Bundesliga 2010/11, 15. Spieltag
16:07 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Diego
Wolfsburg

16:59 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Barzagli
Wolfsburg

17:03 - 74. Spielminute

Foulelfmeter
Frings
verschossen
Bremen

17:04 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Prödl
Bremen

17:05 - 77. Spielminute

Foulelfmeter
Dzeko
verschossen
Wolfsburg

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Kjaer
Wolfsburg

17:08 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Jensen
für Bargfrede
Bremen

17:16 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Dejagah
für Dzeko
Wolfsburg

WOB

BRE

Zwei Elfmeter bleiben ungenutzt

Frings und Dzeko zeigen Nerven

Wolfsburgs Diego nimmt Fahrt auf, der Bremer Schmidt hat hier das Nachsehen.

Wolfsburgs Diego nimmt Fahrt auf, der Bremer Schmidt hat hier das Nachsehen. picture-alliance

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren konnte im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Köln wieder auf Spielmacher und Ex-Werder-Star Diego zurückgreifen. Mandzukic stand ebenfalls neu in der Startelf, aus der Kahlenberg und Grafite (Muskelfaserriss) rausrutschten.

Werder-Coach Thomas Schaaf musste nach dem 3:0-Heimerfolg gegen St. Pauli auf den Dreifach-Schützen Almeida (Rotsperre) verzichten, setzte zudem Kroos auf die mit nur fünf Mann dünn bestückte Auswechselbank. Mit von der Partie waren dafür Arnautovic und Bargfrede.

Auf schwierig zu spielendem Boden und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fanden die Hausherren besser in die Partie. Bremen wartete die Angriffe der "Wölfe" tiefgestaffelt ab, lauerte auf Konterchancen und überließ der McClaren-Elf die Aufgabe des Spielaufbaus. Vor allem Diego nutzte die Anfangsphase und machte gleich mehrfach auf sich aufmerksam. Ein erster Freistoß des Brasilianers konnte nur durch die Fäuste von Werder-Keeper Wiese aufgehalten werden (8.), den nächsten Schuss setzte der Dribbelkünstler aus halbrechter Position aufs kurze Eck, auch hier blieb Wiese aufmerksam (15.).

Werder wackelte, fiel aber nicht, hatte jedoch in der Offensive kaum einmal Konstruktives zum Spiel beizutragen. Ein Schuss von Bargfrede strich knapp am linken Pfosten des Wolfsburger Gehäuses vorbei (8.), dann war vor dem Schweizer Torwart Benaglio für lange Zeit Sendepause. Erst eine Einzelaktion von Arnautovic, der sich durch einen feinen Lupfer sehenswert in Schussposition gebracht hatte, schuf wieder Arbeit für den Schlussmann der Gastgeber (29.).

Der 15. Spieltag

Das Spiel nahm wieder etwas Fahrt auf. Marin kam bei einem weiteren Konter aussichtsreich zum Abschluss (31.), scheiterte an Benaglio. Im direkten Gegenzug prüfte Josué aus der Distanz Wiese – ohne Ertrag. Diego sah dann in der ansonsten sehr fairen Partie die erste Gelbe Karte wegen Meckerns (35.), ohne Tore ging es dann in die Halbzeitpause.

Personell unverändert nahmen beide Teams das Spiel wieder auf, das lange Zeit an Niveau vermissen ließ. Werder konnte sich kaum einmal gut in Szene setzen, konzentrierte sich weitgehend auf das verhindern eines Gegentreffers und auch Wolfsburg wirkte mit zunehmender Spieldauer immer ratloser. Wenn sich die Niedersachsen dann mal inspiriert zeigten, wiesen sie wie Mandzukic Mängel im Abschluss (55.) nach oder scheiterten an einem Bremer Abwehrbein, das sich in allerletzter Sekunde noch rettend dazwischen warf (62.).

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff sorgten die beiden Kapitäne für ein Kuriosum und verschossen jeweils einen Foulelfmeter. Frings scheiterte bei seinem Versuch, Josué hatte Bargfrede gefoult, an Benaglio (74.), Dzeko machte es auf der Gegenseite nicht besser. Nach Prödls hartem Einsteigen gegen Mandzukic schoss der Bosnier hoch über das Tor (77.).

Früher habe ich 20 Elfmeter reingemacht – jetzt zweimal nicht. Beim nächsten Mal kann gerne ein anderer probieren. Ich muss nicht schießen. Wenn einer will, kann er es gerne machen.

Bremens Torsten Frings nach seinem verschossenen Foulelfmeter in Wolfsburg

Die Schlussphase geriet nach den beiden vergebenen Strafstößen spannend und schwungvoll. Vor allem die Gäste hatten noch mehrfach den Sieg auf dem Fuß. Aber Arnautovic (83.) und Hunt (90.) brachten den Ball auch aus allerbester Position nicht mehr im Wolfsburger Gehäuse unter und vergaben so mehr als den einen Punkt beim frostigen Auswärtsgang in der Autostadt.

Werder Bremen empfängt schon am Dienstag Inter Mailand in der Champions League. In der Bundesliga sind beide am kommenden Samstag wieder gefordert: Die "Wölfe" treten in der Fremde gegen Kaiserslautern an. Bremen ist am selben Tag um 18.30 Uhr bei Tabellenführer Dortmund am Ball.