Bundesliga 2010/11, 18. Spieltag
15:46 - 15. Spielminute

Tor 0:1
Abdellaoue
Rechtsschuss
Vorbereitung da Silva Pinto
Hannover

15:52 - 21. Spielminute

Tor 0:2
C. Schulz
Kopfball
Vorbereitung Rausch
Hannover

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Fenin
für Meier
Frankfurt

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Stindl
für Schlaudraff
Hannover

16:52 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Caio
für Tzavellas
Frankfurt

16:54 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Schwegler
Frankfurt

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Amanatidis
für Halil Altintop
Frankfurt

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Rausch
Hannover

17:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Djakpa
für Rausch
Hannover

17:17 - 89. Spielminute

Tor 0:3
Ya Konan
Rechtsschuss
Vorbereitung Stindl
Hannover

SGE

H96

Bundesligadebüt für Frankfurts Kraus und Hannovers Zieler

Abdellaoue und Schulz machen früh alles klar

Pinto (re.) und Cherundolo freuen sich mit Abdellaoue

Eiskalt: Abdellaoue nutzte gleich die erste Chance von 96. Pinto (re.) und Cherundolo freuen sich mit. picture alliance

Eintracht-Coach Michael Skibbe plagten einige Personalsorgen. Mit Vasoski (Muskelbündelriss), Franz (Bauchmuskelriss), Russ (Meniskus-OP) und Chris (Nervenentzündung) fielen gleich vier Defensivkräfte aus. Im Vergleich zur 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen bei Alemannia Aachen im Achtelfinale des DFB-Pokals gab es bei den Hessen zwei Wechsel: Nikolov kehrte ins Tor zurück und verwies Fährmann zurück auf die Bank, außerdem kam Kraus für Vasoski. Für den 18-Jährigen war es das Bundesligadebüt.

Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte dagegen kaum Ausfälle zu beklagen, dennoch sorgte er für eine Überraschung. Im Tor erhielt Zieler, der so zu seinem Ligadebüt kam, den Vorzug vor Fromlowitz. Außerdem kamen Ya Konan und Haggui anstelle von Eggimann und Stindl, die bei der 1:3-Auswärtsniederlage beim 1. FC Nürnberg noch in der Startelf gestanden hatten. Schlaudraff rückte daher auf die rechte Außenbahn.

Frankfurt war von Beginn an darum bemüht, das Geschehen an sich zu reißen und selbst die Akzente zu setzen. Zunächst gelang das auch, die Hessen erspielten sich ein optisches Übergewicht und hatten die größeren Spielanteile. Zwingendes sprang dabei aber nicht heraus, denn die 96er standen gut gestaffelt und ließen überhaupt nichts anbrennen.

Der 18. Spieltag

Nach vorne kam von den Niedersachsen in den ersten 15 Minuten rein gar nichts, doch dann schlugen sie prompt zu: Köhler verlor den Ball bei einem leichtsinnigen Dribbling an Pinto, der umgehend in den Lauf von Abdellaoue passte. Dieser war schneller als Clark und ließ dann Nikolov aus 15 Metern zentraler Position keine Chance. Die Eintracht war sichtlich geschockt und rang um Fassung. Anders Hannover, das nun keck nach vorne spielte und durch Pogatetz, der an seinem 28. Geburtstag per Kopf aus sieben Metern an Nikolov scheiterte (20.), die nächste dicke Möglichkeit für sich verbuchte. Nur eine Minute später machte es Schulz nach einer Ecke deutlich besser und nickte aus vier Metern locker zum 2:0 ein.

Die Hessen rappelten sich danach wieder auf und drängten auf den Anschluss, was zur Folge hatte, dass sich phasenweise ein unterhaltsames Duell entwickelte. Torraumszenen ließen folglich nicht lange auf sich warten: Schwegler war aber zu unpräzise (25.), Ochs zu zögerlich (30.), während Abdellaoue auf der anderen Seite wegen eines Fouls zurückgepfiffen wurde (32.). Danach kehrte aber wieder etwas Ruhe ins weite Rund ein, sodass es letztlich ohne weitere Treffer in die Pause ging, auch weil Kraus nach 41 Minuten vom rechten Fünfereck knapp daneben köpfte.

Eintracht Frankfurt: Viel Lärm um Nichts

Halil Altintop enttäuscht

Enttäuscht: Trotz gutem Beginn lagen Halil Altintop (li.) & Co früh zurück. picture alliance

Beide Trainer wechselten zum Seitenwechsel. Bei den Gästen kam Stindl für Schlaudraff, der zuvor wenig Akzente gesetzt hatte. Michael Skibbe brachte dagegen mit Fenin für Meier einen zweiten Stürmer und stellte somit sein System auf 4-4-2 um. In den zweiten 45 Minuten ging es dann gleich rasant weiter, Frankfurt drängte nun mit aller Macht nach vorne, brachte den finalen Pass aber nicht zum eigenen Mann. Die Hannoveraner lauerten indes auf den entscheidenden Konter und präsentierten sich dabei deutlich gefährlicher. So scheiterte Pinto am rechten Pfosten, ehe Abdellaoue den Nachschuss ans linke Außennetz setzte (53.).

Die Begegnung blieb auch im weiteren Verlauf auf einem durchaus hohen Niveau, allerdings mussten sich die Gastgeber den Vorwurf gefallen lassen, dass sie viel Lärm um Nichts machten. Die meisten Angriffsversuche der Hessen verpufften wirkungslos, weil es entweder an zündenden Ideen oder an Passgenauigkeit fehlte. Bis auf einen Kopfball des eingewechselten Amanatidis, den Zieler nach 75 Minuten parierte, blieb es vor dem Kasten der Gäste weitestgehend ruhig.

Die Entscheidung fiel dann in der 89. Minute: In dieser kam die Kugel etwas glücklich zu Stindl, der in der Mitte Ya Konan bediente. Der Ivorer vollendente in der Mitte souverän und sorgte damit für den 3:0-Endstand.

Spieler des Spiels

Sergio da Silva Pinto Mittelfeld

2,5
Spielnote

Nicht hochklassig, dafür aber vom Tempo geprägt und mit vielen Torraumszenen.

3
Tore und Karten

0:1 Abdellaoue (15', Rechtsschuss, da Silva Pinto)

0:2 C. Schulz (21', Kopfball, Rausch)

0:3 Ya Konan (89', Rechtsschuss, Stindl)

Frankfurt

Nikolov 3 - S. Jung 3, Clark 5, K. Kraus 3,5, Tzavellas 4 - Schwegler 4 , B. Köhler 5, Ochs 3, Meier 5 , Halil Altintop 5 - Gekas 4,5

Hannover

Zieler 2,5 - Cherundolo 3,5, Haggui 3, Pogatetz 2,5, C. Schulz 2,5 - Schmiedebach 3,5, da Silva Pinto 2,5, Schlaudraff 3,5 , Rausch 4 - Ya Konan 3,5 , Abdellaoue 2,5

Schiedsrichter-Team

Thorsten Kinhöfer Herne

2,5
Spielinfo

Stadion

Commerzbank-Arena

Zuschauer

39.300

Für Frankfurt geht es bereits am Freitagabend beim HSV weiter. Tags darauf empfängt Hannover 96 den FC Schalke.