Bundesliga 2010/11, 15. Spieltag
21:06 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Amedick
K'lautern

21:12 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Morena
St. Pauli

21:37 - 48. Spielminute

Tor 1:0
Tiffert
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Gunesch
St. Pauli

21:39 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
M. Abel
K'lautern

21:53 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Hennings
für Asamoah
St. Pauli

21:53 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Hoffer
für Rivic
K'lautern

22:04 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
F. Bruns
für Bartels
St. Pauli

22:11 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Lakic
K'lautern

22:16 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Micanski
für Ilicevic
K'lautern

22:17 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Nemec
für Tiffert
K'lautern

22:18 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Schultz
für Kruse
St. Pauli

STP

FCK

"Kiez-Kicker" ziehen nach Punkten mit den Pfälzern gleich

Tifferts Eigentor beendet St. Paulis Negativserie

Fin Bartels vs. Florian Dick

Vorteil St. Pauli: Fin Bartels ist früher am Ball als Florian Dick. imago

St.-Pauli-Coach Holger Stanislawski tauschte im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Bremen in der Abwehr dreimal Personal aus: Für Zambrano, Oczipka und Rotsünder Thorandt liefen Volz, Gunesch und Morena auf. Zambrano, Naki und Takyi standen aus disziplinarischen Gründen, zu denen sich Stanislawski nicht näher äußern wollte, nicht im Kader.

Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz sah keinen Anlass, nach dem überzeugenden 5:0-Heimsieg gegen Schalke umzustellen.

Bei leichtem Schneefall und knackigen Minusgraden begegneten sich die Kontrahenten zu Beginn in intensiven Mittelfeldduellen. Auf vom Schnee befreitem und gut bespielbaren Rasen fehlte es zunächst an Struktur, viele Fehlpässe hemmten den Spielfluss.

Die erste Möglichkeit ergab sich für Moravek, der nach gewonnenem Strafraumduell mit Morena Kessler vom rechten Fünfereck zu einer guten Parade zwang (11.). Besser noch war die Möglichkeit für Ebbers nach Sololauf auf der Gegenseite nur eine Minute später, der Winkel nicht so spitz, doch auch Sippel war auf dem Posten.

St. Pauli spielte mit hohem Tempo, leidenschaftlich, aber ohne Struktur und zu vieles war dem Zufall geschuldet. Es fehlte ein Mann, der im richtigen Moment auch mal den Ball anhielt - Asamoah, in zentraler Rolle, gelang dies nicht. So wirkten die Aktionen der Hausherren oftmals überhastet, letztlich einfallslos. Auch der schnelle Abschluss aus der Ferne (Lehmann, 21.) war kein taugliches Mittel, Lauterns Abwehr zu erschrecken.

Während die Hamburger Fußball arbeiteten, waren die unaufgeregten Pfälzer spielerisch reifer, ließen es bei eigenen Offensivaktionen jedoch fast zu gemächlich angehen. Nachdem die Stanislawski-Elf defensiv konzentriert agierte und wenig zuließ (Ausnahme: Fernschuss Ilicevic, 20.), blieb die Partie, in der beide Teams das Flügelspiel fast gänzlich vermissen ließen, chancenarm.

Eine Torszene gab es bis zur Pause noch: Lehmann packte beim Freistoß den Hammer aus, Sippel wehrte unorthodox ab, doch beim Abpraller fand sich kein Abnehmer (28.).

Der 15. Spieltag

Nach Wiederanpfiff wurde es immer winterlicher, der Schneefall nahm zu. Beide Teams hatten zur Pause nicht gewechselt, und St. Pauli erwischte einen Start nach Maß: Kruse brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in die Mitte, Gunesch war noch kurz dran, ehe Tiffert das Leder per Kopf aus 13 Metern ins eigene Netz beförderte - unhaltbar für Sippel schlug der Ball genau neben dem rechten Pfosten ein (48.).

Der FCK intensivierte seine Offensivbemühungen, hatte viel Ballbesitz. Die Hausherren erschwerten den Gästen die Suche nach der Lücke mit allen Akteuren in der eigenen Hälfte und mit intensiver Laufarbeit. Technisch sahen die Kombinationen der Pfälzer gut aus, waren aber letztlich brotlos, es fehlte der Zug zum Tor.

Hoffer für Rivic (64.) sollte bei den Kurz-Schützlingen für mehr Durchschlagskraft sorgen, bei den "Kiez-Kickern" kam in derselben Minute Hennings für Asamoah. Lange vermisste Zielstrebigkeit bewiesen Ilicevic und Moravek bei der ersten Lauterer Chance im zweiten Abschnitt (68.). Für die Hausherren, die sich frühzeitig vornehmlich auf das Halten des Ergebnisses beschränkten, sorgten Hennings (71.) sowie Lehmann per Freistoßknaller (76.) für Entlastung.

Die Schlussphase brach an, in der sich Lakic zunächst seine fünfte Gelbe Karte abholte und nun eine Partie Pause hat (82.). Bugeras Fernschuss entschärfte Kessler prima (83.), Lakic schoss drüber (89.) - dann war Schluss.

Weiter geht es für beide am kommenden Samstag: Während St. Pauli um 15.30 Uhr zum Rekordmeister nach München reist, empfängt der FCK zeitgleich den VfL Wolfsburg.