Bundesliga 2010/11, 25. Spieltag
18:44 - 14. Spielminute

Spielerwechsel
Vida
für Friedrich
Leverkusen

18:51 - 21. Spielminute

Tor 1:0
L. Bender
Rechtsschuss
Vorbereitung Sam
Leverkusen

18:59 - 29. Spielminute

Tor 2:0
Renato Augusto
Rechtsschuss
Vorbereitung Rolfes
Leverkusen

19:16 - 45. + 1 Spielminute

Tor 3:0
Kießling
Rechtsschuss
Vorbereitung Castro
Leverkusen

19:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Cicero
Wolfsburg

19:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Mbokani
für Helmes
Wolfsburg

19:53 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Koo
für Polak
Wolfsburg

19:58 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Mbokani
Wolfsburg

20:00 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Grafite
für Pekarik
Wolfsburg

20:00 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Wolfsburg

20:09 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Derdiyok
für Sam
Leverkusen

20:12 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
N. Jörgensen
für Renato Augusto
Leverkusen

20:13 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Koo
Wolfsburg

LEV

WOB

Manuel Friedrich verletzt - Wolfsburgs Negativserie hat Bestand

Bender bringt die "Wölfe" aus dem Tritt

Renato Augusto

Urschrei: Renato Augusto freut sich über sein soeben erzieltes 2:0. picture alliance

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes tauschte nach dem bitteren 2:2 in Bremen, als man einen bereits sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab, auf drei Positionen: Manuel Friedrich ersetzte Hyypiä (Magen-Darm-Virus) in der Innenverteidigung, Bender kam für den Gelb-Rot-gesperrten Vidal, während Kießling anstelle von Derdiyok stürmte.

VfL-Coach Pierre Littbarski indes konnte im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Gladbach auf die wiedergenesenen Benaglio (Rückenprobleme) und Helmes (Oberschenkelprobleme) bauen. Hitz und Mbokani mussten dafür auf der Bank Platz nehmen.

Zunächst entwickelte sich in der Bay-Arena ein echter Langweiler, denn beide Mannschaften waren zu Beginn auf Sicherheit bedacht. Hüben wie drüben waren viele Querpässe zu sehen, dafür umso weniger Tempo und Risiko. Einzig der anfangs agile Diego sorgte für etwas Abwechslung: So leitete der Brasilianer den bis dato besten Angriff des Spiels ein, allerdings schoss Riether aus kurzer Distanz knapp links vorbei (13.). Nur eine Minute danach war das Duell für Leverkusens Manuel Friedrich bereits zu Ende. Der Innenverteidiger zog sich eine Schulterprellung zu und musste durch Vida ersetzt werden. Der Kroate kam so zu seinem Bundesligadebüt.

Der 25. Spieltag

Und dieses sollte aus Sicht von Vida schön werden, denn gerade einmal sechs Minuten nach seiner Einwechslung ging Bayer in Führung: Sam leitete einen Steilpass traumhaft mit der Hacke auf Bender weiter, der sich bedankte und aus 16 Metern trocken ins linke Eck vollendete. Damit nicht genug, denn die "Werkself" bekam nun Lust auf mehr. Benaglio wehrte zwar noch Castros sehenswerten Direktschuss stark ab (24.), sah dann beim 0:2 aber unglücklich aus: Nach Arne Friedrichs flapsigem Pass lief der Konter über Rolfes, der Renato Augusto steil schickte. Der Brasilianer marschierte zum Sechzehner und netzte aus 16 Metern trocken ins linke Eck ein (29.).

Die beiden Treffer zeigten bei den "Wölfen" Wirkung. Der VfL geriet völlig aus dem Tritt und dann auch noch unter die Räder. Bayer schaltete zwar einen Gang zurück, ergötzte sich zudem an den eigenen Spielkünsten - Hackentricks und Dribblings fanden vermehrt ihren Platz im Leverkusener Spiel -, vergaß dabei das Toreschießen aber nicht. Nach einem Ballverlust der Niedersachsen lief der schnelle Konter, den Kießling trickreich per Außenristlupfer zum 3:0-Pausenstand vollendete (45.+1).

Wolfsburg hat auch nach der Pause nichts zu melden

Bender und Vida jubeln

Gemeinsame Freude: Bender und Debütant Vida jubeln. picture alliance

Auch im zweiten Durchgang, den die Niedersachsen ohne Helmes, dafür mit Mbokani bestritten, zeigte sich das gleiche Bild. Leverkusen blieb ganz klar am Drücker und bestimmte das Geschehen auf dem Feld fast nach Belieben. Bayer übertrieb es zuweilen aber mit der Schönspielerei und wäre dafür nach 57 Minuten durch Hasebe fast bestraft worden. Weil aber der Japaner zu ungenau war, blieb es bei der komfortablen Führung der Gastgeber. Die Rheinländer hätten diese eine Minute später sogar noch weiter ausbauen können, Renato Augusto zog aber im Eins-gegen-eins gegen Benaglio den Kürzeren.

Mit zunehmender Spieldauer flachte das Spiel jedoch ab. Die "Werkself" wurde kaum gefordert, Wolfsburg hatte nichts zu bieten und musste nach 67 Minuten die nächste Schrecksekunde überstehen. Sam hatte Benaglio aus 14 Metern geprüft. Kurz darauf sendete Mbokani, der nach guter Schäfer-Flanke aus elf Metern über das Tor schoss, zumindest ein Lebenszeichen der Niedersachsen ab (70.).

Damit hatte es sich auch schon, denn dem VfL fiel danach nichts mehr ein. Bayer dagegen betrachtete das Duell nunmehr wohl als eine Art Trainingseinheit, die jedoch nicht wirklich intensiv war. In der 79. Minute ließen die Hausherren ihr Können zwar doch noch einmal aufblitzen, am Endergebnis änderte sich aber nichts mehr, da Benders Schuss geblockt wurde.

Für Leverkusen geht es bereits am kommenden Donnerstag im Hinspiel des Achtelfinals der Europa League gegen den spanischen Vertreter Villarreal vor heimischem Publikum weiter. In der Liga müssen die Heynckes-Schützlinge dafür erst wieder am darauffolgenden Sonntag in Mainz antreten. Tags zuvor empfangen die Wolfsburger den Club aus Nürnberg.