Bundesliga 2010/11, 22. Spieltag
15:41 - 9. Spielminute

Tor 0:1
de Camargo
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Hanke
Gladbach

15:53 - 21. Spielminute

Rote Karte
de Camargo
Gladbach

15:53 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Lehmann
St. Pauli

16:01 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Idrissou
Gladbach

16:10 - 38. Spielminute

Tor 1:1
Kruse
Rechtsschuss
Vorbereitung Asamoah
St. Pauli

16:38 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Marx
für Herrmann
Gladbach

16:46 - 53. Spielminute

Tor 2:1
Asamoah
Rechtsschuss
Vorbereitung Takyi
St. Pauli

16:51 - 58. Spielminute

Tor 3:1
Lehmann
Linksschuss
Vorbereitung Kruse
St. Pauli

16:59 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Daube
für F. Boll
St. Pauli

17:06 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Matmour
für M. Hanke
Gladbach

17:06 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Sukuta-Pasu
für Takyi
St. Pauli

17:12 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Ebbers
für Asamoah
St. Pauli

STP

BMG

Rot gegen de Camargo als Knackpunkt

Asamoah treibt St. Pauli in Überzahl zum Sieg

Gerald Asamoah jubelt mit den Teamkollegen

Starker Anführer: Gerald Asamoah (Mi.) bejubelt mit den Kollegen sein Tor zum 2:1. picture alliance

Bei St. Pauli war Trainer Holger Stanislawski im Vergleich zum 3:0-Heimsieg über Köln vor zwei Wochen zu einer Änderung gezwungen: Volz ersetzte den am Knöchel verletzten Oczipka. Der von seiner Bauchmuskelverletzung genesene Ebbers nahm als Alternative für den Angriff zunächst einmal auf der Bank Platz. Gladbachs Trainer Michael Frontzeck musste nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen Stuttgart mal wieder umbauen. Nordtveit agierte anstelle des gesperrten Dante neben Stranzl in der Innenverteidigung. Winter-Neuzugang Fink gab im Mittelfeld sein Debüt für die Borussia. Außerdem neu in der Startelf: Herrmann für den verletzten Reus und Hanke für den angeschlagenen Matmour.

Beide Mannschaften waren noch dabei sich zu sortieren, da lieferte Oczipka-Ersatz Volz den Gladbachern die Führung auf dem Silbertablett. Der viel zu kurze Rückpass des Linksverteidigers landete bei Hanke. Der Ex-Nationalspieler behielt mit einem Zuspiel auf de Camargo die Übersicht. Der Belgier musste in der Mitte nur noch einschieben - sein sechster Saisontreffer.

Der 22. Spieltag

Wie so oft lagen Freud' und Leid bei der Borussia in dieser Saison allerdings nicht weit auseinander: Nachdem er im Mittelfeld von Lehmann gefoult wurde, sprang de Camargo auf und lief auf den Hamburger zu. Der Zusammenstoß der beiden endete mit Rot für den Torschützen (21.). Der ziemlich theatralisch zu Boden gegangene Lehmann sah nur Gelb. Es war bereits der siebte Platzverweis für die Gladbacher in der laufenden Saison. Und ein Knackpunkt, denn nun mussten die Gäste knapp 70 Minuten in Unterzahl agieren. St. Pauli, das bis dahin in der Offensive kaum in Erscheinung getreten war, übernahm in Überzahl nun erwartungsgemäß die Kontrolle. Vor dem gegnerischen Sechzehner fiel den Gastgebern allerdings nicht allzu viel ein. Die einzige Ausnahme mündete prompt im Ausgleich: Asamoah setzte sich im Strafraum gegen zu zaghaft zu Werke gehende Gladbacher durch und hob den Ball aus der linken Strafraumhälfte hinüber zu Kruse. Dessen Volleyabnahme gegen die Laufrichtung Heimeroths schlug im linken Toreck ein (38.). Beim Stand von 1:1 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel brauchte St. Pauli nur acht Minuten, um aus seiner numerischen Überlegenheit erneut Kapital zu schlagen. Ausgangspunkt war ein feiner Pass von Bartels, der den Ball über die Gladbacher Abwehr in den Lauf von Takyi hob. Der Mittelfeldspieler, dem bis dahin nicht viel gelungen war, legte quer zu Asamoah, der keine Mühe hatte, seine starke Vorstellung mit dem Tor zum 2:1 zu krönen. Fünf Minuten später fiel die Vorentscheidung: Mit einem herrlichen Seitenwechsel setzte Kruse den durchgestarteten Lehmann in Szene. Der nahm den Ball mit der Brust mit und jagte ihn aus etwas spitzem Winkel an Heimeroths ausgestreckten Armen vorbei ins rechte Eck.

Es war der K.o.-Schlag für die Borussia, die St. Pauli nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Die Gastgeber hatten die Partie mühelos im Griff und hätten noch weitere Treffer nachlegen müssen. Kruse (81.) und der eingewechselte Sukuta-Pasu (89.) vergaben frei vor Heimeroth jedoch leichtfertig. Am ersten Heimsieg gegen Gladbach seit Dezember 1989 änderte das aber nichts mehr.

Nach sechs Punkten aus den Abstiegsduellen gegen Köln und Gladbach geht St. Pauli selbstbewusst in Derby beim HSV am Mittwochabend. Ob Boll, der angeschlagen raus musste, dann auflaufen kann, wird sich noch zeigen. Danach geht's für den Aufsteiger zu Spitzenreiter Dortmund. Gladbach, dem am Tabellenende langsam die Felle davonschwimmen, empfängt am nächsten Spieltag sonntags Schalke.