auf ihre Kosten

Wetklo (re.) kann das 0:1 nicht verhindern.

Nichts zu machen: Wetklo (re.) kann das 0:1 nicht verhindern. picture alliance

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich im ausverkauften Signal-Iduna-Park zunächst das gleiche Bild. Die Kontrahenten beharkten sich intensiv, sodass klare Torraumszenen weiterhin absoluten Seltenheitswert hatten. Bis auf eine Möglichkeit von Blaszczykowski, der freistehend aus elf Metern zu hoch ansetzte (51.), herrschte in den Strafräumen vorwiegend Ruhe. In der 58. Minute hatte Weidenfeller Glück, dass ein böser Fehler von ihm ungestraft blieb: Nachdem der Keeper einen Polanski-Schuss nach vorne hatte abprallen lassen, staubte Allagui ab. Das Tor zählte aber nicht, weil der Tunesier aus dem passiven Abseits gekommen war.

Ansonsten war es ein Spiel für Taktikliebhaber. Keine der beiden Mannschaften gestattete dem Gegner Freiräume, darüber hinaus leisteten sich die Akteure zahlreiche Fehlpässe, sodass lange Zeit fast gar nichts geboten wurde. Ein Hummels-Kopfball, der nach Ecke von Götze knapp drüber ging (68.), stellte dabei eine seltene Ausnahme dar. Weil sich sowohl die Mainzer als auch die Westfalen auch im weiteren Verlauf in puncto Passsicherheit nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, schien alles nach einem knappen 1:0-Arbeitssieg der Dortmunder.

Dem war aber nicht so, was auch noch im Nachhinein eine kurze und heftige Debatte zwischen den beiden Trainern über das Fairplay auslöste: Während Subotic verletzt am Boden lag, machten die Mainzer weiter und auch Schiedsrichter Dr. Brych entschied sich dafür, die Partie nicht zu unterbrechen. Der eingewechselte Risse führte den Ball auf rechts und flankte ins Zentrum, wo Subotic natürlich fehlte. Der ebenfalls neu gebrachte Sliskovic nutzte das und netzte aus fünf Metern zum nicht unverdienten 1:1-Endstand ein (89.).

Nach der Länderspielpause ist die Borussia aus Dortmund am Samstag, den 2. April, zu Hause gegen Hannover 96 gefordert. Die Mainzer empfangen zeitgleich den SC Freiburg.