Bundesliga 2010/11, 17. Spieltag
18:43 - 11. Spielminute

Tor 0:1
Schürrle
Rechtsschuss
Vorbereitung Szalai
Mainz

19:00 - 28. Spielminute

Tor 0:2
Schürrle
Rechtsschuss
Vorbereitung Fathi
Mainz

19:04 - 33. Spielminute

Tor 1:2
Lehmann
Handelfmeter,
Rechtsschuss
St. Pauli

19:13 - 41. Spielminute

Tor 1:3
Szalai
Rechtsschuss
Vorbereitung Fuchs
Mainz

19:47 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Takyi
für Kruse
St. Pauli

19:47 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Schultz
für Hennings
St. Pauli

19:47 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
F. Bruns
für F. Boll
St. Pauli

19:53 - 63. Spielminute

Tor 2:3
Lehmann
Rechtsschuss
Vorbereitung Asamoah
St. Pauli

19:54 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Schultz
St. Pauli

19:55 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Allagui
für Holtby
Mainz

20:02 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Rothenbach
St. Pauli

20:08 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
H. Müller
Mainz

20:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Polanski
für Soto
Mainz

20:13 - 83. Spielminute

Tor 2:4
Caligiuri
Rechtsschuss
Vorbereitung Allagui
Mainz

20:22 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Risse
für Schürrle
Mainz

STP

M05

Kiez-Kicker überwintern auf Platz 15

St. Pauli macht auf - Caligiuri nutzt die Lücke

St. Paulis Hennings versucht, sich dem Mainzer Caligiuri in den Weg zu stellen.

St. Paulis Hennings versucht, sich dem Mainzer Caligiuri in den Weg zu stellen. picture-alliance

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski musste nach der 0:3-Niederlage bei den Münchner Bayern seinen rotgesperrten Stammkeeper Kessler durch Veteran Hain ersetzen. Zudem stürmten Asamoah und Hennings für Volz und Bartels.

Mainz-Coach Thomas Tuchel rotierte nach der 0:1-Heimniederlage gegen Schalke quasi nach Herzenslust und beließ gleich sechs Akteure draußen! Neu dabei am Millerntor: Szalai, Holtby, Fathi, Caligiuri, Zabavnik und überraschenderweise auch der wiedergenesene Torwart Meinz Müller. Für Wetklo, Allagui, Polanski, Risse, Heller und Ivanschitz hieß es erstmal zusehen.

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an den Willen zur Offensive. Auf den schwierigen Bodenverhältnissen halfen sich beide Mannschaften mit meist direkten Anspielen. Zwar kam es so zu vielen Ballverlusten und Zweikämpfen, aber auch zu Lücken, die die Angreifer zu Abschlüssen nutzten. Einen ersten gab Ebbers ab, der Müller gleich einmal zu einer guten Parade zwang (4.).

Mit der Zeit erwies sich jedoch die Überraschungsmannschaft der Hinrunde aus Mainz als besser strukturiert und gedanklich beweglicher, während sich die Fehlerquote der Kiez-Kicker erhöhte. Einen Ballverlust von Hennings nutzten die Gäste eiskalt zum Führungstreffer. Szalai entwischte seinem Gegenspieler, Schürrle brauchte nur den Fuß hineinzuhalten (11.).

Der 17. Spieltag

Der FSV blieb das gefährlichere Team. Während St. Pauli sich immer wieder am kompakten Stellungsspiel der Rheinhessen die Zähne ausbiss, war es wieder Schürrle, der genau richtig stand und den Vorsprung ausbaute. Etwas glücklich bugsierte Fathi das Spielgerät zum Stürmer, der zum zweiten Mal überhaupt einen Liga-Doppelpack bejubeln durfte (28.).

Etwas Hoffnung wuchs bei Anhängern und Team der Gastgeber, als Lehmann einen klaren Handelfmeter, den Soto verursacht hatte, locker einschoss (34.), doch kurz vor der Pause stellte der Ungar Szalai den alten Abstand wieder her. Nach butterweicher Fuchs-Flanke überlupfte er Hain mit viel Gefühl und stellte so auch den Pausenstand sicher (41.).

In Durchgang zwei traten die bis dahin so souveränen Gäste passiver auf, suchten den klaren Vorsprung bis zum Ende zu verwalten und verhalfen St. Pauli zu mehr Ballbesitz. Zunächst konnte die Stanislawski-Elf mit diesem Vorteil wenig anfangen, ein Dreifach-Wechsel des Trainers bedeutete das endgültige Signal für die Aufholjagd. Takyi, Bruns und Schmidt kamen für Boll, Hennings und Kruse. Der Anschluss ließ nicht lange auf sich warten. Asamoah legte klug zu Lehmann ab, der traf, abgefälscht von Noveski, zum 2:3 (63.).

Zweiter Liga-Doppelpack: André Schürrle.

Zweiter Liga-Doppelpack: André Schürrle. imago

St. Pauli warf jetzt alles in die Waagschale, kämpfte unverdrossen und ackerte sich Chance um Chance heraus. Ebbers verpasste knapp nach Schultz-Flanke (69.), Schultz prüfte Müller aus der Distanz (75.) und Lehmanns Freistoß rauschte knapp vorbei (77.). Mainz blieb über Standards gefährlich, Szalai (73., 79.) vergab zweimal glücklos.

Der Ansturm der Hausherren eröffnete den Gästen Räume, die in der Schlussphase Allagui und Caligiuri nutzten. Der Tunesier trieb den Ball auf Strafraumhöhe, passte genau zu Caligiuri, dessen wuchtiger Schuss zum 4:2 aus Mainzer-Sicht die Entscheidung bedeutete.

Spieler des Spiels

André Schürrle Mittelfeld

1,5
Spielnote

Viel Tempo und spielerische Klasse von Mainz bei widrigen Bedingungen.

2
Tore und Karten

0:1 Schürrle (11', Rechtsschuss, Szalai)

0:2 Schürrle (28', Rechtsschuss, Fathi)

1:2 Lehmann (33', Handelfmeter, Rechtsschuss)

1:3 Szalai (41', Rechtsschuss, Fuchs)

2:3 Lehmann (63', Rechtsschuss, Asamoah)

2:4 Caligiuri (83', Rechtsschuss, Allagui)

St. Pauli

Hain 4 - Rothenbach 4,5 , Morena 4,5, Gunesch 4, Oczipka 6 - F. Boll 5 , Lehmann 2,5 , Kruse 5 , Hennings 6 - Asamoah 4, Ebbers 5

Mainz

H. Müller 3 - Zabavnik 3, Bungert 3, Noveski 3, Fuchs 2 - Fathi 3, Caligiuri 2,5 , Soto 3,5 , Holtby 2,5 - Szalai 2 , Schürrle 1,5

Schiedsrichter-Team

Peter Sippel München

4
Spielinfo

Stadion

Millerntor-Stadion

Zuschauer

24.235

In diesem Jahr stehen sowohl für St. Pauli als auch für Mainz keine Pflichtspiele mehr an. Zum Auftakt der Rückrunde empfangen die Hamburger am 15. Januar um 15.30 Uhr den SC Freiburg. Mainz wird zeitgleich in Stuttgart antreten.